Renommierter WHO-Arzt stellt Effektivität von Lockdowns in Frage

Genf (Schweiz) - Welche Wirksamkeit haben eigentlich landesweite Lockdowns? Dr. David Nabarro (71), ein Sonderbeauftragter der WHO, hat nun mit einem ungeahnten Statement für Aufsehen gesorgt.

Seit 1999 arbeitet Nabarro für die WHO. Vor der Corona-Pandemie beschäftigte er sich unter anderem mit Ebola und dem Klimawandel.
Seit 1999 arbeitet Nabarro für die WHO. Vor der Corona-Pandemie beschäftigte er sich unter anderem mit Ebola und dem Klimawandel.  © Twitter Screenshot @davidnabarro

Vor dem Hintergrund der zweiten Welle an landesweiten Beschränkungen auf der ganzen Welt äußerte sich Dr. David Nabarro nun öffentlich.

Lockdowns seien kein effektiver Ansatz, um Covid-19 langfristig einzudämmen. Zudem seien die Auswirkungen, die die restriktiven Maßnahmen auf das Leben der Bürger hätten, nicht zu unterschätzen.

Laut dem gebürtigen Briten sollten nationale Sperren nur als sekundäre Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus eingesetzt werden.

Lockdowns schränkten "das wirtschaftliche und soziale Leben extrem ein" und würden langfristig wenig bringen, sagte der Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation laut Guardian.

"Am Ende bedeutet das Leben mit dem Virus als ständige Bedrohung, die Fähigkeit aufrechtzuerhalten, Menschen mit der Krankheit zu finden und zu isolieren", erklärte Nabarro laut Bericht von Inquisitr.

Als Alternative schlug der renommierte Arzt vor, Test- und Rückverfolgungsmaßnahmen zur Identifizierung von Hotspots, an denen sich das Virus am meisten verbreitet, durchzuführen. Dies seien die wirksamsten Mittel, um zunehmende Covid-19-Ausbrüche zu kontrollieren.

Titelfoto: Twitter Screenshot @davidnabarro

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