Landes-Kassenarztchef fordert: Ungeimpfte dürfen nicht mehr reisen

Von Sandra Trauner

Mainz - Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, fordert massive Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte: "Die Nicht-Geimpften haben nicht die Freiheit, ihre Maske abzulegen."

Ginge es nach Dr. Peter Heinz, dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, dann wäre eine Doppelimpfung Voraussetzung für weitgehende Freiheiten in der Pandemie.
Ginge es nach Dr. Peter Heinz, dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, dann wäre eine Doppelimpfung Voraussetzung für weitgehende Freiheiten in der Pandemie.  © dpa/Jörg Carstensen

"Sie dürfen nicht ins Stadion, nicht ins Schwimmbad und nicht ohne Maske im Supermarkt einkaufen. Und man darf Ungeimpften und jenen mit nur einer einfachen Impfung nicht mehr gestatten, in den Urlaub zu fahren", sagte er der "Rhein-Zeitung".

Selbst mit einem negativen Test dürften Ungeimpfte seiner Ansicht nach nicht in den Urlaub fahren: "Das Frei-Testen schützt ja nicht. Wer zum Beispiel auf eine Insel mit einem negativen PCR-Test fährt, kann sich dort sehr wohl anstecken, fährt wieder nach Hause und ist Virusträger."

"Wer Ungeimpften Freiheiten zurückgibt, verspielt die Chance, alle Menschen mit der Impfung zu erreichen", sagte Heinz.

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Man müssen den Menschen klarmachen: "Ohne Impfung gibt es keine Freiheiten. Ohne diesen Druck werden wir die Menschen nicht überzeugen."

Ungeimpfte seien eine Gefahr für die Gesellschaft und dürften daher nicht die gleichen Freiheiten wie Geimpfte bekommen.

Impfprämien hält Heinz für "absurd". Eine Impfpflicht lehnt er als "Bevormundung" aber ab.

Freiheiten nur Geimpften zu geben sei keine versteckte Impfpflicht, "sondern eine zwangsläufige Schlussfolgerung aus einer pandemischen Lage".

Titelfoto: dpa/Jörg Carstensen

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