Coronavirus in Baden-Württemberg: Uniklinik Freiburg produziert eigene Schutzmasken

Stuttgart - Seit Wochen verbreitet sich das Coronavirus in Baden-Württemberg.

Tausende Menschen wurden bislang im Land infiziert. (Symbolbild)
Tausende Menschen wurden bislang im Land infiziert. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Inzwischen sind Tausende mit dem Erreger infiziert worden, es gab Dutzende Todesfälle.

Das öffentliche Leben steht weitestgehend still. Ob Kino, Fitnessstudio oder Bordelle: Alles hat zu.

Auch beim Zweitligisten VfB Stuttgart ist derzeit Pause angesagt, die Fußballvereine im Land fürchten wegen der Pandemie-Zwangspause enorme finanzielle Schäden.

Während immer mehr Firmen auf Home Office und Kurzarbeit setzen, will die Politik der hiesigen Wirtschaft mit Soforthilfen unter die Arme greifen.

Und auch die Unterhaltungsbranche hat die Corona-Welle voll getroffen. So wird etwa das SWR-"Nachtcafé" derzeit gar nicht mehr aufgezeichnet und Stimmungskanone Andy Borg (59) moderiert die Musik-Sondersendung "Wir halten zusammen".

Angesichts der Ausnahmesituation zeigt sich aber auch jede Menge Engagement für die Mitmenschen: So öffnen etwa Supermärkte teils nur für Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen, damit diese möglichst gefahrlos einkaufen können.

Alle News der letzten Zeit haben wir hier für Euch zusammengefasst. Die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Krise findet Ihr >>> HIER <<< in unserem Live-Ticker!

Update, 25. März, 18.45 Uhr: Zahl der Infizierten steigt

Das Gesundheitsministerium legt die aktuellen Fallzahlen vor. Demnach sind 7252 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert. 56 Menschen verstarben. Das Alter der Todesfälle lag zwischen 59 und 94 Jahren. 

Update, 25. März, 18.11 Uhr: Stuttgarter Sportvereine bieten Online-Sportprogramm

Ab Donnerstag bieten Sportvereine ein Online-Sportprogramm mit dem Namen sport@home mit einer täglichen Kurseinheit. Veröffentlicht werden die sportlichen Videos auf dem facebook-Kanal der Stadt "Stuttgart – meine Stadt" und unter www.stuttgart.de/corona.

Diese Sportarten sind unter anderem dabei: Functional Fitness, Yoga, Aerobic und Zumba. 

Eine Folge dauert etwa 25 Minuten und startet täglich um 17.30 Uhr.

Update, 25. März, 17.30 Uhr: Uniklinik Freiburg produziert eigene Schutzmasken

Das Universitätsklinikum Freiburg steigt wegen der Corona-Krise in die Produktion von Schutzmasken ein. Dies diene der Sicherheit der in der Klinik Beschäftigten, teilte das Klinikum am Mittwoch mit. Mit dem digitalen Druckverfahren 3D-Druck werde aus sterilem Material eine Halterung hergestellt, an der eine Overhead-Folie zum Einmalgebrauch befestigt sei. Dies schütze in bestimmten Situationen besser vor Infektionen als eine konventionelle Schutzbrille. Wegen des Coronavirus müssten Mediziner mit einem Mangel bestimmter Schutzartikel kämpfen. Freiburg reagiere darauf.

Das digitale Druckverfahren werde sonst für die Herstellung von Zahnprothesen genutzt. Gemeinsam mit der Berliner Charité sei es nun weiterentwickelt worden. Erste Tests mit den Masken in Freiburg und Berlin seien positiv verlaufen. Freiburg und die Charité gehören den Angaben zufolge zu den größten Universitätskliniken in Deutschland.

Die Schutzmasken sind aktuell Mangelware. 
Die Schutzmasken sind aktuell Mangelware.  © DPA / Georg Wendt

Update, 25. März, 17.27 Uhr: Höchste Coronaquote im Hohenlohekreis nach Posaunenkonzert

Auf einer Karte mit Covid-19-Fällen sticht der Hohenlohekreis hervor: In keinem anderen Kreis im Südwesten ist der Anteil der Coronavirus-Patienten an der Bevölkerung so hoch wie dort. Das liegt zum einen daran, dass es dort zwei "Hotspot"-Gemeinden mit besonders vielen Infizierten gibt. Außerdem ist der Hohenlohekreis der bevölkerungsärmste im Südwesten. Die Infiziertenzahlen wirken sich hier also stärker auf die Quote aus als anderswo.

278 Infizierte und drei Todesfälle sind in dem Kreis gemeldet. Auf 100.000 Einwohner gerechnet entspricht das einer Infizierten-Quote von 248. Nur im nordrhein-westfälischen Heinsberg ist sie höher. Nach absoluten Zahlen liegt der Kreis im Südwesten auf dem vierten Platz.

Ein Infektionsherd war offenbar ein Konzert mit mehreren Posaunenchören am 1. März in einer kleinen Kirche in Kupferzell. Dort gibt es derzeit 74 Fälle. In Pfedelbach gibt es 92 Infizierte. Aus der Gemeinde kommt einer der Chöre. In einem Video bezeichnete die Leiterin des Kreis-Gesundheitsamts, Antje Haack-Erdmann, die beiden Orte als "Hotspots". Die Fallzahlen in den 14 anderen Kommunen sind weit niedriger, größtenteils einstellig. Die Zahl der Neuinfektionen steige nicht mehr exponentiell, teilte der Kreis mit.

Infizierte seien außerdem beim "Rebenglühen" (6. bis 8. März) gewesen, einem Fest mit mehr als 10.000 Teilnehmern in Bretzfeld. Wie viele Personen sich möglicherweise angesteckt haben, sei nicht ermittelbar, teilte der Kreis mit. Das Landratsamt habe Gemeinde und Veranstalter noch von der Durchführung abgeraten.

Laut dem Kreis ist die Zahl der positiv Getesteten möglicherweise auch vergleichsweise hoch, weil sehr getestet wurde und es schnell eine zentrale Abstrichstelle und eine Drive-In-Station gab. Außerdem habe man anders als manche anderen Kreise nur Menschen mit Symptomen getestet, was die Zahl der positiven Tests erhöhe.

Update, 25. März, 17.04 Uhr: Kirchen wollen ebenfalls Kindergarten-Beiträge aussetzen

Eltern, deren Kinder einen Kindergarten unter Trägerschaft der Diözese Rottenburg-Stuttgart besuchen, müssen im April keine Gebühren bezahlen. Wie die Diözese am Mittwoch mitteilte, will sie die Eltern wegen der Corona-bedingten Kita-Schließungen finanziell entlasten. Auch die Evangelischen Landeskirchen sowie die Erzdiözese Freiburg haben angekündigt, den Trägern ihrer Kindertageseinrichtungen ein Aussetzen der Elternbeiträge zu empfehlen. Ebenso haben dies Städte- und Gemeindetag Baden-Württemberg ihren Mitgliedern geraten.

Update, 25. März, 17.03 Uhr: Gartencenter bedroht

Die Polizei ermittelt gegen einen bislang noch unbekannten Täter, der ein Gartencenter bedroht hatte. 

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Update, 25. März, 16.31 Uhr: Kunde randaliert wegen Corona-Vorschriften

Weil eine Kassiererin ihn zur Einhaltung des wegen der Corona-Pandemie geltenden Mindestabstands aufforderte, hat ein Mann in einem Pforzheimer Lebensmittelgeschäft randaliert. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, schrie der 60-Jährige bei dem Vorfall am Vortag, wurde aggressiv und weigerte sich, den Laden zu verlassen. Nach einem Gerangel mit dem Sicherheitsdienst ermittelt die Polizei nun wegen Körperverletzung gegen den Kunden.

Update, 25. März, 16.07 Uhr: Söhne Mannheims organisieren Online-Pop-Konzert

Der Söhne-Mannheims-Sänger Rolf Stahlhofen organisiert ein Online-Pop-Festival mit deutschen Musikern. Unter dem Motto "Wir sagen Danke!" wollen sich Künstler wie Peter Maffay, Laith Al-Deen und die Hardrocksängerin Doro Pesch sowie Stahlhofen selbst auf diese Weise bei Ärzten, Pflegern, Polizisten, Lkw-Fahrern und anderen Hilfskräften bedanken für das, was diese während der Corona-Krise leisten. Zuvor hatte der "Mannheimer Morgen" (Donnerstag) berichtet.

"Wir wollen die Menschen feiern, die das öffentliche Leben aufrechterhalten", sagte Stahlhofen. "Und wir wollen, dass eine Diskussion darüber in Gang kommt, wie man diese Menschen auch nach der Krise unterstützen kann." Das Konzert solle an diesem Freitagabend gegen 18.00 oder 20.00 Uhr beginnen und zwölf Stunden dauern. Weitere Details würden noch mitgeteilt. Die Musiker performen dabei live in ihren Privaträumen oder Studios, sagte Stahlhofen. Rund 30 Künstler haben seinen Worten zufolge bereits zugesagt.

Update, 25. März, 15.42 Uhr: Verbandschefin warnt vor Engpass bei Medizinprodukten für OPs

Wegen der Corona-Krise könnte es zu einem Engpass für medizinische Produkte kommen. "Wenn nichts passiert, wird die Versorgung von Krankenhäusern in einigen Wochen in der Breite ins Wanken kommen", sagte die Geschäftsführerin des Medizintechnikverbands Medical Mountains, Yvonne Glienke, dem "Südkurier" (Donnerstag). "Aktuell besteht die Gefahr von Engpässen bei sehr vielen Medizinprodukten, vom Verbandsmaterial und Spritzen über Prothesen und Blutdruckmessgeräte bis hin zu Operationsrobotern."

Der Grund dafür sei, dass staatliche und private Prüforganisationen infolge der Corona-Krise lahmgelegt seien. Mitarbeiter von Institutionen wie TÜV und Dekra arbeiteten im Home-Office. Sie könnten in vielen Fällen nicht mehr zu den Herstellern fahren, um in die Akten zu schauen oder zu prüfen, ob die Produkte den geforderten Standards entsprächen.

Wie die Zeitung berichtete, muss nach einer EU-Verordnung ein Großteil der medizintechnischen Güter in der EU bis Ende Mai 2020 neu zertifiziert werden. Geschehe dies nicht, dürften sie nicht mehr verwendet werden. "Wir brauchen einen Notfallplan, der die verbindliche Anwendung der EU-Verordnung so lange auf Eis legt, bis die Prüfinstitutionen ihre Kapazitäten wieder hochfahren können und sichergestellt ist, dass alle Medizinprodukte ohne Verzögerung auf den Markt gebracht werden können", sagte Glienke.

Update, 25. März, 15.07 Uhr: Abiturprüfungen sollen stattfinden

In Baden-Württemberg hält das Kultusministerium an den Abiturprüfungen ab 18. Mai fest. „Dennoch bereiten wir uns wie alle Länder auch, auf unterschiedliche Szenarien vor, um auf alle Situationen entsprechend der Lageentwicklung angemessen reagieren zu können“, so Eisenmann. 

Die Prüfungen sollen stattfinden. 
Die Prüfungen sollen stattfinden.  © dpa, Felix Kästle

Update, 25. März, 15.00 Uhr: Besondere Notlage für Prostituierte

Die Diakonie in Baden weist auf die besondere Notlage von Prostituierten angesichts der Coronavirus-Pandemie hin. Die Frauen drohten derzeit völlig unterzugehen, teilte die Diakonie am Mittwoch mit. Die Prostituierten könnten ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen, sie hätten keine Einnahmen und oft nicht einmal eine Krankenversicherung. Menschen, die ohnehin kaum gesellschaftliche Beachtung fänden, drohten jetzt gänzlich durch alle Raster zu fallen, kritisierte die Fachreferentin für Frauen im Diakonischen Werk Baden, Christine Spanninger.

Die Diakonie unterstütze die Betroffenen daher, bis staatliche Hilfen anliefen. Kern dieses Pakets sei ein Nothilfefonds, der es den Fachberatungsstellen in Baden ermöglichen solle, die Frauen für die nächsten Wochen mit dem Nötigsten zu versorgen, sagte die Leiterin der Evangelischen Frauen in Baden, Anke Ruth-Klumbies. Außerdem bemühten sich die Beratungsstellen darum, Wohnraum für die Betroffenen zu finden. Da Bordelle geschlossen hätten, seien viele Frauen wohnungslos. Ruth-Klumbies appellierte an die Bordellbetriebe, die Prostituierten dort zunächst mietfrei wohnen zu lassen.

Die Frauen können derzeit nicht arbeiten. (Symbolbild)
Die Frauen können derzeit nicht arbeiten. (Symbolbild)  © Andreas Arnold/dpa

Update, 25. März, 14.59 Uhr: Omnisbusverband fordert Schutzschirm

Eine "Katastrophe mit Ankündigung" - so beschreibt der Verband baden-württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) die Situation, die durch die Corona-Krise im öffentlichen Nahverkehr entstanden ist. Im Linienverkehr sei landesweit auf Ferien- oder Wochenendfahrpläne umgestellt, Fahrten im Schülerverkehr seien ganz abbestellt worden, teilte der WBO am Mittwoch in Böblingen mit. Fahrgeldeinnahmen gebe es wenig bis gar keine mehr, weil die meisten Fahrgäste ohnehin wegblieben, und Abos würden gekündigt. Der WBO forderte deshalb einen "Schutzschirm ÖPNV".

Die Liquidität der landesweit rund 400 Busunternehmen müsse gewährleistet sein, damit das ÖPNV-System nicht kollabiere, sagte WBO-Geschäftsführer Witgar Weber. Er kritisierte, dass der Schienenverkehr in der Krise bevorzugt werde. "Im Eisenbahnverkehr wird die bestellte Leistung vom Land bezahlt, auch wenn sie nicht erbracht wird, um die Unternehmen zu stützen." Von solch einem Vollkaskoschutz sei im Busverkehr keine Rede. "Im Gegenteil: Private Busunternehmen kämpfen ums Überleben."

Man müsse auch die Zeit nach Corona im Auge behalten, forderte Weber - dann werde das Land die mittelständischen Busunternehmen weiterhin brauchen. "Wenn die Politik im Land nicht bald zu einer Verabredung kommt, welche die Einnahmeverluste auffängt, wird die Verbundlandschaft im Land ins Rutschen kommen." Und das wäre für die öffentliche Hand erst recht teuer, heißt es beim WBO.

Update, 25. März, 14.59 Uhr: Lindau könnte in finanzielle Schwierigkeiten geraten

Die durch das Coronavirus verursache Krise bringt nicht nur Unternehmen in Schwierigkeiten, sie könnte auch die Kassen der Gemeinden in den Urlaubsregionen stark belasten. Das Lindauer Landratsamt sorgt sich nun besonders um die finanziellen Spielräume der Stadt Lindau. Denn die Bodenseestadt ist weit überdurchschnittlich verschuldet.

Wie die Kreisbehörde am Mittwoch berichtete, wurde der Haushaltsplan der Stadt erneut nur mit gewissen Auflagen genehmigt. Die Kommunalaufsicht befürchtet, dass es wegen der Coronavirus-Pandemie aufgrund geringerer Steuereinnahmen zu wesentlichen Änderungen im Haushalt kommen muss. Lindau ist mit mehr als einer Million Übernachtungen pro Jahr und zahllosen Tagesgästen stark auf die Einnahmen aus dem Tourismus angewiesen, diese Zahlen könnten heuer aber aufgrund der Beschränkungen erheblich zurückgehen.

Nach Angaben des Landratsamtes plant die Stadt bislang, in diesem Jahr die Verschuldung von knapp 32 auf mehr als 42 Millionen Euro zu erhöhen. Dies sei eine Verschuldung von 1652 Euro pro Einwohner, der Landesschnitt liege bei 619 Euro. Wenn man die kommunalen Betriebe noch dazurechne, habe Lindau zum Jahresende geplante Schulden von fast 104 Millionen Euro. Dies seien 4048 Euro pro Einwohner im Vergleich zum Landesdurchschnitt von 916 Euro.

Update, 25. März, 14.54 Uhr: Jugendliche husten Ältere an: Polizei ermittelt

Mannheim - Weil sie ältere Menschen mutmaßlich absichtlich angingen und anhusteten, hat die Polizei Ermittlungen wegen Körperverletzung gegen Jugendliche in der Rhein-Neckar-Region aufgenommen. Zeugenaussagen zufolge hatten sich in Heidelberg und Schwetzingen seit Freitag Jugendliche mehrfach solch vermeintliche Scherze mit der Corona-Krise erlaubt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. In einem Mannheimer Einkaufsmarkt sollen zwei Jugendliche einen Angestellten angehustet und vor ihm auf den Boden gespuckt haben. In allen Fällen flohen die Verdächtigen.

Update, 25. März, 14.14 Uhr: Krankenhäuser erhöhen Zahl der Intensivbetten

Kliniken in Baden-Württemberg bereiten sich auf eine steigende Zahl von Patienten auf Intensivstationen vor. Nach Angaben des Sozialministeriums verfügt Baden-Württemberg über 54.526 Krankenhausbetten, darunter 3246 Intensivbetten, von denen bei 2808 eine Beatmungsmöglichkeit besteht.

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Die Zahl der Intensivbetten in Baden-Württemberg wird erhöhrt.
Die Zahl der Intensivbetten in Baden-Württemberg wird erhöhrt.  © Roland Weihrauch/dpa

Update, 25. März, 13.38 Uhr: Viele Anfragen nach staatlichen Fördermitteln

Seit Wochenanfang sind bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mehr als 1000 Anfragen nach staatlichen Fördermitteln eingegangen. Zudem habe es bisher mehr als 300 konkrete Anfragen für Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau gegeben, teilte das Institut in Stuttgart mit. 

Man habe seit letzter Woche die Zahl der Beschäftigten in der Förderkreditabwicklung erhöht, um die zahlreichen Anträge zügig abzuarbeiten. Das dringendste Ziel sei es im Moment, gemeinsam mit Politik, Finanzwirtschaft und Verbänden die Liquidität der Unternehmenskunden aufrechtzuerhalten.

Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft will die LBBW ihr Kreditvolumen um drei Milliarden Euro für Unternehmenskunden erhöhen. Derzeit finanziert die Bank nach eigenen Angaben mittlere und große Unternehmen mit einem Volumen von rund 50 Milliarden Euro.

Bei der Landesbank Baden-Württemberg sind über 1000 Anfragen nach staatlichen Fördermitteln eingegangen.
Bei der Landesbank Baden-Württemberg sind über 1000 Anfragen nach staatlichen Fördermitteln eingegangen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 25. März, 13.30 Uhr: Weitsprung-Weltmeisterin Mihambo traurig über Olympia-Verlegung

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo hat mit Enttäuschung, aber auch Verständnis auf die Verlegung der Olympischen Spiele von Tokio reagiert. "Ich bin natürlich traurig, da ich mich nach der Weltmeisterschaft in Doha auf diesen Wettkampf besonders gefreut habe. Aber die Verschiebung der Olympischen Spiele auf das nächste Jahr war angesichts der dramatischen Lage in vielen Ländern die einzig richtige Entscheidung", sagte Deutschlands "Sportlerin des Jahres 2019" am Mittwoch in einer von ihrem Management verbreiteten Stellungnahme.

Die 26-Jährige aus Oftersheim, die für die LG Kurpfalz startet, hatte bei der WM in Katar mit 7,30 Meter Gold gewonnen. Mihambo galt als Topfavoritin für Tokio 2020, die Sommerspiele sind am Dienstag auf 2021 verschoben worden. 

"Wir haben nun Klarheit und können unseren Trainingsplan entsprechend der Situation anpassen. Für die Olympischen Spiele will jeder Athlet in der Form seines Lebens sein, eine optimale Vorbereitung ist zur Zeit nicht möglich", sagte die Europameisterin. "Ganz wichtig ist aber nach wie vor die Gesundheit aller und die steht natürlich an oberster Stelle."

Die Weitspringerin Malaika Mihambo ist traurig über die Olympia-Verlegung, zeigte aber vollstes Verständnis für die Entscheidung.
Die Weitspringerin Malaika Mihambo ist traurig über die Olympia-Verlegung, zeigte aber vollstes Verständnis für die Entscheidung.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 25. März, 11.20 Uhr: Landesschülerbeirat gegen Absage von Abiturprüfungen

Der Landesschülerbeirat hat sich gegen die Absage von Abiturprüfungen in Baden-Württemberg ausgesprochen. "Unserer Meinung nach sollen die Prüfungen stattfinden", sagte der Landesvorsitzende Leandro Cerqueira Karst am Mittwoch auf Anfrage. Andernfalls sei zu befürchten, dass einzelne Arbeitgeber und Universitäten im Ausland das Abitur in diesem Jahr nicht anerkennen.

Das Kultusministerium ging am Dienstag davon aus, dass die zentralen Schulprüfungen, darunter das Abitur, vom 18. Mai an trotz der Corona-Krise stattfinden können. Hingegen plant Schleswig-Holstein eine Absage der Abiturprüfungen im Land. Die Kultusminister der Bundesländer wollten am Mittwoch über das weitere Vorgehen beraten.

Update, 25. März, 11.05 Uhr: Weitere Steuererleichterungen für Unternehmen in Corona-Krise

Für Unternehmen in der Corona-Krise gibt es neue Steuererleichterungen. Finanzministerin Edith Sitzmann (57, Grüne) teilte in Stuttgart mit, neben zinslosen Stundungen von fälligen Steuerbeträgen und erlassenen Säumniszuschlägen sei es nun auch möglich, die Umsatzsteuervorauszahlung zu stunden. "Das hilft insbesondere dem umsatzstarken Handel, der derzeit teils gar keine Umsätze macht", sagte Sitzmann.

Zudem gelte, dass bei einem Antrag auf Stundung von Steuern keine strengen Voraussetzungen für Nachweise mehr erfüllt werden müssen. Dies betrifft die Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer. Wer sich Steuern stunden lässt, zahlt den Angaben zufolge keine Zinsen und muss auch keine Vollstreckung fürchten. Säumniszuschläge werden ebenfalls erlassen.

Baden-Württembergs Finanzministerin Edith Sitzmann (57, Grüne).
Baden-Württembergs Finanzministerin Edith Sitzmann (57, Grüne).  © Tom Weller/dpa

Update, 25. März, 9.04 Uhr: Schlagerstar Andy Borg moderiert Sondersendung zur Corona-Krise

Der Fernsehmoderator und Schlagersänger Andy Borg (59) plant mit dem Südwestrundfunk (SWR) eine musikalische Sondersendung zur Corona-Krise. Unter dem Motto "Wir halten zusammen" erfülle er zwei Stunden lang live im Fernsehen Musikwünsche, teilte der SWR in Baden-Baden mit. 

Die Sendung werde an diesem Samstag (28. März) von 20.15 Uhr an im SWR-Fernsehen gezeigt. Borg, der in Thyrnau in Bayern lebt, moderiere sie von zu Hause aus.

Schlagerstar Andy Borg (59).
Schlagerstar Andy Borg (59).  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. März, 7.43 Uhr: Turnstar Marcel Nguyen kommt Olympia-Verschiebung gelegen

Dem deutschen Spitzenturner Marcel Nguyen kommt die Verschiebung der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 nicht ungelegen. Nguyen hatte sich kurz vor der Heim-WM 2019 in Stuttgart schwer an der Schulter verletzt und wurde noch während der WM Anfang Oktober operiert. Wäre es beim ursprünglichen Termin in Tokio vom 24. Juli bis 9. August geblieben, wäre ihm womöglich die Zeit davongelaufen, um seinen Traum von der vierten Olympia-Teilnahme zu verwirklichen.

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August 2019: Der Turner Marcel Nguyen ballt bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin die Faust. © Marijan Murat/dpa
August 2019: Der Turner Marcel Nguyen ballt bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin die Faust. © Marijan Murat/dpa  © Marijan Murat/dpa

Update, 25. März, 7.03 Uhr: Betriebe können Azubis bei Corona-Soforthilfe voll anrechnen

Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern können Auszubildende in ihrem Antrag auf Corona-Soforthilfe als Vollzeitstellen anrechnen. Dadurch könnten einige der Unternehmen in eine höhere Förderstufe rutschen, wie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" in ihren Mittwoch-Ausgaben berichten.

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Update, 25. März, 6.20 Uhr: Bundeswehrkrankenhaus bereitet sich auf Corona-Patienten vor

Das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm bereitet sich auf einen möglichen deutlichen Anstieg von Covid-19-Patienten vor. Derzeit könnten in der Intensivmedizin rund 30 Patienten aufgenommen werden, sagte der Leiter der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, Oberstarzt Matthias Helm. Weitere zehn Betten würden in der nächsten Zeit bereitgestellt.

Anästhesistin und Flottillenarzt Thierbach richtet ein Intensivbett für einen Coronapatienten im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm ein.
Anästhesistin und Flottillenarzt Thierbach richtet ein Intensivbett für einen Coronapatienten im Bundeswehrkrankenhaus in Ulm ein.  © Felix Kästle/dpa

Update, 24. März, 18.40 Uhr: Gesundheitsministerium gibt neue Zahlen bekannt

Weitere 710 Infektionen mit dem Coronavirus wurden dem Gesundheitsministerium am Dienstag gemeldet. Insgesamt sind in Baden-Württemberg mindestens 6043 Menschen im Alter von 0 bis 98 Jahren erkrankt. 

37 Menschen sind verstorben. 28 der Verstorbenen waren 80 Jahre und älter. Dem Landesgesundheitsamt wurden ein über 60 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Calw, ein über 80-Jähriger aus Ludwigsburg, zwei über 80-jährige Männer aus Schwäbisch Hall und ein über 80-Jähriger aus Baden-Baden und sechs weitere Todesfälle gemeldet. 

Update, 24. März, 18 Uhr: Soldaten helfen in Krankenhäusern

Erstmals in der Coronakrise sind seit Dienstag Soldaten zur Unterstützung in Krankenhäusern in Baden-Württemberg im Einsatz. Je sieben Sanitätssoldaten würden in Krankenhäusern in Freiburg und Titisee-Neustadt (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) zunächst einmal eingewiesen und sollen künftig im Klinikbetrieb helfen, sagte ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg am Dienstag.

Für den Katastrophenschutz und die Gesundheitsversorgung sind in Deutschland zunächst die Landkreise und die kreisfreien Städte verantwortlich. Bei Überforderung können sie um Amtshilfe bitten und sich dabei auch an die Bundeswehr wenden. Jedoch muss zunächst geprüft werden, ob andere zivile und nichtmilitärische Stellen unterstützen können.

Thorsten Vowinkel, Chefarzt aus Freiburg sagte, es gebe Berechnungen, dass die Gegend aufgrund der örtlichen Nähe zu Frankreich besonders stark von einer steigenden Zahl von Covid-19-Patienten betroffen sein wird. Durch vorausschauende Planung wolle man sich auf diese Situation vorbereiten, sagte der Mediziner, in dessen Klinik die Soldaten eingesetzt werden.

Die Sanititätssoldaten sind ausgebildete Notfallsanitäter und Rettungsassistenten und helfen bei der Versorgung von zu beatmenden Patienten. Durch die Unterstützung der Bundeswehr, die auch Material wie Beatmungsgeräte stellt, sowie durch die hohe Bereitschaft der eigenen Mitarbeiter zu Überstunden oder Wochenenddiensten können laut dem Krankenhaus doppelt so viele zu beatmende Patienten versorgt werden.

Soldaten helfen nun in Krankenhäusern. (Symbolbild)
Soldaten helfen nun in Krankenhäusern. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update, 24. März, 16.51 Uhr: 346 Verstöße gegen Corona-Maßnahmen an einem Tag

Die Polizei im Land hat bei Kontrollen im Kampf gegen das Coronavirus am Montag 346 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetzes festgestellt. 93 Strafverfahren und 253 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten wurden eingeleitet. Bei Schwerpunktkontrollen seien 431 Fahrzeuge und 2402 Menschen kontrolliert worden, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. 

"Die Menschen im Land zeigen weit überwiegend Verständnis für die notwendigen Maßnahmen, die wir getroffen haben - und sie halten sich auch daran", bilanzierte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Die Ausgangsbeschränkungen und die Einhaltung anderer Maßnahmen würden intensiv überwacht.

Update, 24. März, 16.49 Uhr: Firma Hartmann weitet Produktion von Desinfektionsmittel aus

Der Medizinartikelhersteller Paul Hartmann will die Produktion des Desinfektionsmittels "Sterillium" ausweiten, das vor allem in Krankenhäusern und Arztpraxen zum Einsatz kommt. Schon Ende Februar waren beim Tochterunternehmen Bode Chemie am Standort Hamburg wegen der Verbreitung des Coronavirus Sonderschichten gefahren worden. Nun soll auch das Tochterunternehmen Kneipp mit Sitz in Würzburg Sterillium produzieren.

Kneipp stellt normalerweise Produkte für Körperpflege sowie Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel her. In einer erste Phase soll das Unternehmen nun mit der Produktion von Hände-Desinfektionsgel beginnen, teilte Hartmann am Dienstag mit. Dabei solle die zusätzlich produzierte Menge über die kommenden Wochen weiter ausgebaut werden. "Das Coronavirus dominiert die Welt und beeinflusst die medizinische Versorgungslage. Unsere Mission ist es, das medizinische Fachpersonal und die Patienten in der Infektionsprävention zu unterstützen", erklärt die Vorstandsvorsitzende von Hartmann, Britta Fünfstück.

Hartmann werde sich auf die sensiblen Bereiche im Gesundheitswesen fokussieren, darunter Kliniken, Altenheime, neu gegründete Corona-Zentren und Arztpraxen. Auch die Belieferung besonders stark betroffener Gebiete wie der Region um Heinsberg in Nordrhein-Westfalen zähle dazu - dort, wo die ersten Coronafälle in Deutschland aufgetreten waren. Außerdem will das Unternehmen das Bundesministerium für Gesundheit mit Produkten für die Versorgung des medizinischen Fachpersonals in ganz Deutschland unterstützen.

Desinfektionsmittel sind derzeit Mangelware. 
Desinfektionsmittel sind derzeit Mangelware.  © DPA/Jonas Güttler

Update, 24. März, 16.45 Uhr: Verbraucherzentrale warnt vor Abzocke

Vor "Abzocke mit der Angst" hat am Dienstag angesichts der Corona-Krise die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gewarnt. Manche Unternehmen und Händler versuchten, damit Geschäft zu machen. Dazu gehören nach Angaben der Verbraucherschützer Angebote wie "Mit Ingwerkonzentrat gegen Viren?" oder Immunpakete, die gegen Virenbelastungen und andere Krankheitserreger helfen sollen.

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Die Verbraucherzentrale warnt vor dubiosen Angeboten. 
Die Verbraucherzentrale warnt vor dubiosen Angeboten.  © Jens Büttner/dpa

Update, 24. März, 16.12 Uhr: Baden-Württemberg plant keine Absage von Abi-Prüfungen

Das Kultusministerium geht bislang davon aus, dass die zentralen Schulprüfungen, darunter das Abitur, vom 18. Mai an trotz der Corona-Krise stattfinden können. Dennoch bereite man sich auf unterschiedliche Szenarien vor, um auf alle Situationen angemessen reagieren zu können, teilte eine Sprecherin von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Dienstag mit.

Die Sprecherin des baden-württembergischen Kultusministeriums sagte, es gelte weiterhin die Prämisse, auf die man sich innerhalb der Kultusministerkonferenz geeinigt habe: "Für die Schülerinnen und Schüler darf aus der derzeitigen Situation kein Nachteil entstehen. Die Abschlussprüfungen werden unter den Ländern gegenseitig anerkannt."

Update, 24. März, 16.03 Uhr: 346 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetz am Montag

Aus einer Pressemitteilung des baden-württembergischen Innenministeriums geht hervor, dass am gestrigen Montag bei Schwerpunktkontrollen der Polizei 346 Verstöße gegen die Bestimmungen des Bundesinfektionsschutzgesetzes festgestellt wurden. 93 Straf- und 253 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren seien daraufhin eingeleitet worden.

Innenminister Thomas Strobl (60, CDU) ist aber zufrieden mit der Entwicklung. "Die Menschen im Land zeigen weit überwiegend Verständnis für die notwendigen Maßnahmen, die wir getroffen haben – und sie halten sich auch daran. Sogenannte Coronapartys spielen seit dem vergangenen Freitag, an dem bereits keine mehr im öffentlichen Raum festgestellt wurde, praktisch überhaupt keine Rolle mehr", wird Strobl in der Mitteilung zitiert.

Update, 24. März, 15.37 Uhr: Ringer-Ass Frank Stäbler verschiebt Karriereende nach Olympia-Verlegung

Der deutsche Ringer Frank Stäbler wird seine Karriere aufgrund der Verschiebung der Olympischen Spiele international verlängern. "Mein Olympia-Traum ist verschoben - nicht geplatzt", schrieb der 30-Jährige aus Baden-Württemberg am Dienstag in den sozialen Netzwerken. "Auch wenn es für mich aktuell schwer zu greifen ist, es ist die absolut richtige Entscheidung die Spiele zu verlegen."

Der dreimalige Weltmeister wollte seine Karriere eigentlich im August in Tokio beenden. Nun werde er auf jeden Fall weitermachen, bestätigte sein Management auf Anfrage.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie waren die für diesen Sommer geplanten Spiele auf 2021 verlegt worden, der konkrete Termin ist noch offen. "In diesen Zeiten müssen wir an die Gesundheit der Menschen denken, da muss der Sport zurück stehen. Ich habe in meiner Karriere gelernt, mit Unwägbarkeiten umzugehen. Packen wir es an", erklärte Stäbler. Offen ist noch, ob er sich erneut qualifizieren muss und das noch einmal klappt.

Frank Stäbler wird sein Karriereende aufgrund der Olympia-Verlegung noch herauszögern.
Frank Stäbler wird sein Karriereende aufgrund der Olympia-Verlegung noch herauszögern.  © Alessandra Tarantino/AP/dpa

Update, 24. März, 15.15 Uhr: OB Kuhn will engeren Takt für volle Stadtbahnen

Über volle Stadtbahnen und Busse war der Oberbürgermeister von Stuttgart entsetzt und will auch aufgrund der zahlreichen Beschwerden von Fahrgästen eine Telefonkonferenz mit der Geschäftsführung der SSB abhalten, um weitere Bahnen einzusetzen. 
Die SSB will bereits ab Mittwoch auf den häufig genutzten Strecken im Berufsverkehr einen 15-Minuten-Takt anbieten. 

Update, 24. März, 14.52 Uhr: Stadt Stuttgart will auf Kita-Beiträge verzichten

Die Landeshauptstadt will Eltern von den Gebühren für die Kinderbetreuung befreien. In den städtischen Einrichtungen will die Stadt im April auf Kita- und Essensbeiträge verzichten.

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Die Stadt will auf Gebühren verzichten. 
Die Stadt will auf Gebühren verzichten.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 24. März, 14.39 Uhr: Bund lieferte Mundtücher statt Schutzmasken

Der Bund hat Baden-Württemberg laut der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Mundtücher statt der versprochenen Schutzmasken geliefert. Es seien 50.000 Schutzmasken für niedergelassene Ärzte zugesagt worden, gekommen seien aber nur Mundtücher und davon viel weniger als 50.000, wie KV-Sprecher Kai Sonntag am Dienstag in Stuttgart mitteilte.

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Update, 24. März, 13.22 Uhr: Haustiere erkranken nicht an Coronavirus

Mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen können das Virus an ihre Haustiere weitergeben, aber die Tiere erkranken nicht daran. Dies teilte die Landesbeauftragte für Tierschutz, Julia Stubenbord, am Dienstag in Stuttgart mit. 

Jetzt sei auch eine Chance, mehr Zeit mit seinem Haustier zu verbringen. Ist dies nicht möglich, empfiehlt die Tierärztin auch selbst gebasteltes Spielzeug als eine Möglichkeit, um Hunde oder Katzen zu beschäftigen und auszulasten. Die Tiere dürften weiterhin ins Freie gelassen werden.

"Nutzen Sie die Zeit, die Sie jetzt zu Hause verbringen müssen, sich mit ihrem Haustier zu beschäftigen", teilte Stubenbord mit. "Sie werden sehen, dass es viele Möglichkeiten gibt, die vielleicht sonst aufgrund des Zeitmangels im Alltag nicht möglich sind oder unmöglich erscheinen."

Update, 24. März, 12.56 Uhr: Supermärkte öffnen für Senioren und Behinderte

Einige Supermärkte bieten Senioren und Menschen mit Behinderung in der Corona-Krise frühere Öffnungszeiten an. 

Seit Montag steht zum Beispiel das Sortiment vom Edeka Fleck im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof zwischen 7 und 8 Uhr nur Rentnern, Rollstuhlfahrern und anderen "Personen mit Handicap" zur Verfügung, wie ein Schild am Eingang erklärt. Üblicherweise öffnet der Markt erst um 8 Uhr.

"Die Aktion wird von den Kunden gut angenommen", sagte der Marktleiter Julian Fleck am Dienstag. Der 92-jährige Kunde Willi Treppel freute sich über die frühere Öffnungszeit: "Es ist das erste Mal, dass ich mal wieder alleine einkaufen darf." In den vergangenen Wochen habe sein Sohn ihn davon abgehalten.

Andere Supermarkt-Ketten bieten derlei Aktionen hierzulande vorerst nicht an. "In Anbetracht der aktuellen Situation einer stabilen Warenversorgung sehen wir keine Notwendigkeit, die Öffnungszeiten zu verändern", erklärte ein Sprecher von Rewe. 

Die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, Sabine Hagmann, sagte auf Anfrage: "In Baden-Württemberg hat die Regierung gesagt: Alle Gruppen, die gefährdet sind, sollen zu Hause bleiben. Ich finde, gerade auch ältere Kunden sollten sich dann daran halten."

Der Edeka-Markt Fleck in Stuttgart. © Sebastian Gollnow/dpa
Der Edeka-Markt Fleck in Stuttgart. © Sebastian Gollnow/dpa  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 24. März, 12.22 Uhr: Zahl der Toten steigt auf 36, über 5800 Infizierte

In Baden-Württemberg sind erneut fünf Menschen am Coronavirus gestorben, die Zahl der Todesopfer erhöht sich damit auf 36.

Wie Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag bekannt gab, sind auch über 500 Erkrankte dazu gekommen. Inzwischen sind im Südwesten 5887 Menschen mit dem Erreger infiziert. 

415 Menschen werden stationär behandelt, davon 43 intensivmedizinisch. Alles dazu lest Ihr HIER.

Update, 24. März, 11.55 Uhr: Baden-Badens OB Mergen geht ins Home Office

Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) wird in den kommenden Tagen vorsorglich von zu Hause aus arbeiten. 

Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus dem Umfeld der Rathauschefin habe sich mit dem Coronavirus infiziert, teilte ein Sprecher der Stadt am Dienstag mit. Mergen habe sich inzwischen auf das Virus testen lassen. 

Der erste Bürgermeister Alexander Uhlig befinde sich noch bis zum 31. März in häuslicher Quarantäne.

Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen.
Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 24. März, 11.43 Uhr: Maschinenbauer Trumpf fährt Arbeit herunter

Als Reaktion auf die Coronavirus-Krise fährt auch der Maschinenbauer Trumpf die Arbeit an seinen Standorten herunter. Die Zahl der Beschäftigten werde zunächst in Ditzingen, Gerlingen und Hettingen vorübergehend deutlich gesenkt. 

Nur ausgewählte Produktions- und Kundendienstbereiche sowie einige geschäftskritische Bereiche würden aufrechterhalten, teilte Trumpf am Dienstag mit. Geplant sei, dass die Mitarbeiter zunächst ihre Arbeitszeitkonten abbauten. Nach dem 3. April plane man Kurzarbeit für einen Großteil der Mitarbeiter.

Wenn möglich, solle die von Geschäftsleitung und Betriebsrat getroffene Vereinbarung nach und nach auf alle deutschen Standorte ausgeweitet werden. 

Für die übrigen europäischen Standorte, vor allem in Italien und Österreich, der Schweiz, Frankreich und Spanien seien umfangreiche Reduzierungen der Arbeitszeiten ebenfalls geplant oder würden bereits umgesetzt. 

Bei Trumpf arbeiten europaweit mehr als 11.000 Menschen, gut 7500 davon in Deutschland.

Update, 24. März, 11.25 Uhr: Kretschmann: Gefahr durch Coronavirus unterschätzt

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eingeräumt, dass man die Gefahr durch das Coronavirus in Deutschland am Anfang etwas unterschätzt habe. 

Zu Beginn habe es geheißen, das Coronavirus sei nicht schlimmer als das Influenzavirus, sagte er in der Radiosendung SWR1 Leute vom Dienstag. Diese Dinge habe man korrigieren müssen. Ein großes Problem sei die Abwägung, wann welche Maßnahmen nötig seien. Man wolle keine Panik verbreiten. Kämen die Maßnahmen aber zu früh, halte sich niemand dran. Inzwischen beachteten die Menschen die Einschränkungen, meinte er.schlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Update, 24. März, 9.57 Uhr: Kugelstoßer Kappel trainiert im Keller

Der Paralympics-Athlet Niko Kappel rechnet erst nach der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs mit der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele. 

"Es gibt eigentlich keine andere logische Option. Und da vertraue ich den Firmen weltweit, die gerade daran forschen. Ich hoffe, dass es Anfang 2021 glückt", sagte der Kugelstoßer im Interview der "Bild-Zeitung". 

"Deshalb halte ich eine Verschiebung der Spiele um ein Jahr auf 2021 für die einzige realistische Möglichkeit." Nach derzeitigem Stand würden die Paralympics in Tokio am 25. August beginnen.

Um sich fitzuhalten, trainiert der 25-Jährige derzeit in seinem Keller. 

"Ich wollte seit Jahren meinen Keller aufräumen, bin aber nie dazu gekommen. Plötzlich ging es innerhalb von fünf Stunden. Jetzt habe ich unten in unserem Mehrfamilienhaus meinen eigenen Paralympics-Stützpunkt", erzählte Kappel. 

Und weiter: "Ich hatte noch eine Hallenkugel aus Gummi aus ganz alten Tagen. Die kann ich jetzt im Keller gegen die Wand stoßen. Sie hinterlässt nur ein paar blaue Abdrücke, das streiche ich dann wieder."

Niko Kappel bei der EM 2018 in Berlin.
Niko Kappel bei der EM 2018 in Berlin.  © Jens Büttner/ZB/dpa

Update, 24. März, 9.30 Uhr: Fußball-Vereine fürchten finanzielle Schäden

Die Fußballverbände in Baden-Württemberg rechnen angesichts der Corona-Krise mit einem hohen finanziellen Schaden.

"Der Schaden hängt natürlich sehr davon ab, wie lange die Zwangspause dauert. Bis zum Ende der Saison gehen wir, einschließlich der Sportschule, von über 1 Millionen Euro Schaden aus", teilte der Badische Fußballverband (bfv) in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Auch der Württembergische (wfv) sowie der Südbadische Fußballverband (SBFV) rechnen mit Einbußen, konnten aber noch keine Höhe nennen. Alles dazu lest Ihr HIER.

Update, 24. März, 8 Uhr: KSC-Keeper trainieren daheim

Um sich während der Bundesliga-Spielpause fit zu halten, trainieren die KSC-Torhüter Benjamin Uphoff und Marius Gersbeck nun in den eigenen vier Wänden. Warum sie nicht mit mit einem schnellen Ende der Spielpause rechnen, lest Ihr HIER.

Update, 24. März, 7 Uhr: Soforthilfen für Unternehmen

Selbstständige und kleine Unternehmen in Baden-Württemberg sollen noch in dieser Woche finanzielle Hilfe in der Coronavirus-Krise bekommen.

In einer Sondersitzung hatte die grün-schwarze Landesregierung bereits am Sonntag grünes Licht für das "Soforthilfe Corona"-Programm gegeben - Details dazu will sie nun am Dienstag (12 Uhr) nach der regulären Sitzung des Kabinetts bekanntgeben. Am Mittwoch soll das Programm starten.

Sogenannte Solo-Selbstständige und Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten sollen einmalig bis zu 9000 Euro erhalten können, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Für Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten gibt es maximal 15.000 Euro, Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten sollen bis zu 30.000 Euro bekommen können.

Das Geld soll den Betroffenen helfen, ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern und Liquiditätsengpässe zu kompensieren. 

"Es ist entscheidend, dass wir jetzt schnell Soforthilfen umsetzen, um uns erfolgreich einer drohenden Insolvenzwelle entgegenzustemmen", sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).

Die ganze Geschichte lest Ihr HIER.

Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).
Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 24. März, 6.10 Uhr: Acht Flüchtlinge positiv getestet

In Baden-Württemberg sind acht Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Im Ankunftszentrum Heidelberg seien es - Stand Montag - sieben und in Sigmaringen ein Fall, teilte das Innenministerium mit. Es seien aktuell keine Infektionen beim Personal bekannt.

Alle positiv getesteten Personen und ihre Familienmitglieder seien in Quarantäne gekommen und Kontaktpersonen getrennt untergebracht worden. Alles dazu findet Ihr HIER.

Update, 23. März, 20.56 Uhr: Stadt Stuttgart bündelt Hilfsprojekte während Corona-Krise

Die Stadt Stuttgart teilte am Montagabend mit, dass die vielen Hilfsangebote, die die Bürgerinnen und Bürger während der Corona-Krise, eine professionelle Infrastruktur bekommen sollen. Bis zum kommenden Freitag soll die Plattform "Corona: Engagiert in Stuttgart" im Netz entstehen. 

Dort werden die Hilfsangebote und grundlegende Informationen vermittelt, sowie Empfehlungen für ein freiwilliges Engagement bereitgestellt, wie zum Beispiel zum Gesundheitsschutz und zu allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen.

Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in der Corona-Krise für andere, beispielsweise bei Einkaufsbesorgungen.
Viele Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in der Corona-Krise für andere, beispielsweise bei Einkaufsbesorgungen.  © Oliver Berg/dpa

Update, 23. März, 19.47 Uhr: 5.333 Infizierte und 31 Todesfälle in Baden-Württemberg

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium teilte mit, dass gegenüber dem Vortag 1033 weitere Covid-19-Fälle registriert worden sind. Darüber hinaus starben vier Menschen an den Folgen des Coronavirus.

Alle Infos dazu gibt es >>> hier.

Update, 23. März, 19.14 Uhr: SWR setzt Talkshow "Nachtcafé" aus

Der Südwestrundfunk (SWR) setzt wegen der Corona-Krise die Aufzeichnung der Talkshow "Nachtcafé" vorläufig aus. Auch wenn das "Nachtcafé" für viele Zuschauer ein wichtiger Begleiter sei, gehe die Gesundheit der Mitarbeiter und Gäste vor, wird Clemens Bratzler, SWR Programmdirektor Information, in einer Mitteilung vom Montag zitiert. 

Die Redaktion arbeite mit Hochdruck an einem Alternativkonzept, das die Produktion der Sendung auch in Corona-Zeiten ermöglichen soll. Auf dem Sendeplatz im SWR Fernsehen laufen ab Freitagabend (22 Uhr) vorerst Wiederholungen. 

Update, 23. März, 17.40 Uhr: Gesundheitsminister Manne Lucha muss in Quarantäne

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (58, Grüne) hat sich in häusliche Quarantäne begeben, da eine Person in seinem persönlichem Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Alle Info dazu gibt es >>> hier.

Update, 23. März, 16.59 Uhr: Polizeigewerkschaft kritisiert Mangel an Infektionsschutz für Beamte

Die Corona-Pandemie stellt die Polizeibeamten im Land aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft vor unzumutbare Herausforderungen. Die Schutzausrüstung sei völlig unzureichend, kritisierte Landeschef Ralf Kusterer am Montag. 

"Kollegen sind bei Kontrollen immer nah am Menschen", sagte Kusterer. "Man kann nicht zwei Meter Abstand halten, wenn man einen Personalausweis kontrolliert." Die Kollegen seien für die Krise zu schlecht ausgerüstet, hätten vor allem zu wenig Atemschutzmasken. 

Kusterer wirft der Landesregierung Versäumnisse vor. Man habe zu Beginn der Krise in China nicht frühzeitig erkannt, dass man Schutzmasken, Handschuhe und Desinfektionsmittel für die Polizei beschaffen müsse.

Update, 23. März, 16.26 Uhr: Weiter kein Mannschaftstraining beim VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart setzt wegen der Coronavirus-Pandemie weiter mit dem Mannschaftstraining aus. Aktuell kann kein Zeitpunkt für eine Rückkehr auf den Trainingsplatz genannt werden, wie ein Sprecher des Fußball-Zweitligisten am Montag auf Nachfrage mitteilte: "Wir befinden uns weiter im Austausch mit den Behörden." 

In Baden-Württemberg ist derzeit der Betrieb aller Sportanlagen bis zum 15. Juni behördlich verboten. Die Profis der Schwaben trainieren seit einer Woche individuell zuhause.

Das Mannschaftstraining beim VfB Stuttgart fällt weiterhin wegen der Corona-Krise aus.
Das Mannschaftstraining beim VfB Stuttgart fällt weiterhin wegen der Corona-Krise aus.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 23. März, 16.02 Uhr: TeamViewer geht nur von kurzzeitigem Boom aus

Die auf Software für Fernwartung und Homeoffice spezialisierte Firma Teamviewer rechnet aktuell nur mit einem kurzfristigen Schub für ihr Geschäft durch die Corona-Krise. 

Im laufenden ersten Quartal dürften die sogenannten Billings - in Rechnung gestellte Einnahmen - im Jahresvergleich zwar um mindestens 60 Prozent steigen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Montag in Göppingen mit. Doch dazu hieß es auch: "Aus heutiger Sicht geht Teamviewer von einer vorübergehenden Entwicklung aus."

Die Prognose für das laufende Jahr ließ Teamviewer daher vorerst unverändert. Zudem sei das Geschäftsumfeld insgesamt unsicher, und die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise seien noch nicht einzuschätzen, hieß es. Die Ergebnisse des ersten Quartals will Teamviewer am 12. Mai veröffentlichen.

Update, 23. März, 15.31 Uhr: Rund 2000 Coronavirus-Proben aus Ravensburger Labor doch verwertbar

Laut dem MVZ Labor Ravensburg sind rund 2000 Coronavirus-Proben - anders als am Sonntag vom Gesundheitsministerium Baden-Württemberg mitgeteilt - doch verwertbar und können im Labor analysiert werden.

"Alle bei uns eingelieferten Proben werden wir schnellstmöglich untersuchen", teilte das Labor am Montag mit. Es stünden noch Proben von vergangenem Montag und Dienstag aus, die von Corona-Entnahmestellen oder ambulanten Einrichtungen eingesendet wurden.

Alle Infos dazu gibt es >>> hier.

Update, 23. März, 15.01 Uhr: Regierung will im Kampf gegen das Coronavirus jetzt erstmal abwarten

Die Landesregierung will die Wirkung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus abwarten und zunächst keine weiteren Schritte unternehmen. 

Man habe die kommenden Tage erstmal nicht vor, weitere Maßnahmen zu beschließen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen. Man habe nun ein Paket geschnürt, dass sehr weitgehend sei mit Blick auf das Ziel, soziale Kontakte zu minimieren und die Infektionsrate zu verlangsamen.

 Nun müsse man die nächsten zehn bis zwölf Tage schauen, wie sich die Zahl der Infektionen entwickle. Die Maßnahmen würden vorerst für 14 Tage gelten. Bis dahin müsste das weitere Vorgehen zwischen Bund und Ländern abgestimmt werden.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 23. März, 14.29 Uhr: Trauungen nur noch ohne Gäste

Wegen des Coronavirus sind Trauungen vor Stuttgarter Standesämtern nur noch ohne Gäste möglich, teilt die Stadt mit. Da die Bundesregierung am vergangenen Sonntag beschlossen hat, das Ansammlungen von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit verboten sind, führen die Standesämter in Stuttgart Trauungen nur mit dem Paar durch. 

Update, 23. März, 14.10 Uhr: Autozulieferer ElringKlinger drosselt Produktion

Als Folge der Produktionsstopps bei vielen Autobauern fährt nun auch der Zulieferer ElringKlinger einen Großteil seiner Produktion herunter. Betroffen seien vor allem die Standorte in Europa und Nordamerika, aber auch die Werke in Indien und Brasilien, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Produktion werde entweder eingeschränkt oder vorübergehend ganz unterbrochen, hieß es. In Deutschland treffe man Vorbereitungen zur Einführung von Kurzarbeit. In China dagegen sei die Produktion wieder angelaufen, auch in anderen Regionen wie etwa Südafrika werde weiter gearbeitet.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und weil Lieferketten nicht mehr richtig funktionieren, hatten die großen Autohersteller in der vergangenen Woche vorübergehende Produktionsstopps angekündigt. Diverse Zulieferer, unter anderem auch Bosch, zogen nach.

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen das Herunterfahren der Produktion haben werde, sei noch nicht verlässlich zu ermitteln, teilte ElringKlinger mit. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben an 45 Standorten weltweit zusammen mehr als 10.000 Menschen.

Die Produktion werde heruntergefahren. 
Die Produktion werde heruntergefahren.  © Tom Weller/dpa

Update, 23. März, 14.04 Uhr: Boris Palmer bietet Sprechstunde

Angesichts des grassierenden Coronavirus bot Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (47, Grüne) bereits am vergangenen Donnerstag auf Facebook eine Sprechstunde an. Nun ist es wieder so weit. Am heutigen Montagnachmittag (16 Uhr) steht der Grünen-Politiker wieder für Fragen zur Verfügung. 

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Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer. 
Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer.  © Carsten Koall/dpa

Update, 23. März, 14 Uhr: KSC-Spieler Ben-Hatira: Spieler werden auf Gehalt verzichten

Der ehemalige Bundesliga-Fußballer Änis Ben-Hatira rechnet wegen der Corona-Krise fest mit einem Verzicht der meisten Profis auf Teile ihres Gehalts. "Ich gehe stark davon aus, dass 90 Prozent der Spieler mitziehen werden", sagte der Offensivspieler des Karlsruher SC am Montag im Interview von transfermarkt.de. "Auch wenn es mit Sicherheit Spieler geben wird, die darauf nicht verzichten wollen, kann ich mir schwer vorstellen, dass ein Verein mitteilt, dass seine Mannschaft nicht auch auf Teile des Gehalts verzichten will. Das würde mich wundern."

Der KSC hatte als erster Fußball-Zweitligist mitgeteilt, dass seine Spieler im Zuge der Coronavirus-Krise im März, April und Mai auf Teile ihres Gehalts verzichten. Ob Ben-Hatira angesichts seines Ende Juni auslaufenden Vertrags überhaupt nochmal für den KSC spielen wird, weiß er nicht. "Es ist alles ein wenig unkontrollierbar. Aber ich gehe davon aus, dass die Saison noch zu Ende gespielt wird - auch aufgrund der finanziellen Thematik, die viele Vereine betrifft", sagte der 31-Jährige.

Update, 23. März, 13.23 Uhr: BASF liefert Hand-Desinfektionsmittel an Kliniken

In der Coronavirus-Krise hat der BASF-Konzern erste Kliniken mit Hand-Desinfektionsmittel beliefert. Es handele sich dabei um Krankenhäuser in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen, teilte ein Konzernsprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Ludwigshafen mit.

Für die Herstellung erhielt der Konzern eine Ausnahmeregelung. (Symbolbild)
Für die Herstellung erhielt der Konzern eine Ausnahmeregelung. (Symbolbild)  © Jonas Güttler/dpa

Update, 23. März, 12.51 Uhr: Land stundet Miete bei finanziellen Problemen

Das Land Baden-Württemberg wird Mieten und Pachten zinslos stunden, wenn Unternehmen durch die Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten. „Für viele zählt jetzt jeder Euro, mit dem sie zahlungsfähig bleiben können. Wir helfen, wo wir können“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann. 

Zu den Pächtern des Landes zählen beispielsweise Gastronomen in staatlichen Schlössern, Einzelhandel in staatlichen Immobilien oder Pächter von landwirtschaftlichen Flächen. 

Die Stundungsmöglichkeit können auch private Mieter in Landesgebäuden, die beispielsweise von Kurzarbeit betroffen sind, nutzen. 

Update, 23. März, 12.19 Uhr: Lernmanagementsystem Moodle müsste laufen

Das Kultusministerium teilt mit, dass die Zugänge für die Lernplattform Moodle inzwischen laufen sollten. Am vergangenen Wochenende haben IT-Fachleute die letzten Justierungen vorgenommen. Darüber hinaus hat das Land zusätzliche Serverkapazitäten gekauft. 

Update, 23. März, 11.11 Uhr: Volkshochschulen fordern finanzielle Hilfe vom Land

Die Volkshochschulen im Land klagen wegen der Corona-Krise über immense Einnahmeverluste und fordern finanzielle Hilfen vom Land. Wegen der verordneten Schließung verbuchten die 168 Volkshochschulen in Baden-Württemberg wöchentlich abhängig von ihrer Größe Einnahmeverluste zwischen 10.000 und mehr als 200.000 Euro, teilte der Volkshochschulverband am Montag mit. Trotz dieser Verluste müsse der Betrieb aufrechterhalten werden, um der Bevölkerung nach der Corona-Krise rasch wieder Angebote machen zu können.

Schon die Schließung bis zum 19. April stelle die Volkshochschulen vor sehr ernste finanzielle Probleme, teilte der Verband mit. Müssten sie noch länger geschlossen bleiben, gerieten die Schulen in existenzbedrohende Gefahr. Die Volkshochschulen und ihre Kursleitenden müssten unter den Rettungsschirm des Landes. "Dabei brauchen sie vor allem direkte Zuschüsse, weil ihre Kosten ja weiter anfallen", forderte der Direktor des Verbandes, Hermann Huba. Die Volkshochschulen bauten derzeit ihr digitales Angebot rasch aus, auch wenn das die entgangenen Einnahmen bei weitem nicht ersetzen könne.

Update, 23. März, 11 Uhr: VfB-Profis sollen auf Gehalt verzichten

Ex-Nationalspieler Hansi Müller erwartet angesichts der Corona-Krise von den Fußball-Profis des VfB Stuttgart einen Verzicht auf Teile ihres Gehalts.

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Hansi Müller forderte den Verzicht auf Teile des Gehalts. 
Hansi Müller forderte den Verzicht auf Teile des Gehalts.  © Patrick Seeger/dpa

Update, 23. März, 05.53 Uhr: Hugo Boss in der Virus-Krise

Der Modehändler Hugo Boss muss sich einen neuen Chef suchen. Der Vorstandsvorsitzende Mark Langer werde zum 30. September dieses Jahres aus dem Gremium ausscheiden, teilte das MDax-Unternehmen am Montag in Metzingen mit. 

Die Entscheidung sei in gegenseitigem Einvernehmen getroffen worden. Allerdings werde Langer aufgrund der Schwierigkeiten infolge der Coronavirus-Pandemie Hugo Boss auch nach seinem Ausscheiden bis zum Jahresende beratend zur Verfügung stehen. 

Mehr Infos dazu findet Ihr hier. 

Update, 23. März, 8.50 Uhr: Hoffenheims Kapitän Hübner: "Müssen die Saison beenden"

Kapitän Benjamin Hübner von der TSG 1899 Hoffenheim hat "wirklich" die Hoffnung, dass die Bundesliga-Saison zu Ende gespielt wird. "Wir müssen diese Saison beenden, wenn es irgendwie geht", sagte der 30-Jährige in einem "Kicker"-Interview (Montag). "Natürlich spielen wir alle am liebsten in vollen Stadien, aber es geht dann nicht um uns Spieler." In erster Linie gehe es aber um die Gesundheit aller, das habe oberste Priorität.

"Unter einem Abbruch würden sehr viele Vereine und Menschen enorm leiden. Das sollte wirklich das letzte Mittel sein", sagte Hübner weiter. Sein Bruder Florian spielt bei Union Berlin, sein Vater Bruno ist Sportdirektor bei Eintracht Frankfurt.

Offiziell ausgesetzt ist der Spielbetrieb in der Bundesliga bis zum 2. April. Höchstwahrscheinlich wird es aber wohl für einen längeren Zeitraum keine Spiele geben. Einige Virologen rechnen sogar damit, dass es bis zum Jahresende keinen regulären Sportbetrieb mit Zuschauern gibt. Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga will an diesem Dienstag beraten.

Update, 23. März, 06.31 Uhr: Medien arbeiten auch bei Ausgangssperre

Eine bundesweite Ausgangssperre würde nach Ansicht des SWR-Intendanten Kai Gniffke die Arbeit der Medien erschweren. "Ich rechne aber damit, dass wir auch dann weiterhin journalistisch arbeiten könnten", sagte Gniffke in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. 

"Sicher kann man unsere Arbeit nicht mit denen vergleichen, die gerade Leben retten und die Versorgung sicherstellen." Aber auch die Medien seien wichtig für die tägliche Daseinsvorsorge, betonte der Chef der zweitgrößten ARD-Anstalt. "Nach meinem Eindruck gibt es dafür in Politik und Gesellschaft durchaus ein Bewusstsein." Die Aufgabe der Medien sei bei einer Ausgangssperre eher noch wichtiger, um Menschen zu Hause zu informieren, zu beraten und zu unterhalten.

Update, 23. März, 06.28 Uhr: Krankenkassenchef schließt Beitragserhöhungen aus

Mehrkosten für das Gesundheitssystem durch die Corona-Pandemie werden aus Sicht der AOK Baden-Württemberg nicht zu Beitragserhöhungen oder Zuzahlungen von Patienten führen. "In der jetzigen Situation zahlt sich aus, dass die gesetzlichen Krankenkassen während der jüngsten wirtschaftlich guten Jahre starke Finanzreserven gebildet haben", sagte der neue AOK-Chef Johannes Bauernfeind der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. 

Diese Rücklagen - knapp 20 Milliarden Euro Ende 2019 - gäben dem Gesundheitssystem den notwendigen Spielraum, Ärzte und Krankenhäuser kurzfristig finanziell zu unterstützen. Wenn diese Mittel nicht reichen sollten, könnten Bundeszuschüsse an den Gesundheitsfonds die Finanzsituation der Krankenkassen stabilisieren.

Höhere Beiträge seien derzeit bei der mit 4,5 Millionen Versicherten größten gesetzlichen Kasse im Südwesten kein Thema. Auch höhere Zuzahlungen von Patienten schloss er aus: "Dass das finanzielle Risiko einer notwendigen und qualitativ hochwertigen gesundheitlichen Versorgung auf den Einzelnen abgewälzt wird, ist für mich unvorstellbar." Dafür gebe es keine Anzeichen.

Update, 23. März, 06.23 Uhr: Ehrenamtliche arbeiten als Einkaufshelfer

Hilfsorganisationen in Deutschland erweitern ihre Unterstützung für Menschen, die wegen des Coronavirus daheim bleiben müssen. Landes- und bundesweit werden entsprechende Angebote derzeit ausgebaut, teilte der Malteser Hilfsdienst in Freiburg mit. Organisiert werden kostenlose Einkaufshilfen und Lieferdienste. 

Nutzen können sie Menschen, die einer der Risikogruppen angehören, in Quarantäne oder häuslicher Isolation sind. Für sie werde eingekauft, die Waren werden dann nach Hause geliefert. Im Einsatz seien hierfür örtliche, ehrenamtliche Helfer. Solche Angebote gibt es den Angaben zufolge vielerorts von Maltesern und anderen Hilfsorganisationen.

Der Aufruf zur Hilfe und Unterstützung stoße in der Corona-Krise auf ein großes Echo, sagte eine Malteser-Sprecherin in Freiburg. Die Organisation werde derzeit von vielen Menschen kontaktiert, die ehrenamtlich ihr Engagement anbieten. Darunter seien viele, die sonst nicht sozial tätig seien. Diese Solidarität mit Menschen, die Hilfe benötigten, sei in der Krise ein starkes Signal für mehr Gemeinsinn.

Mehr Infos dazu erfahrt Ihr hier. 

Update, 23. März, 6.13 Uhr: Kleinfirmen sollen bis zu 30.000 Euro Hilfe bekommen

Das Land greift Kleinunternehmen und sogenannten Solo-Selbstständigen, die von der Coronavirus-Krise betroffen sind, mit bis zu 30.000 Euro unter die Arme. Nach dpa-Informationen gab das Kabinett in einer Sondersitzung am Sonntagabend grünes Licht für eine entsprechende Vorlage aus dem Wirtschaftsministerium, in der die genauen Konditionen für das Soforthilfeprogramm geregelt sind.

Demnach sollen Solo-Selbstständige und Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten einmalig bis zu 9000 Euro erhalten können, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Für Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten gibt es maximal 15.000 Euro, Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten sollen bis zu 30.000 Euro bekommen können.

Mehr Infos dazu erfahrt Ihr hier

Ein Restaurant ohne Gäste. (Symbolbild)
Ein Restaurant ohne Gäste. (Symbolbild)  © 123RF/Edvard Nalbantjan

Update, 22. März, 22.07 Uhr: 2000 Corona-Tests für die Katz?

Das Gesundheitsministerium teilte am Sonntagabend mit, dass ein Labor rund 2000 abgegebene Corona-Proben testen sollte. Doch dem Unternehmen fehlen dafür nötige Chemikalien. Nun war vielleicht alles für die Katz.

Die ganze Geschichte lest Ihr HIER.

Update, 22. März, 20.40 Uhr: Jetzt 27 Tote, 4300 Erkrankte

Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus ist in Baden-Württemberg inzwischen auf 27 angestiegen. 

Laut Gesundheitsministerium hat sich auch die Zahl der Infektionsfälle erhöht. Mittlerweile haben sich 4300 Menschen mit dem Virus angesteckt.

Update, 22. März, 19.40 Uhr: Verdi fordert Aufstockung des Kurzarbeitergeldes

Verdi fordert mehr Kurzarbeitergeld. (Symbolbild)
Verdi fordert mehr Kurzarbeitergeld. (Symbolbild)  © Ronny Hartmann/dpa

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes angesichts der Coronavirus-Krise. 

Landesbezirksleiter Martin Gross sagte laut einer Mitteilung vom Samstag an die Adresse der baden-württembergischen Landesregierung: "Noch gibt es eine Chance für eine bundesweite Regelung. Wir fordern Thomas Strobl und Nicole Hoffmeister-Kraut eindringlich auf, sich in der Union für eine verpflichtende Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für alle Beschäftigten einzusetzen." 

Sollte sich die Bundesregierung bis Montag nicht auf diese Maßnahme einigen können, sieht Verdi das Land in der Pflicht. Vielen Menschen drohe sonst ein Abrutschen in die Grundsicherung.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) stärkte den Gewerkschaften den Rücken. In einem der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" vorliegenden Brief an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bietet sie auch diesem ihre Hilfe an. 

"Ich will ausdrücklich festhalten, dass Sie mit meiner Unterstützung rechnen dürfen", schreibt die Ministerin. Beschäftigte in Niedriglohnbranchen würden bei Kurzarbeit oft auf ergänzende Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II angewiesen sein – ähnlich wie Solo-Selbstständige und Kunstschaffende, schreibt Hoffmeister-Kraut. In der aktuellen Lage müsse man sich von grundsätzlichen Überzeugungen frei machen, so die Ministerin.

Hoffmeister-Kraut regt auch an, bei Kurzarbeitern die Anrechnung von Einkünften aus einer Nebentätigkeit auszusetzen. In Baden-Württemberg werde darüber diskutiert, wie Mitarbeiter von Hotellerie- und Gastronomiebetrieben während der Kurzarbeit für den Einsatz etwa in der Landwirtschaft gewonnen werden können, wo wegen der Grenzschließungen die Saisonarbeitskräfte vermisst werden. 

"Um dies zu ermöglichen, könnte die Einkommensanrechnung von neu begonnenen Nebentätigkeiten während des Bezugs von Kurzarbeitergeld temporär ausgesetzt werden", schlug die CDU-Ministerin vor.

In Baden-Württemberg haben mehr als 11.000 Firmen in den vergangenen Tagen wegen der Coronavirus-Krise Kurzarbeit angemeldet. Auch bundesweit hatte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag von einem starken Anstieg der Zahlen berichtet. Der Südwesten gehöre aber zu den Regionen mit der stärksten Nachfrage.

Update, 22. März, 19 Uhr: Gastwirt war Corona-Verordnung egal

Zwischen 15 und 20 Gaststättenbesucher haben in St. Georgen (Schwarzwald-Baar-Kreis) fluchtartig eine Pizzeria verlassen, als die Polizei eintraf. Die Polizei war nach Auskunft vom Sonntag in der Nacht auf den Betrieb aufmerksam geworden. 

Die Beamten klopften an die verschlossene Eingangstür und betraten dann die Gaststätte. Der 34 Jahre alte Gastwirt wollte die Polizisten zunächst noch am Betreten hindern. Er gab an, er habe nur Besuch wegen eines Todesfalles in der Familie. Doch es half nichts. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Vergehens gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

Da auch die Zuverlässigkeit des Betriebsinhabers fraglich ist, wird die Polizei den Vorgang an die Gewerbebehörde und an die zuständige Gaststättenbehörde weiterleiten, wie ein Sprecher mitteilte.

Update, 22. März, 17.50 Uhr: KSC und Fans bieten Einkaufsservice an

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.
KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.  © Thomas Kienzle/dpa

Fans des Karlsruher SC beweisen gemeinsam mit dem badischen Fußball-Zweitligisten in Zeiten der Coronavirus-Krise soziales Engagement. 

Von diesem Montag an bieten KSC-Mitarbeiter und Helfer aus Fankreisen unter dem Projektnamen "KSC Nachbarschaftshilfe" einen Einkaufsservice an, um Risikogruppen mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. 

"Zur Zeit gilt es für alle, so solidarisch wie möglich zu sein, und dazu wollen wir als Verein im Namen aller unser Mitglieder unseren Teil beitragen", sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther in einer Mitteilung am Sonntag.

Update, 22. März, 17.02 Uhr: Erster Todesfall in Stuttgart

In Stuttgart gibt es nun den ersten bestätigten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Wie das Rathaus am Sonntagnachmittag mitteilt, handelt es sich bei der Toten um eine 79 Jahre alte Frau, "die in einem Krankenhaus im Großraum Stuttgart stationär behandelt worden war und an einer Vorerkrankung litt".

Laut Stadt ist die Zahl der Infektionen erneut gestiegen. So sind mittlerweile 430 Erkrankte gemeldet (Stand 16 Uhr). Am Freitag waren es noch 341 gemeldete Fälle. Alles dazu lest Ihr HIER.

Update, 22. März, 15.30 Uhr: Corona-Betrüger am Werk

Ein unbekannter Betrüger hat in Tuttlingen mit einem vorgetäuschten Corona-Test schnelles Geld machen wollen.

Nach Polizeiangaben hatte er sich telefonisch bei einem Mann gemeldet und als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgegeben. Alles dazu findet Ihr HIER.

Update, 22. März, 15.10 Uhr: Autofahrer durchbricht Grenzkontrolle

Wegen des Coronavirus wird derzeit die deutsch-französische Grenze kontrolliert. Am Samstagabend durchbrach ein Autofahrer (48) die Kontrollstelle in Iffezheim!

Die Polizei nahm die Verfolgung auf. Die ganze Story findet Ihr HIER.

Update, 22. März, 13.59 Uhr: Polizei löst Corona-Party auf

Die Freiburger Polizei war am Wochenende verstärkt unterwegs. Die Beamten stellten rund 50 Verstöße gegen die Corona-Ordnung fest. 

Die Polizei musste zehn Läden, die meisten davon waren Friseursalons, schließen. Darüber hinaus lösten sie Treffen kleinerer Personengruppen auf. 

In Rheinfelden meldeten Zeugen eine im Internet angekündigte Corona-Party. Die Beamten kontrollierten den Bereich verstärkt und konnten keine Party feststellen. Eine private Feier wurde hingegen im Landkreis Freiburg aufgelöst. 

Auch in Stockach (Nähe Konstanz) musste die Polizei zwei Friseurbetriebe schließen. 

Beamte sprechen Leute im Park an. 
Beamte sprechen Leute im Park an.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 22. März, 13 Uhr: Ministerpräsident Kretschmann verkündet Ergebnisse um 17 Uhr

Ministerpräsident Winfried Kretschmann will um 17 Uhr über die Ergebnisse der Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Pressestatement per Videostream informieren. 

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg. 
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 22. März, 12.53 Uhr: Feuerwehrleute mit Corona infiziert

In der Feuerwache fünf haben sich drei Feuerwehrleute mit dem Virus infiziert. Sie haben sich bei der Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst angesteckt, teilt die Stadt Stuttgart mit. 

Rettungsdienst und Feuerwache werden daher räumlich getrennt. Die Einsatzfähigkeit bleibt erhalten. 

Update, 22. März, 12.18 Uhr: Gottesdienste im Internet

Wegen der Corona-Krise sind Gottesdienste am Sonntag in Baden-Württemberg im Internet übertragen worden. So feierte der Freiburger Erzbischof Stephan Burger die Messe im Freiburger Münster vor leeren Bänken. Burger appellierte an die Solidarität und die gemeinsame Verantwortung aller Gläubigen.

Die aktuelle Krise sei mit ihren Einschränkungen für alle Menschen eine große Herausforderung, auch für die Kirchen und Gemeinden, sagte Burger laut Mitteilung. Es gehöre eigentlich zum Menschsein und zum christlichen Selbstverständnis dazu, insbesondere in schweren Situationen zusammenzurücken. Die staatlichen Forderungen nach sozialer Distanz seien damit für alle schwer erträglich.

Burger appellierte: "Wir alle können nun zeigen, dass wir zusammenhalten, dass wir füreinander da sind trotz gebotener Distanz." Man könne nun zeigen, dass es nicht allein die Gaststätten und die Feiern seien, die die Menschen miteinander verbänden, sondern dass es eine tiefere Solidarität gebe. So helfe man sich gegenseitig beim Einkaufen oder telefoniere wieder öfter miteinander.

Ein Gottesdienst in Winterbach wird auf YouTube gestreamt.
Ein Gottesdienst in Winterbach wird auf YouTube gestreamt.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 22. März, 11.26 Uhr: Programm für Wirtschaftshilfen soll zügig umgesetzt werden

Die Finanzhilfen für Unternehmen in der Corona-Krise sollen nach den Worten von CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart in Baden-Württemberg zügig fließen. Ziel sei es, dass das Programm des Landes an diesem Mittwoch stehe und die Hilfen beantragt werden könnten, sagte Reinhart am Sonntag in Stuttgart. Insgesamt stünden kurzfristig 12,7 Milliarden Euro bereit. 

Davon kämen 6,5 Milliarden vom Land und voraussichtlich 6,2 Milliarden vom Bund. Der baden-württembergische Landtag hatte am Donnerstag im Eilverfahren die Weichen für das Hilfsprogramm des Landes gestellt.

Zusätzlich zu dem baden-württembergischen Rettungsschirm, also den geplanten Direkthilfen für kleine und mittelgroße Unternehmen, kämen weitere Instrumente wie Bürgschaften und Liquiditätshilfe-Kredite, sagte Reinhart. "Wir müssen alle Kräfte mobilisieren, koste es, was wolle. Die Lage ist so ernst" sagte er. 

"Wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen die Betriebe jetzt unverzüglich und möglichst unbürokratisch mit barem Geld unterstützen können." Es sei geplant, dass Unternehmen ihre Anträge für Hilfen "in einem schlanken Verfahren" über die zuständigen Kammern stellen könnten. Operativ zuständig für die Abwicklung sei die landeseigene L-Bank.

Die Fußgängerzone ist nahezu menschenleer. 
Die Fußgängerzone ist nahezu menschenleer.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 22. März, 11.15 Uhr: Erntehelfer dringend gesucht

Der Einsatz von Erntehelfern ist laut Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) dringend notwendig, um die Versorgung der Menschen mit heimischen Lebensmitteln sicherzustellen. "Die aktuelle Krise darf nicht dazu führen, dass aufgrund zu großer Bürokratie die Landwirte auf der Strecke bleiben, weil Arbeitskräfte nicht einreisen können", sagte Hauk am Sonntag in Stuttgart.

Da die Arbeit auf den Feldern unmittelbar vor der Tür stehe, brauche es jetzt kein Zögern, sondern Entscheidungen. "Das heißt, dass es keine Denkverbote geben darf. So könnten auch anerkannte Asylbewerber, die derzeit aufgrund der Krise ihrer Arbeit nicht nachkommen können, ebenso wie Flüchtlinge oder auch Hartz-IV-Empfänger die Chance erhalten, den Landwirten und damit der Gesellschaft zu helfen."

Gleiches gelte für Empfänger von Kurzarbeitergeld. Dazu müsse Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) so schnell wie möglich Änderungen erlassen, die Zuverdienstmöglichkeiten erlaubten.

Update, 22. März, 10.10 Uhr: Wirtschaftsministerium fördert Forschung zu Coronavirus

Das Wirtschaftsministerium fördert mit 210.000 Euro die Forschung zum Corona-Virus am Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) in Reutlingen. 

„Wir müssen jetzt alles dafür tun, um schnellstmöglich einen geeigneten Impfstoff gegen das Corona-Virus zu finden. Unsere wirtschaftsnahe Forschung im Land kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Update, 22. März, 08.35 Uhr: Mäzen Hopp lobt Fußball-Bosse

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp hat die Spitze des deutschen Fußballs für ihren Umgang mit der Coronakrise gelobt. "Mit dem Wissen von heute bleibt festzustellen, dass DFL und DFB verantwortungsvoll handeln, weil sie das Mögliche versuchen, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, damit die Vereine zumindest die budgetierten Einnahmen aus dem TV-Geld erhalten", sagte der 79 Jahre alte Unternehmer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Der Milliardär, mit dessen Unterstützung die TSG Hoffenheim einst den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hatte, hat inzwischen auch seine Ablehnung von Geisterspielen aufgegeben. Ihm sei "die Abhängigkeit zwischen den absolvierten Spieltagen und der Auszahlung des Fernsehgeldes in dieser Form nicht bewusst" gewesen, sagte Hopp. Er verwies auf die hohe Verantwortung von Deutscher Fußball Liga und Deutschem Fußball-Bund für fast 60.000 Arbeitsplätze, die in Deutschland am Profifußball hängen.

Update, 22. März, 07.42 Uhr: Mehr Verbote, mehr Kontrollen: Strobl zufrieden

Auf den Samstag sollte es ankommen, hatte Ministerpräsident Kretschmann gewarnt. Eine Chance wollte er noch geben, damit sich auch die Uneinsichtigen an die Regeln halten im Kampf gegen das Coronavirus. Das Wetter dürfte die Entscheidung erleichtert haben.

Eine letzte Chance sollte der Samstag sein. Eine letzte Möglichkeit, um die scharfen Regeln in der Corona-Krise zu befolgen und die befürchteten Ausgangssperren zu verhindern. Mit Blick auf das Verhalten der Menschen nicht nur in Baden-Württemberg will die Politik in Bund und Ländern heute (Sonntag) über drastischere Maßnahmen zum Schutz gegen das Virus entscheiden. Zuletzt hatte die Landesregierung daher schärfere Regeln beschlossen, um die Unvernünftigen zur Raison zu bringen. Gruppenbildung ist nicht mehr erlaubt, damit das Ansteckungsrisiko reduziert wird.

Die Polizei war am Samstag mit verstärkten Kräften unterwegs, um zu kontrollieren. Dutzende Male mussten die Beamten eingreifen - aber Innenminister Thomas Strobl zeigte sich in einer ersten Bilanz zurückhaltend zufrieden. "Die strengen Maßnahmen machen nur Sinn, wenn sie auch befolgt werden", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Mein erster Eindruck ist: Das ist überwiegend der Fall."

Nach der neuen Regelung sind Menschenansammlungen von mehr als drei Personen auf öffentlichen Plätzen nicht mehr erlaubt. Ausnahmen gebe es für Familien. Gaststätten und Restaurants müssen von diesem Samstag an schließen. Essen zum Mitnehmen ist laut Kretschmann aber weiter erlaubt. Verstöße können nach Angaben Strobls mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro und auch mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden.

Ziel auch der jüngsten Verbote ist es, die Sorglosen zu überzeugen, die sich trotz des Ansteckungsrisikos und schon bestehender Verbote immer noch in größeren Gruppen treffen. Vor allem sollen die Infektionsketten durchbrochen und das Tempo der Ansteckungen gedrosselt werden. Die Ministerpräsidenten wollen sich am Sonntag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Frage einer Ausgehsperre abstimmen. "Der morgige Samstag wird dafür entscheidend sein", hatte Kretschmann in einer TV-Ansprache am Freitagabend betont.

Update, 22. März, 07.13 Uhr: Daimler-Betriebsratschef: Coronakrise nicht in zwei Wochen erledigt

Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Coronavirus-Probleme für die Autoindustrie. "Es soll jetzt niemand glauben, dass das in zwei Wochen erledigt ist", sagte Brecht der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Beschäftigten federn das vorerst mit Urlaub oder dem Abbau von Zeitkonten ab. Brecht geht aber davon aus, dass danach Kurzarbeit notwendig sein wird.

Mehr Infos findet Ihr hier

Die Produktion steht derzeit still. 
Die Produktion steht derzeit still.  © Uli Deck/dpa

Update, 21. März, 21.25 Uhr: Ankunft der ersten elsässischen Patienten

Nachdem sich Baden-Württemberg zur Aufnahme französischer Corona-Patienten bereit erklärt hat, sind die ersten Patienten aus dem Elsass mittlerweile in der Uni-Klinik Freiburg angekommen. Ein Video auf Twitter zeigt die Landung des Hubschraubers.

Update, 21. März, 20.50 Uhr: Bombenentschärfung inmitten der Corona-Krise

Während das öffentliche Leben in Stuttgart im Zuge der Corona-Krise mittlerweile weitgehend zum Erliegen gekommen ist, müssen am morgigen Sonntag rund 1000 Menschen evakuiert werden.

Grund dafür: ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in Stuttgart-Möhringen. Alles dazu findet Ihr HIER.

Update, 21. März, 19.30 Uhr: Sechs weitere Todesopfer, über 3800 Infizierte

In Baden-Württemberg sind sechs weitere Menschen am Coronavirus gestorben!

Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, erhöht sich damit die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 23. Derweil ist auch die Zahl der Infizierten gestiegen, auf nunmehr 3818.

Alles dazu findet Ihr HIER.

Update, 21. März, 18.48 Uhr: 116 Corona-Infizierte in Mannheim

In Mannheim ist die Zahl der Erkrankten erneut gestiegen.

Wie das Rathaus am Samstagabend meldet, sind bis 17.30 Uhr 14 weitere Corona-Fälle bekannt geworden. "Damit erhöht sich die Zahl der bestätigten Fälle in Mannheim auf 116", schreibt das Rathaus. 

Eine der infizierten Personen werde derzeit stationär im Krankenhaus behandelt. "Die anderen nachgewiesenen Infizierten zeigen nur milde Krankheitsanzeichen und können in häuslicher Quarantäne verbleiben."

Darüber hinaus befänden sich weitere Corona-Patienten aus den Mannheimer Umlandgemeinden in den Kliniken.

Das Gesundheitsamt ermittele nun die weiteren Kontaktpersonen aller nachgewiesen Infizierten, insbesondere im Bereich der sogenannten vulnerablen Gruppen, nehme Kontakt mit diesen auf und begleite diese während der häuslichen Quarantäne. 

Update, 21. März, 17.46 Uhr: Bodenseekreis richtet Notunterkunft ein

Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Bodenseekreis eine vorsorgliche Notunterkunft in der Messe Friedrichshafen eingerichtet. 

Sie solle als Reserve für mögliche Notfälle dienen, falls kurzfristig Menschen untergebracht werden müssten, beispielsweise gestrandete Reisende oder bei der Evakuierung eines Wohnhauses, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. Einen konkreten Bedarf gebe es aktuell nicht. Insgesamt stünden 100 Betten bereit. 

Die Messe Friedrichshafen stelle die nötige Infrastruktur für die Notunterkunft zur Verfügung. Auch das Corona-Testzentrum (CTZ) wird von der Gemeinde Oberteuringen in die Messe verlagert, wie der Sprecher weiter sagte. 

Es werde aber in einer anderen Halle untergebracht als die Notunterkunft.

Update, 21. März, 17.10 Uhr: Stuttgarter Innenstadt gespenstisch leer

An gewöhnlichen Samstagen tummeln sich auf Königstraße und Schloßplatz zahlreiche Menschen. Nicht so am heutigen Samstag. Grund dafür: das Coronavirus.

Alles dazu lest Ihr HIER.

Update, 21. März, 16.45 Uhr: Baden-Württemberg nimmt französische Patienten auf

Die Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Ulm wollen französische Coronavirus-Patienten aus dem benachbarten Elsass aufnehmen, die dringend auf Beatmung angewiesen sind. 

Darauf hätten sich die Häuser gemeinsam verständigt, teilte das baden-württembergische Wissenschaftsministerium am Samstag in Stuttgart mit. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) habe den grenznahen französischen Krankenhäusern, die im Kampf gegen Corona an der Grenze ihrer Kapazitäten angelangt seien, Hilfe zugesagt. 

Die vier Unikliniken hätten sich dazu bereiterklärt, schnell und unbürokratisch zu handeln und sofort neun Patienten aufzunehmen.

Die Freiburger Klinik hatte zuvor mitgeteilt, zwei französische Patienten aufnehmen zu wollen und Beatmungsplätze für sie bereitzustellen. Sie sollten im Lauf des Samstags nach Freiburg verlegt werden.

Update, 21. März, 16.25 Uhr: Bayern stürmen Ulmer Baumärkte

Eine Schlange am Samstag in Ulm.
Eine Schlange am Samstag in Ulm.  © Stefan Puchner/dpa

Corona-Krise skurril: Weil in Bayern die Baumärkte geschlossen wurden, haben Heimwerker aus dem Freistaat das benachbarte Baden-Württemberg gestürmt.

In Ulm bildeten sich am Samstag lange Schlangen vor den Baumärkten gebildet!

Die ganze Geschichte findet Ihr HIER.

Update, 21. März, 15.25 Uhr: SPD bietet Einkäufe für Ältere und Vorerkrankte an

Die SPD in Stuttgart-Degerloch will älteren Menschen während der Corona-Krise helfen.

In einer Mitteilung informierte sie am Samstagnachmittag darüber, dass Nachbarschaftshilfen, wie etwa Einkäufe für Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen anbiete. 

Wer selbst Hilfe benötigt oder jemanden kennt, der dies tut, kann sich per Mail (carstensinger@outlook.de) oder unter der Telefonnummer 0175/1207065 an die Degerlocher SPD wenden.

Update, 21. März, 14.48 Uhr: Ihr solltet Euch jetzt die App NINA holen

Die Warn-App NINA (Notfall-, Informations- und Nachrichten-App) solltet Ihr jetzt auf Euren Handys installieren. 

Dazu rät Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) in einem aktuellen Rundschreiben, das vom Innenministerium versandt wurde. Strobl bezeichnet das Warnsystem als "Sirene für die Hosentasche", die nun auch wichtige Infos zum Thema Coronavirus liefere. Alles dazu findet Ihr HIER.

Update, 21. März, 14.15 Uhr: Einige Verstöße gegen Verbote wegen des Coronavirus in Freiburg und Mannheim

Die Mannheimer Polizei war am Samstag vermehrt auf Streife. 
Die Mannheimer Polizei war am Samstag vermehrt auf Streife.  © pr-video/ Renè Priebe

Feiernde an Tankstellen oder am Auto, Bewirtung von Gästen: Die Polizei im Land hat in der Nacht auf Samstag mehrere Verstöße gegen die Verbote zur Eindämmung des Coronavirus festgestellt. Die Mannheimer Polizei berichtete von "kleineren und größeren Gruppen bis zu 15 Personen" an Tankstellen und Skaterparks, auf Parkplätzen und an Parks. Insgesamt ein Dutzend solcher Partys nach Mitternacht habe das Polizeipräsidium registriert. 

Die Ermittler leiteten Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ein. Die Freiburger Polizei zählte bis kurz nach Mitternacht etwa 50 Einsätze wegen möglicher Verstöße gegen die neue Rechtslage. Zumeist ging es um spielende oder feiernde Gruppen.

In einem Fall in Freiburg hätten sich gegen 1.30 Uhr fünf Männer an einem Auto zum Feiern getroffen, teilte die Polizei mit. Sie verhielten sich aggressiv, einer hustete eine Beamtin provokant an.

Gegen die Beteiligten werden Verfahren wegen Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. Der Fall sei aber eine absolute Ausnahme gewesen, hieß es von der Polizei.

In Konstanz mussten Beamte am Samstagmorgen die Inhaber einiger Geschäfte aufklären, dass sie nun schließen müssen. Ein Polizeisprecher führte dies auch auf die Unsicherheit vieler Menschen über die neue Rechtslage zurück. 

"Mittlerweile haben wir es im Griff", sagte er am Mittag. Größere Gruppen hätten die Beamten nicht registriert. Da spiele das schlechte Wetter wohl eine Rolle.

Update, 21. März, 13.57 Uhr: Handball-Nationalspieler Patrick Groetzki positiv auf Coronavirus getestet

Die Mannheimer Rhein-Neckar Löwen haben einen weiteren positiven Coronavirus-Fall zu verzeichnen. Auch Nationalspieler Patrick Groetzki wurde positiv getestet. Mehr dazu erfahrt Ihr hier

Update, 21. März, 13.37 Uhr: Verdi fordert Aufstockung des Kurzarbeitergeldes

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes angesichts der Coronavirus-Krise. Landesbezirksleiter Martin Gross sagte laut einer Mitteilung vom Samstag an die Adresse der baden-württembergischen Landesregierung: "Noch gibt es eine Chance für eine bundesweite Regelung. 

Wir fordern Thomas Strobl und Nicole Hoffmeister-Kraut eindringlich auf, sich in der Union für eine verpflichtende Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für alle Beschäftigten einzusetzen." Sollte sich die Bundesregierung bis Montag nicht auf diese Maßnahme einigen können, sieht Verdi das Land in der Pflicht. Vielen Menschen drohe sonst ein Abrutschen in die Grundsicherung.

Auch der DGB-Landesvorsitzende Martin Kunzmann betonte in einer Stellungnahme: "Es geht jetzt um die Existenzsicherung für Beschäftigte und Selbstständige. Die Politik muss schnell und umfassend unterstützen. Die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes ist dringend geboten". Er forderte gleichzeitig die Betriebe auf, zu ihren Mitarbeitern zu stehen.

In Baden-Württemberg haben mehr als 11.000 Firmen in den vergangenen Tagen wegen der Coronavirus-Krise Kurzarbeit angemeldet. Auch bundesweit hatte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag von einem starken Anstieg der Zahlen berichtet. Der Südwesten gehöre aber zu den Regionen mit der stärksten Nachfrage.

Update, 21. März, 12.55 Uhr: Menschen danken Klinikpersonal für ihren Einsatz

Am Stuttgarter Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus wurde ein Banner aufgehängt. Auf diesem wird dem Klinikpersonal gedankt: "Danke für Euren Einsatz steht". 

Am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus wurde dieses Banner aufgehängt. 
Am Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus wurde dieses Banner aufgehängt.  © Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

Update, 21. März, 11.57 Uhr: Getränkebranche warnt vor "Hamstern" von Leergut

Die Getränkebranche appelliert an ihre Kunden, Getränke trotz der Angst vor dem Coronavirus nicht massenweise in Kellern und Kammern zu lagern. Es müsse ausreichend Leergut in den Kreislauf des Mehrwegsystems zurückkommen, sagt Julian Schwarzat vom Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (GFGH). "Das Mehrwegsystem ist ein Kreislaufsystem. Es ist darauf angewiesen, dass Leergut wieder zurückgebracht wird."

Angespannt sei die Lage vor allem beim Mineralwasser, wenngleich das System nicht vor dem Kollaps stehe, wie Schwarzat betont. Es gebe keinen Grund, kistenweise Flaschen zu horten. Mehrere große Verbände hatten zuvor in einer gemeinsamen Erklärung dazu aufgefordert, leere Flaschen und Kästen zurückzubringen.

Update, 21. März, 10.58 Uhr: Neue Corona-Verbote in Kraft getreten

Nach Innenminister Strobl können Vergehen gegen Verbote wegen des Coronavirus bis zu 25.000 Euro Strafe kosten. 
Nach Innenminister Strobl können Vergehen gegen Verbote wegen des Coronavirus bis zu 25.000 Euro Strafe kosten.  © Bernd Weissbrod/dpa

Das Land hat das öffentliche Leben in Baden-Württemberg weiter eingeschränkt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. 

Seit 0 Uhr am Samstag gelten in Baden-Württemberg schärfere Verbote, um insbesondere die Sorglosen zur Vernunft zu bringen, die sich trotz des Ansteckungsrisikos immer noch in größeren Gruppen treffen.

Nach der neuen Regelung sind Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen nicht mehr erlaubt. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare. Gaststätten und Restaurants müssen von diesem Samstag an schließen, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag bekanntgegeben hatte. 

Essen zum Mitnehmen sei aber weiter erlaubt. Verstöße können nach Angaben von Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro und auch mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden.

Die Polizei will im Land verstärkt kontrollieren, ob sich die Menschen an die Regeln halten. Ein Sprecher der Freiburger Polizei etwa sagte am Samstagmorgen, die Bürger würden sehen, dass mehr Beamte unterwegs seien. In der Nacht sei die Polizei sehr oft unterwegs gewesen, um sich unter anderem Festivitäten näher anzuschauen. 

In dieser Woche hatte es mehrfach sogenannte Corona-Partys gegeben - Feiern von Gruppen trotz der Appelle des Landes, soziale Kontakte erheblich zu reduzieren.

Update, 21. März, 10.05 Uhr: S-Bahn-Verkehr in Stuttgart und Region stark eingeschränkt

Die S-Bahnen in Stuttgart und Region werden ab Dienstag (24. März) nur noch im Halbstundentakt fahren. Mehr dazu erfahrt Ihr hier

Update, 21. März, 8.18 Uhr: Kirche durch das Coronavirus eingeschränkt

Die Coronavirus-Pandemie hat nach Einschätzung des evangelischen Landesbischofs von Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, inzwischen massive Auswirkungen auf die Kirche. "Die Selbstverständlichkeit des Kontakts in den Gemeinden ist weg", sagte er der dpa. "Gerade mit den älteren Menschen, die sonst sonntags in den Gottesdienst kommen, müssen wir versuchen, jetzt gut in Kontakt zu kommen."Kirche funktioniere vor allem analog. Aber es sei unglaublich, wie viel Kreativität und Fantasie da sei. In vielen Gemeinden gebe es zum Beispiel Handy-Aufzeichnung von Gottesdiensten zu Hause bei den Pfarrern in den Kirchen, die dann über das Internet angesehen werden können.

Cornelius-Bundschuh mahnte auch dazu, Maß zu halten. Die Zugänge zu den Kirchen sollten nicht versperrt werden. Wenn einzelne Menschen in eine Kirche gehen, in der bereits einige wenige andere seien, die Abstand halten, bestehe wohl kein Risiko. "Es ist wichtig, einen Ort zu haben, an dem ich anders auf die Welt gucken kann als alleine zu Hause." Das gelte auch für Beerdigungen. "Es kann nicht sein, dass dort Menschen weggeschickt werden müssen."

Update, 21. März, 7 Uhr: Baden-Württemberg will Coronavirus-Patienten aus Frankreich aufnehmen

Ministerpräsident Kretschmann hat Frankreich die Unterstützung zugesichert. (Fotomontage)
Ministerpräsident Kretschmann hat Frankreich die Unterstützung zugesichert. (Fotomontage)  © Marijan Murat/DPA/CDC/Zuma Press/dpa/Fotomontage

Baden-Württemberg will nach Informationen der "Schwäbischen Zeitung" schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich in Kliniken aufnehmen. Dafür habe das Gesundheitsministerium die Krankenhäuser im Südwesten gebeten, freie Beatmungsbetten zu melden. "Herr Ministerpräsident Kretschmann hat die Unterstützung Baden-Württembergs zugesagt", heißt es demnach aus einem Schreiben an die Kliniken, dass der Zeitung vorliege. "Es geht um Menschen, die ohne Beatmung in den kommenden Tagen sterben", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Zeitung (Samstagausgabe).

Der Südwesten habe derzeit genügend freie Beatmungsplätze, nämlich rund 2300. Aktuell seien 80 Prozent davon belegt, allerdings mit weniger als 20 Corona-Patienten, berichtete die Zeitung. Das Coronavirus löst die Lungenkrankheit Covid-19 aus. Bei vielen Menschen verläuft die Krankheit zwar eher milde, bei schweren Verläufen müssen Patienten aber im Krankenhaus behandelt und dabei zum Teil auch beatmet werden.

Das südliche Elsass, das an Baden-Württemberg grenzt, ist von der Corona-Pandemie besonders schwer getroffen. Dort sind die Intensivstationen der Krankenhäuser nach Angaben der zuständigen Präfektur komplett belegt. Es fehle in den elsässischen Krankenhäusern an Betten mit Beatmungsgeräten, Material und Personal, hieß es bereits Mitte der vergangenen Woche. Und die Zahl der Menschen, die mit Sars-CoV-2 infiziert seien, steige weiter.

Update, 20. März, 21.08 Uhr: Kretschmann droht bei TV-Ansprache indirekt Ausgangssperren an

In einem eindringlichen TV-Appell hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne) die Menschen zu Zurückhaltung in der Corona-Krise aufgefordert und indirekt mit einer Ausgehsperre gedroht.

Es könne nicht sein, dass Ältere auf dem Wochenmarkt ohne Abstand ein Schwätzle hielten, Menschen in der Gartenwirtschaft oder im Restaurant eng zusammenhockten oder Jugendliche im Freien grillten. "Wenn Sie sich so verhalten, gefährden Sie sich und andere. Das ist nicht akzeptabel!", kritisierte Kretschmann.

Alle Infos dazu >>> hier.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne).  © Christian Charisius/dpa

Update, 20. März, 19.04 Uhr: Sechs neue Todesfälle, über 3600 Infizierte

Wie das Gesundheitsministerium am Freitagabend mitteilte, wurden dem Landesgesundheitsamt 917 neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Land deutlich auf 3.665 an.

Außerdem gibt es sechs weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus - damit starben bislang 17 Menschen in Baden-Württemberg an Covid-19.

Alle weiteren Infos dazu >>> hier.

Update, 20. März, 18.34 Uhr: Radreise-Anbieter meldet Insolvenz an

Der Radreisen-Spezialist Radissimo aus Karlsruhe hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen dürfte eines der ersten Opfer der Corona-Krise sein; wie Insolvenzanwalt Frank Bassermann am Freitag bestätigte, sind bei dem Unternehmen in den vergangenen zwei Wochen keine Buchungen eingegangen. 

Die Reisen seien wegen des Coronavirus bis April abgesagt, woraus Rückzahlungsansprüche der Kunden entstanden seien. "Entsprechend ist die Liquidität belastet", sagte der Anwalt der "Heilbronner Stimme".

Ob Radissimo fortgeführt werden könne, müsse geprüft werden und hänge von den weiteren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ab, hieß es weiter. Das Unternehmen bot seit 2004 nachhaltige Urlaube mit dem Fahrrad an.

Update, 20. März, 18.17 Uhr: Vorläufige Liste mit Geschäften, die offen bleiben oder schließen müssen

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat eine vorläufige Liste mit den Geschäften veröffentlicht, die aufgrund des Coronavirus schließen müssen oder ihren Betrieb aufrecht erhalten dürfen.

So bleiben beispielsweise neben Apotheken und Banken auch Friseursalons geöffnet, Eisdielen, Fahrradläden und viele mehr hingegen nicht.

Alle Infos dazu gibt es >>> hier.

Update, 20. März, 17.38 Uhr: Handball-Profis von Frisch Auf Göppingen verzichten auf Gehalt

In den Zeiten der Coronavirus-Krise helfen die Handballer des Bundesligisten Frisch Auf Göppingen ihrem Verein und verzichten auf Teile ihres Gehalts. "Völlig unkompliziert" hätten sich Spieler und Trainer dazu bereit erklärt, teilte Frisch Auf am Freitag mit. 

Die Bundesliga-Saison ist derzeit aufgrund der rasanten Ausweitung des Virus vorerst bis Ende April unterbrochen.

Update, 20. März, 16.46 Uhr: Erster Corona-Infizierter im Stuttgarter Landtag

Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, hat sich ein Abgeordneter der FDP-Fraktion mit dem Coronavirus infiziert. Er soll am 12. März das letzte Mal im Plenum anwesend gewesen sein und der letzte Kontakt im Landtag mehr als 48 Stunden vor dem Eintreten der Symptome zurückliegen, weshalb eine Ansteckung unwahrscheinlich sei.

Update, 20. März, 16.27 Uhr: Bosch fährt Produktion in Deutschland herunter

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch fährt seine Produktion in Deutschland wegen der Coronavirus-Krise weitgehend herunter. Betroffen seien rund 35 Standorte der Mobilitätssparte sowie diverse Zentralbereiche, teilte der Konzern am Freitag mit. Bosch reagiere damit auf die drastisch sinkende Fahrzeugnachfrage insbesondere in Europa und die damit verbundenen Produktionsstopps der Automobilhersteller.

Das Herunterfahren soll am Mittwoch kommender Woche beginnen, an einigen Standorten auch schon am Montag. Die betroffenen Mitarbeiter sollen zunächst ihre Zeitkonten abbauen oder Urlaub nehmen. Spätestens vom 5. April an will Bosch dann Kurzarbeit einführen.

Dringend notwendige Arbeiten sollen weiterlaufen, unter anderem, um den gerade wieder anlaufenden chinesischen Automarkt beliefern zu können oder die Versorgung mit Ersatzteilen für den Transportverkehr aufrechtzuerhalten. Man wolle außerdem für ein späteres Wiederanlaufen der Produktion gewappnet sein.

Zuvor hatten bereits die Zulieferer Continental und ZF angekündigt, die Arbeit an verschiedenen Standorten zum Teil oder auch ganz einzustellen. Auch sämtliche großen Autohersteller haben vorübergehende Produktionsstopps angekündigt oder schon eingeleitet. Bosch selbst hatte die Produktion an einigen Standorten im Ausland ebenfalls schon heruntergefahren.

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch fährt seine Produktion in Deutschland herunter.
Der weltgrößte Autozulieferer Bosch fährt seine Produktion in Deutschland herunter.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 20. März, 16.03 Uhr: Autozulieferer Boysen schließt Werke in Deutschland, Frankreich und Südafrika

Der Hersteller von Auto-Abgassystemen Boysen schließt seine Werke in Deutschland, Frankreich und Südafrika wegen der Coronavirus-Pandemie für drei Wochen. 

"Unsere erste Verpflichtung angesichts der rasanten Ausbreitung des Virus ist die Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie die Absicherung ihrer Einkommen, die auch bei Kurzarbeit gewährleistet ist", teilte Geschäftsführer Rolf Geisel am Freitag mit. "Zudem nutzen wir alle weiteren Möglichkeiten, die sich unter anderem mit flexiblen Arbeitszeitkonten und Homeoffice bieten."

Die Boysen Gruppe entwickelt und fertigt Abgassysteme für Autos und Lastwagen mit rund 4600 Mitarbeitern an 23 Standorten - darunter in Südafrika, Indien, China, Mexiko und den USA.

Update, 20. März, 15.36 Uhr: Stuttgarts Oberbürgermeister Kuhn begrüßt Verschärfungen des Landes

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (64, Grüne) hat die Verschärfungen der infektionsschützenden Maßnahmen durch die Landesregierung ausdrücklich begrüßt. 

"Das Verbot von Ansammlungen mit mehr als drei Personen auf öffentlichen Plätzen und Parks ist richtig. Ich appelliere eindringlich an alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter: Halten Sie sich an das Verbot und zwar ab sofort", wird Kuhn in einer Pressemitteilung der Stadt Stuttgart zitiert.

Update, 20. März, 14.34 Uhr: Kretschmann kündigt weitere einschneidende Maßnahmen an

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne) hat in einem Pressestatement zur Lage in Baden-Württemberg mitgeteilt, dass die Lage rund um die Coronakrise im Land "noch in einer starken Dynamik" sei. Deshalb müssten die Maßnahmen weiter verschärft werden, auch, weil es die Bevölkerung so wünsche. 

"Es kommt jetzt wirklich auf jeden Tag an", machte Kretschmann klar. Deshalb werden ab morgen alle Gaststätten und Restaurants in Baden-Württemberg geschlossen - Essen auf Bestellung und zum Mitnehmen werde es weiterhin geben. 

Außerdem sind alle Zusammenkünfte von Gruppen mit mehr als drei Menschen auf öffentlichen Plätzen nicht mehr erlaubt - ausgenommen davon sind Familien entsprechender Größe. Ebenfalls werden "die Durchreisen von Personen aus Corona-Risikogebieten" weiter eingedämmt, so der Ministerpräsident.

"Wir sind uns bewusst, dass wir damit noch tiefer in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger eingreifen, aber wir müssen es tun, um alle zu schützen. Auch die, die sich bislang nicht an unsere Vorgaben gehalten haben", fügte er hinzu.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne).
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne).  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 20. März, 14.25 Uhr: Trigema stellt wegen Corona-Pandemie Mundschutz-Masken her

Der schwäbische Bekleidungshersteller Trigema hat wegen der Corona-Pandemie seine Produktion auf Mund- und Nasenschutz-Masken teilweise umgestellt. Seit dem Vortag seien bereits die ersten 10.000 Masken hergestellt worden, sagte Unternehmenschef Wolfgang Grupp am Freitag. 

"In der nächsten Woche gehen wir auf bis zu 70.000 Stück hoch, und übernächste Woche können wir dann rund 100.000 Masken schaffen." Dem Unternehmen lägen momentan schon Aufträge für insgesamt mehr als 200.000 Stück von Kliniken, Pflegeheimen, Behörden und anderen vor. "Auch die Landesregierung hat mit uns gesprochen." Um die Anfrage bedienen zu können, werde auch samstags gearbeitet. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Trigema sei wegen der Corona-Krise rund 50 Prozent des Absatzes weggebrochen, da das Unternehmen seine Testgeschäfte schließen musste. "Da war ich nicht ganz undankbar, dass ich vorher großspurig gesagt habe: Ich kann das nähen", sagte Grupp. Der Preis liege bei einer Abnahme von 1000 Stück bei sechs Euro pro Maske. Da man sie waschen und kochen könne, seien sie jedoch wiederverwertbar und auf Dauer günstiger als Wegwerfmasken.

Sie bestehen nach Grupps Angaben aus jeweils 50 Prozent Baumwolle und Polyester. Allerdings sind die Masken nicht für intensivmedizinische Bereiche geeignet, da sie die Schutzklassen FFP2 oder FFP3 nicht erfüllten. "Sie sind beispielsweise für Pflegepersonal, Firmen, Behörden und so weiter gedacht", sagte Grupp.

Update, 20. März, 14.08 Uhr: Eisenmann fordert sofortige Ausgangssperren

CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann (CDU) fordert die sofortige Umsetzung von Ausgangssperren. "Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, halte ich umgehende Ausgangssperren für zwingend", sagte sie der "Heilbronner Stimme" und dem "Mannheimer Morgen" (Samstag). "Das Verhalten nicht weniger Menschen in den vergangenen Tagen hat gezeigt, dass dieser drastische Schritt jetzt notwendig ist." Aus ihrer Sicht wäre es sinnvoll, wenn sich die Kanzlerin darüber mit den Ministerpräsidenten früher als Sonntag abstimmten. Bislang soll die Beratung am Sonntag sein.

Nach Eisenmanns Ansicht soll die Wohnung nur noch aus wichtigen Gründen verlassen werden dürfen - etwa wenn man zur Arbeit, zum Arzt, zum Supermarkt oder zur Apotheke muss. Ausnahmen könnte es ihrer Ansicht nach auch geben für Menschen, die Nachbarn helfen, mit dem Hund raus müssen oder die Sport machen wollten - alleine oder mit den Menschen, mit denen man zusammenlebt.

Update, 20. März, 13.10 Uhr: Abschlussprüfungen verschoben

Die zentralen Abschlussprüfungen an Gymnasien, Realschulen, Werkrealschulen und Hauptschulen werden verschoben. Gleichermaßen werden auch die Termine für berufliche Schulen angepasst. 

Die Abiturprüfungen werden auf den Zeitraum vom 18. bis 29. Mai 2020 verschoben. 

Mehr Infos dazu findet Ihr hier

Update, 20. März, 12.51 Uhr: Autobauer spenden Atemschutzmasken

Autobauer spenden Atemschutzmasken. (Symbolbild)
Autobauer spenden Atemschutzmasken. (Symbolbild)  ©  dpa/Robert Michael

Autohersteller wollen in der Corona-Krise mehrere Hunderttausend Atemschutzmasken spenden. Die Masken aus eigenen Beständen, die teils in der ruhenden Produktion eingesetzt worden wären, sollen Kliniken, Arztpraxen, Gesundheitsämtern und städtischen Behörden zur Verfügung gestellt werden.

Volkswagen erklärte am Freitag, der öffentlichen Gesundheitsvorsorge "zeitnah fast 200.000 Atemschutzmasken der Kategorien FFP-2 und FFP-3" liefern zu wollen. Diese fallen in die beiden höheren Stufen, FFP-3 bietet professionellen Schutz vor Krankheitserregern oder schädlichen Stoffen in der Luft. Das Unternehmen habe die Spende mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) abgestimmt.

Medizinische Ausrüstung gehe zudem an die Stadt Wolfsburg, dem Volkswagen-Stammsitz. Personalvorstand Gunnar Kilian sagte: «Die Beschäftigten des öffentlichen Gesundheitswesens vollbringen derzeit herausragende Leistungen für die Gesellschaft. Wir sind überzeugt, dass die Schutzmasken bei ihnen aktuell am besten eingesetzt sind.»

Daimler will der baden-württembergischen Landesregierung etwa 110.000 Masken aus dem konzerninternen "Pandemiebestand" für Kliniken und Arztpraxen übergeben. "Wir möchten damit unseren Teil dazu beitragen, um das öffentliche Gesundheitswesen zu unterstützen", hieß es.

Der chinesische Großaktionär Geely - auch Eigentümer von Volvo - erklärte, «dringend benötigte medizinische Lieferungen» an betroffene Regionen in Europa und Asien zu spenden. Diese seien auch auf dem Weg nach Deutschland und Schweden, darunter Masken und Handschuhe.

Update, 20. März, 12.41 Uhr: So geht es den Kickern des SC Freiburg mit dem individuellen Training

Fußball: Bundesliga, SC Freiburg - 1. FC Union Berlin, 25. Spieltag im Schwarzwaldstadion. Manuel Gulde, Robin Koch, Nils Petersen, Lucas Höler und Philipp Lienhart (l-r) von Freiburg bejubeln das 3:1.
Fußball: Bundesliga, SC Freiburg - 1. FC Union Berlin, 25. Spieltag im Schwarzwaldstadion. Manuel Gulde, Robin Koch, Nils Petersen, Lucas Höler und Philipp Lienhart (l-r) von Freiburg bejubeln das 3:1.  © Patrick Seeger/dpa

Die Spieler des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg halten auch in Zeiten des des individuellen Trainings aufgrund der Coronavirus-Krise ihren Kontakt. 

"Wir nutzen eine Whatsapp-Gruppe, in der wir uns austauschen. Einige von uns stöhnen darüber, dass unser Fitnesspensum ganz schön anstrengend ist", sagte Mittelfeldspieler Nicolas Höfler (30) mit einem Schmunzeln der "Badischen Zeitung" (Freitag).

Zu den Trainingsplänen würden Läufe, Krafttraining, Verletzungsprävention und Stabilitätsübungen auf einer Matte gehören. Fitnesstrainer Daniel Wolf habe "Videos aufgezeichnet, in denen er alle Übungen demonstriert", sagte Höfler. "Auch ein Spinning-Rad hat uns der Verein nach Hause liefern lassen." Er gehe davon aus, dass "in den nächsten Tagen und Wochen" auch Übungen mit dem Ball ins Trainingsprogramm für Zuhause aufgenommen würden.

Die Bundesliga pausiert derzeit bis mindestens zum 2. April. Ob, und wenn ja, wann die Saison anschließend zu Ende gespielt werden kann, ist noch unklar. Durch die Spielpause müssen die Clubs zwangsläufig auf Einnahmen in Millionenhöhe verzichten.

Auch deswegen wäre Höfler zu Spielen ohne Zuschauer bereit. "Wenn wir es nicht schaffen, die Saison in irgendeiner Form zu Ende zu spielen, kann es sein, dass Vereine Bankrott anmelden müssen", sagte der 30-Jährige. 

"Natürlich bin ich kein Fan von Spielen ohne Zuschauern. Aber es geht jetzt um mehr als das Sportliche." Auf die Frage nach einem möglichen Gehaltsverzicht meinte er: "Man muss schauen, dass man gemeinsam Lösungen findet. Und da sind auch die Spieler gefragt, ihren Beitrag zu leisten."

Update, 20. März, 12.35 Uhr: Verband Bildung und Erziehung: Ausnahmesituation an Schulen könnte länger dauern

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) geht davon aus, dass die Ausnahmesituation an den Schulen wegen des Coronavirus noch länger anhalten wird. Man sei nicht sehr zuversichtlich, dass der normale Schulbetrieb nach den Osterferien wieder aufgenommen werden könne, sagte VBE-Landeschef Gerhard Brand am Freitag in Stuttgart. Seit dem Dienstag haben Schulen und Kitas in Baden-Württemberg geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Schüler haben Aufgaben mit nach Hause bekommen und sollen diese zum Teil mit Hilfe der Lernplattform Moodle bearbeiten.

Brand sagte, unterm Strich funktioniere das gut. Die Rückmeldungen von den Eltern seien positiv - es gäbe so gut wie keine Kritik an den Schulen. Der Schulbetrieb laufe quasi weiter - bis auf die Tatsache, dass sich die Schüler dabei nicht in den Schulen befänden. Er höre auch, dass die Kommunikation der Schulen mit dem Kultusministerium sehr gut und transparent laufe. "Wir haben die Lage aktuell im Griff." Deutlich werde jetzt aber, wie wichtig es sei, dass die Schulen Zugriff auf eine digitale Lernumgebung hätten.

Eltern mit Berufen in Schlüsselbereichen können ihre Kinder in eine Notfallbetreuung geben. Brand sagte, die Nachfrage nach solchen Angeboten an den Schulen liege bei unter einem Prozent. Die Eltern organisierten die Betreuung ihrer Kinder überwiegend selber.

Update, 20. März, 12.30 Uhr: Porsche rechnet mit deutlichen Verlusten in der Coronakrise

Stuttgart: Eine Mitarbeiterin der Porsche AG kontrolliert in der Produktion einen Porsche Taycan.
Stuttgart: Eine Mitarbeiterin der Porsche AG kontrolliert in der Produktion einen Porsche Taycan.  © DPA/ Marijan Murat

Der Sportwagenbauer Porsche rechnet wegen der Coronavirus-Krise vorerst mit einem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen. Man erwarte derzeit für das erste Quartal einen Absatzrückgang um etwa zehn Prozent, sagte Vorstandschef Oliver Blume am Freitag in Stuttgart.

An seinen Plänen und Erwartungen für das gesamte Jahr und an den Investitionen hält das Unternehmen aber vorerst fest. "Wir machen das auf Sicht", sagte Blume. Für eine Abschätzung aller Folgen der Krise sei es jetzt noch zu früh. Der größte Markt China erhole sich bereits wieder, in Europa und dem Rest der Welt werde die große Welle erst noch kommen, sagte Finanzchef Lutz Meschke. In China habe der Absatz im Februar um 75 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen.

Porsche setzt wegen der Coronavirus-Krise die Produktion für zunächst zwei Wochen aus und hat dafür bereits Kurzarbeit beantragt, wie Blume sagte. Es sei durchaus möglich, dass der Produktionsstopp auch länger als zwei Wochen dauern werde.

Der Sportwagenbauer hatte das vergangene Jahr dank starker Verkaufszahlen mit einem neuen Umsatzbestwert von 28,5 Milliarden Euro abgeschlossen. Beim Gewinn sorgte das 535-Millionen-Euro-Bußgeld in der Dieselaffäre hingegen für ein Ende des über Jahre gehaltenen Rekordkurses. 

Unter dem Strich blieben rund 2,8 Milliarden Euro - 317 Millionen Euro oder zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Rendite im operativen Geschäft lag - ohne Einfluss der Geldbuße - mit 15,4 Prozent knapp oberhalb der Zielmarke von 15 Prozent.

Update, 20. März, 10.22 Uhr: Schutzmaskenvorräte bald leer

Die Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund Baden-Württemberg zeigt sich angesichts zur Neige gehender Schutzausrüstung in den Kliniken im Südwesten alarmiert. Besonders Schutzmasken und Schutzbrillen würden immer knapper, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit. "In vielen Krankenhäusern ist absehbar, dass die Vorräte an Schutzmasken in den nächsten Tagen erschöpft sein werden." Das sei sowohl für die Mitarbeiter der Krankenhäuser wie auch für die Patienten ein nicht tragbarer Zustand. Wenn sich Helfer infizierten und den Virus weiterverbreiteten, dann schwäche das das Gesundheitssystem insgesamt.

Die Landesregierung müsse ihre Bemühungen intensivieren, um die Vorräte an Schutzausrüstung aufzustocken. Es müsse geklärt werden, ob und bis wann eine mögliche Eigenproduktion von Schutzausrüstung durch baden-württembergische Unternehmen möglich sei.

Update, 20. März, 10 Uhr: Strobl: Ausgangssperre könnte schnell gehen

Eine Ausgangssperre in Deutschland könnte nach Einschätzung von Innenminister Thomas Strobl (CDU) sehr zeitnah verhängt werden. "Es kommt entscheidend darauf an, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen", sagte er der Rhein-Neckar-Zeitung (Freitag). Dafür müssten sich alle Bürger an die drastischen Regeln und Vorgaben halten. "Wenn das auf diese Art nicht gelingt, wenn zu viele Menschen zu unvernünftig sind - dann steht eine Ausgangssperre als Möglichkeit im Raum. Und das wird sehr schnell gehen. Wegen wenigen Unvernünftigen müssen dann alle zu Hause bleiben."

Die Landesregierung bereitet indes ein Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen vor, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitagmorgen aus Regierungskreisen erfuhr. Das diene dazu, die tatsächlichen Sozialkontakte unterhalb einer Ausgangssperre so weit wie möglich und geboten zu verringern, hieß es aus den Kreisen. Zugleich aber lasse Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) Voraussetzungen und Regelung einer Ausgangssperre schon vorgreifend prüfen, damit diese schnellstmöglich umgesetzt werden könnte.

Update, 20. März, 9.10 Uhr: Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen

Baden-Württemberg bereitet wegen des Coronavirus ein Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen vor. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen.

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Polizisten sprechen im Park am Donnerstag einen Mann an. 
Polizisten sprechen im Park am Donnerstag einen Mann an.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 20. März, 7.27 Uhr: Psychotherapeuten fordern bessere Telefon-Therapie-Vergütung

Psychotherapeuten wollen ihre Patienten während der Corona-Krise auch telefonisch betreuen können. "Nicht für alle passt die Videobehandlung, manche wünschen sich telefonische Therapie", sagte Martin Klett, Vizepräsident der Landespsychotherapeutenkammer, der Deutschen Presse-Agentur in Freiburg. Gerade ältere Menschen bevorzugten die traditionelle Methode der Kommunikation, die aber nur mit niedrigerer Vergütung und in geringerem Umfang als die Videotherapie vorgesehen sei. Einschränkungen für die Videotherapie seien wegen der Epidemie aufgehoben worden.

Die Kammer fordere eine vorübergehende Gleichstellung der Telefon- mit der Videotherapie, betonte Klett. Insbesondere gefährdete ältere Leute kämen nicht mehr in die Praxen, um Ansteckung zu vermeiden. "Laufende Therapien dürfen während der Corona-Krise nicht ausgesetzt werden", appellierte Klett an die Krankenkassen. Momentan sei vor allem die Behandlung der zahlreichen Patienten mit Ängsten dringend geboten.

In der Kammer sind 6000 psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten organisiert.

Update, 20. März, 07.23 Uhr: Keine Verzögerungen für Baustelle Mannheim-Stuttgart

Trotz der Coronakrise erwartet die Bahn bislang keine Verzögerungen für die mehrmonatigen Bauarbeiten auf der Schnellbahntrasse zwischen Mannheim und Stuttgart. "Stand heute gibt es keine Pläne bei der Deutschen Bahn, die Baustelle zu verschieben", sagte eine Sprecherin des Konzerns auf Anfrage. Angaben zu möglichen Kostensteigerungen wegen der Corona-Pandemie oder einer verlängerten Bauzeit durch die derzeitigen Einschränkungen machte sie nicht.

Geplant ist weiterhin mit einem Baustart und der Sperrung am 10. April. Sechs Monate lang müssen die normalerweise täglich 66.000 Reisenden auf der Strecke 45 Minuten mehr einkalkulieren. Bis Ende Oktober wird die Schnellbahntrasse wegen einer Generalüberholung komplett gesperrt.

Umgeleitet wird über eine andere Trasse - von Stuttgart aus via Mühlacker, Bruchsal und Schwetzingen. Deshalb bremsen die Bauarbeiten auch den Nahverkehr ab sowie Fahrten zwischen Karlsruhe oder Pforzheim und Stuttgart. Von Karlsruhe nach Stuttgart verlängert sich die Fahrzeit daher um 15 bis 20 Minuten. Außerdem wird es laut Bahn zwischen Stuttgart und Mannheim "meist" nur drei statt vier Züge innerhalb von zwei Stunden geben. Auf der Schnellstrecke fahren momentan täglich 185 Fern- und mehr als 20 Güterzüge.

Update, 20. März, 6.27 Uhr: Supermarktketten reagieren auf leere Regale

Der Lebensmittelhändler Edeka Südwest reagiert wegen der Coronakrise auf das veränderte Einkaufsverhalten von Verbrauchern. Seit dem letzten Februarwochenende verzeichne das Unternehmen eine erhöhte Nachfrage im Bereich Grundnahrungsmittel, sagte der Sprecher der Geschäftsführung, Rainer Huber, in Offenburg der Deutschen Presse-Agentur. Für die Mitarbeiter in den Märkten und im Großhandel bedeute dies einen erheblichen Mehraufwand. Waren müssten rasch geliefert und die Regale in den Märkten aufgefüllt werden. Ein Lebensmittelnotstand sei nicht zu befürchten.

Dies gelte für die ganze Branche, sagte ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland. Die stark erhöhte Kundennachfrage bei einzelnen Produkten belaste die Warenlogistik. Kurzfristig könnten daher einzelne Artikel nicht verfügbar sein, teilte der Discounter Lidl mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn mit. Verbraucher sollten bedarfsgerecht und nur die sonst auch üblichen Haushaltsgrößen kaufen, sagte ein Sprecher der Supermarktkette Rewe.

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Grundnahrungsmittel werden aktuell sehr nachgefragt. (Symbolbild)
Grundnahrungsmittel werden aktuell sehr nachgefragt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Update, 20. März, 6.16 Uhr: Porsche-Bilanz von Coronakrise überschattet

Der komplette Stillstand der Produktion als Folge der Coronavirus-Krise überschattet die Bilanz beim Sportwagenbauer Porsche. Am Freitag (10 Uhr) legt Vorstandschef Oliver Blume in Stuttgart die Zahlen für das vergangene Jahr vor. Im Fokus dürfte aber vielmehr die Frage stehen, welche Auswirkungen das Herunterfahren der Werke für die VW-Tochter in diesem Jahr haben wird.

Porsche will die Produktion zunächst für die kommenden zwei Wochen stoppen - einerseits, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen, andererseits aber auch, weil die Unterbrechung der Lieferketten kein geordnetes Arbeiten mehr möglich macht. Auch die Pressekonferenz findet anders als üblich nur online statt.

Ein Teil der Bilanz für 2019 ist schon bekannt. So hat der Sportwagenbauer mit rund 28,5 Milliarden Euro Umsatz zwar eine weitere Bestmarke erzielt. Das operative Ergebnis blieb mit 3,86 Milliarden Euro aber hinter dem Wert von 2018 zurück. Der Grund ist das von der Staatsanwaltschaft Stuttgart im vergangenen Jahr verhängte Diesel-Bußgeld von 535 Millionen Euro.

Die Produktion wurde heruntergefahren. (Symbolbild)
Die Produktion wurde heruntergefahren. (Symbolbild)

Update, 19. März, 21.15 Uhr: Freiburg erlässt Betretungsverbot für öffentliche Orte

Die Stadt Freiburg erlässt wegen der Corona-Pandemie ein Betretungsverbot für öffentliche Orte. Das Verbot soll vom 21. März bis 3. April gelten, wie die Stadt am Donnerstagabend mitteilte. Dabei handle es sich aber nicht um eine generelle Ausgangssperre, wie eine Sprecherin erklärte. Wer sich im Freien aufhalten möchte, dürfe das noch allein, zu zweit oder mit Personen, die im eigenen Haushalt lebten. Man dürfe zudem weiterhin zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie Lebensmittel einkaufen.

Update, 19. März, 20.33 Uhr: Diese Grenzen bleiben offen

Baden-Württemberg, Goldscheuer: Deutsche Bundespolizisten und französische Beamte der Gendarmerie kontrollieren den Einreiseverkehr aus Frankreich nach Deutschland. Durch den Coronavirus gibt es strenge Grenzkontrollen.
Baden-Württemberg, Goldscheuer: Deutsche Bundespolizisten und französische Beamte der Gendarmerie kontrollieren den Einreiseverkehr aus Frankreich nach Deutschland. Durch den Coronavirus gibt es strenge Grenzkontrollen.  © Patrick Seeger/dpa

Die Bundesregierung hat Orte festgelegt, an denen ein Grenzübertritt aus der Schweiz, Frankreich, Österreich, Luxemburg und Dänemark noch möglich sein soll. Alle weiteren Grenzübergänge sollen dagegen von diesem Freitag an wegen der Corona-Krise geschlossen bleiben. Die Liste ist auf der Internetseite des Bundesinnenministeriums zu finden.

Frankreich betreffend sind noch unter anderem folgende Grenzübergangsstellen offen: Altenheim-Pflimlin-Brücke, Europabrücke Kehl, Rheinau-Freistett, Iffezheim, Weil am Rhein Palmrainbrücke, Neuenburg am Rhein Autobahn und Breisach.

Die Schweiz betreffend nennt das Dokument unter anderem folgende Grenzübergangsstellen: Konstanz-Autobahn - Kreuzlingen Autobahn, Bietingen - Thayngen, Singen Bahnhof, Weil am Rhein - BAB Basel, Rheinfelden – Warmbach, Rheinfelden - Rheinfelden oder Bad Säckingen - Stein.

Update, 19. März, 20.22 Uhr: Anzahl der Infizierten steigt in Baden-Württemberg immer mehr

Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mitteilte, sind inzwischen 2748 Menschen in Baden-Württemberg am Coronavirus infiziert. Das sind 564 mehr Patienten als am Mittwoch. Außerdem gibt es elf Todesfälle. Mehr erfahrt Ihr hier

Update, 19. März, 18.33 Uhr: In Mannheim wurden neun Neu-Infizierte bestätigt

Wie die Stadt Mannheim am Donnerstag mitteilte, wurden bis zum Nachmittag neun weitere Infizierte bestätigt. Damit stieg die Anzahl der am Coronavirus infizierten Menschen auf 88 Fälle.  

Update, 19. März, 18.16 Uhr: Heidelberg und Konstanz verbieten Ansammlungen von mehr als fünf Personen, in Stuttgart schickt die Polizei Menschen nach Hause

Polizei schickt Menschen am Leipziger Platz nach Hause. 
Polizei schickt Menschen am Leipziger Platz nach Hause.  ©  Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

 Wegen der Corona-Pandemie verbieten Heidelberg und Konstanz Ansammlungen von mehr als fünf Personen im Stadtgebiet. Während die Maßnahme am Bodensee ab sofort und für den öffentlichen Raum gilt, tritt die neue Regel in der Neckarstadt am Freitag in Kraft.

"Wir haben die Polizei um Unterstützung gebeten", sagte Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) am Donnerstag in einem Video, das auf dem Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht wurde. "Und ich bitte Sie dringend, im Namen der Stadt Konstanz, aber auch ganz persönlich: Halten sie sich an dieses Versammlungsgebot." 

Es gehe darum, eine generelle Ausgangssperre zu vermeiden.

In der Heidelberger Allgemeinverfügung wird zudem festgelegt, dass Menschen bei Ansammlungen unter fünf Personen mindestens 1,5 Metern Abstand voneinander haben müssen.

In Stuttgart gibt es dagegen bisher kein solches Verbot. Dennoch kontrollieren Polizisten Parks und öffentliche Plätze und schicken Menschen, die sich angesammelt haben, durchaus nach Hause. Zum Beispiel trafen sich junge Menschen am Donnerstag am Leipziger Platz. Die Polizei bat sie bei einem Rundgang darum, nach Hause zu gehen, was sie auch annahmen. 

Update, 19. März, 16.28 Uhr: Bodenseeschiffe starten später in die Saison

Der Saisonstart für die Weiße Flotte auf dem Bodensee muss wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Die Kursschifffahrt könne nicht wie geplant am 5. April starten, teilten die Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU) am Donnerstag mit. 

"Da sich die Situation um Covid-19 dynamisch entwickelt, steht ein neuer Termin für den Beginn der Saison 2020 noch nicht fest." Die für den 25. April geplante Internationale Flottensternfahrt werde zudem abgesagt - bei der Veranstaltung treffen sich traditionell Schiffe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor einem Hafen und bilden gemeinsam einen Stern.

Auch die Mainau - eines der größten Touristenziele am Bodensee - muss wegen der Corona-Pandemie ihre Türen schließen. Die Blumeninsel bleibe bis auf Weiteres geschlossen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. "Wir möchten somit unseren Teil dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus möglichst zu verlangsamen."

Update, 19. März, 16.13 Uhr: Milliardenschweres Hilfsprogramm für Unternehmen

Das Land hilft kleinen und mittelgroßen Unternehmen in der Coronakrise mit einem milliardenschweren Hilfsprogramm. 

Das Parlament gab am Donnerstag in Stuttgart grünes Licht dafür, dass das Land in der Coronakrise Kredite von bis zu fünf Milliarden Euro aufnehmen darf. Das Geld soll dann vor allem der Wirtschaft zugutekommen. 

Dazu weicht Baden-Württemberg von der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse ab. Diese sieht vor, dass die Bundesländer eigentlich keine neuen Kredite aufnehmen dürfen. Das Parlament stimmte aber zu, die Coronakrise als Naturkatastrophe zu bezeichnen. Dann ist die Aufnahme von Kredite möglich.

Update, 19. März, 15.47 Uhr: Drei weitere Menschen sind gestorben

In Baden-Württemberg sind drei weitere mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Toten in Zusammenhang mit der Pandemie auf landesweit elf, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Update, 19. März, 14.51 Uhr: Kurzarbeit bei Autozulieferer ZF in Friedrichshafen

Wegen der Corona-Pandemie drosselt der Autozulieferer ZF in Friedrichshafen am Bodensee seine Produktion. Es sei eine Vereinbarung mit dem ZF-Gesamtbetriebsrat über die Einführung von Kurzarbeit getroffen worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Damit könnten jetzt Teile von Produktion und Verwaltung kontrolliert heruntergefahren werden, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und auf die ausbleibende Nachfrage von Auto- und Lkw-Herstellern zu reagieren.

Die Regelung gilt demnach zunächst bis Juni. Allerdings richte sich die Phase der Kurzarbeit auch danach, zu welchem Zeitpunkt die Kunden ihre Werke wieder in Betrieb nehmen, teilte das Unternehmen weiter mit. Zugleich bereite sich ZF darauf vor, den Wiederanlauf der Produktion seiner Kunden nach der Corona-Pause zu unterstützen. "Die notwendigen Vorbereitungen dafür werden jetzt getroffen."

Update , 19. März, 14: 44 Uhr: Stuttgart warnt vor Coronapartys

Die Stadt Stuttgart warnte am Donnerstag in einer Mitteilung vor "Coronapartys". 

"Zu solchen Feiern zuhause oder auf öffentlichen Plätzen wird derzeit unter jungen Leuten in sozialen Medien eingeladen, nachdem öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen sowie der Betrieb von Vergnügungsstätten untersagt sind", heißt es darin. Das Gesundheitsamt sieht in solchen Partys eine große Gefahr, dass sich das Coronavirus weiter verbreitet. 

"Es ist ein verheerender Irrtum zu glauben, dass solche Corona-Partys harmlos sind", sagte Amtsleiter Prof. Stefan Ehehalt am Donnerstag. 

Sie seien nur "kontraproduktiv" gegenüber der Bemühungen von Stadt und Land das Coronavirus in den Griff zu bekommen. In der aktuellen Situation sind Partys "verantwortungslos und hochriskant", das sie "eine Gefahr für das eigene Leben und das Leben anderer" darstellt. 

Update, 19. März, 14.20 Uhr: Konstanz verbietet Ansammlung von mehr als fünf Personen

Wegen der Corona-Pandemie verbietet Konstanz Ansammlungen von mehr als fünf Personen im Stadtgebiet. Die Maßnahme gelte ab sofort für den öffentlichen Raum, sagte Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) am Donnerstag in einem Video, das auf dem Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht wurde.

"Wir haben die Polizei um Unterstützung gebeten", sagte Burchardt weiter. "Und ich bitte Sie dringend, im Namen der Stadt Konstanz, aber auch ganz persönlich: Halten sie sich an dieses Versammlungsgebot." Es gehe darum, eine generelle Ausgangssperre zu vermeiden.

Update, 19. März, 14.01 Uhr: Erster Landkreis fragt Hilfe bei Bundeswehr an

Der erste Landkreis in Baden-Württemberg hat Amtshilfe bei der Bundeswehr angefragt. Das teilte das Landeskommando Baden-Württemberg der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mit. 

Dabei wurden Sanitätsgerätschaften und Personal bei der Truppe angefordert - konkret eine niedrige zweistellige Zahl an Ärzten, Pflegern und Sanitätssoldaten sowie zehn Beatmungsgeräte. Der Amtshilfeantrag sei an das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin weitergeleitet worden, das darüber entscheide.

Der erste Landkreis in Baden-Württemberg hat Hilfe von der Bundeswehr beantragt. (Symbolbild)
Der erste Landkreis in Baden-Württemberg hat Hilfe von der Bundeswehr beantragt. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

Update, 19. März, 13.32 Uhr: Behindertenwerkstätten und Tagespflege machen dicht

Wegen der Corona-Krise sind auch fast 400 Werkstätten für Menschen mit Behinderung geschlossen worden. Betroffen sind etwa 37.500 Männer und Frauen, wie das Sozialministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. 

Grund für die Maßnahme sei die Infektionsgefahr in den Werkstätten und bei gemeinsamen Fahrten zu den Einrichtungen. Hinzu komme, dass dort überdurchschnittlich häufig Menschen mit Vorerkrankungen beschäftigt seien. Nur Einrichtungen werden ausgenommen, bei denen Wohnheim und Werkstatt eng verzahnt sind.

Auch die Tages- und Nachtpflege in Pflegeheimen stellte ihren Betrieb ein. Im Land gab es nach Zahlen von 2017 fast 7400 Tages- und 50 Nachtpflegeplätze. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Update, 19. März, 13.18 Uhr: Innenminister Strobl warnt: Polizei wird bei Verstößen gegen Infektionsschutz "hart durchgreifen"

Das Innenministerium Baden-Württemberg teilte mit, dass die Polizei bei Verstößen gegen das Recht zur Eindämmung des Coronavirus härter durchgreifen wird. "Gestern war die Polizei nachsichtig und hat Ermahnungen ausgesprochen", wird Innenminister Thomas Strobl (60, CDU) in der Mitteilung zitiert. 

Dies werde ab heute nicht mehr der Fall sein. "Sollten sich Betriebe, Einrichtungen und Geschäfte nicht an die Verbote halten, werden wir die Schließung strikt durchsetzen", so Strobl. "Dies gilt auch für sogenannte Corona-Partys, zu denen sich vor allem Jugendliche und Heranwachsende zum Beispiel auf Grill- und Spielplätzen treffen. Die Polizei wird hart durchgreifen."

Außerdem würden immer noch zu wenige Menschen die nötige Distanz in der Öffentlichkeit einhalten. "Im Moment hat man nicht den Eindruck, dass alle verstanden haben, was die Stunde geschlagen hat", bilanzierte ein Sprecher des Innenministeriums die Lage. 

An verschiedenen Orten im Land kämen Menschen vielleicht auch wegen des guten Wetters draußen zusammen - etwa in Parks sei das ein Problem. "Wenn man mit offenen Augen herumgeht, sieht man immer noch Leute, bei denen man das Gefühl bekommt, die haben nicht verstanden, worum es geht."

Update, 19. März, 13.00 Uhr: Ausnahmeregungen für Öffnungszeiten

Läden für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel dürfen aufgrund einer Ausnahmeregelung bis zum 15. Juni auch an Sonn- und Feiertagen zwischen 12 und 18 Uhr öffnen. 

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Wir wollen die durchgehende Versorgung sicherstellen und erreichen, dass die Einkaufsströme entzerrt werden. Je weniger Menschen gleichzeitig einkaufen gehen, desto niedriger ist die Ansteckungsgefahr“

Die Öffnungszeiten werden in der Krise gelockert. 
Die Öffnungszeiten werden in der Krise gelockert.  © Tom Weller/dpa

Update, 19. März, 12.28 Uhr: Sportrechtler Lehner für schnelle Olympia-Absage

Sportrechtler Michael Lehner plädiert aufgrund der Corona-Pandemie für eine zügige Absage der Olympischen Spiele in Tokio. "Das wäre ein Signal an die Welt", sagte der 65-Jährige aus Karlsruhe dem "Mannheimer Morgen" (Donnerstag). "Ich kann doch nicht hier selbst die kleinen Fußballspiele absagen, über Ausgangssperren nachdenken, die Schulen und Unis schließen und dann meinen, ich könnte im Juli Big Games machen." Falls die vom 24. Juli bis 9. August in Tokio geplanten Spiele stattfinden würden, wäre das aus seiner Sicht eine "Bastel-Olympiade", sagte der Chef der Doping-Opfer-Hilfe. "Es müsste doch überall Einschränkungen geben."

Zuletzt hatte Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), bekräftigt, dass die Olympischen Spiele vom 24. Juli bis 9. August in Tokio trotz der rasanten weltweiten Verbreitung des Coronavirus stattfinden sollen. Allerdings hatte Bach eingeräumt, dass das IOC auf die Weltgesundheitsorganisation hören wolle.

"Ich habe Thomas Bach in der Vergangenheit bei einigen Entscheidungen kritisiert, aber in diesem Fall sehe ich die Verantwortung nicht bei ihm alleine", sagte Lehner. "Ich würde mir jetzt aber ein schnelles klares Wort wünschen." Nach einem Telefonat des IOC, von dem der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, am Mittwoch berichtet hatte, kann die Entscheidung über eine Olympia-Absage schneller kommen als bisher angenommen.

Update, 19. März, 12.11 Uhr: Autohändler fürchten Milliardenschaden

Die Autohändler in Baden-Württemberg fürchten einen Milliardenschaden als Folge der Coronavirus-Krise. Um die Schließung der Autohäuser im Land zu überstehen, sei dringend ein Überbrückungsprogramm notwendig, forderte der Verband des Kfz-Gewerbes im Südwesten am Donnerstag. "Wir brauchen erstens eine Sofortauszahlung, um die Liquidität der Betriebe zu sichern, und zweitens ein Zuschussprogramm auf der Basis der jetzt durch die Coronamaßnahmen wegbrechenden Umsätze", forderte Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß. Kredite allein reichten nicht.

Autowerkstätten dürfen nach Angaben der Landesregierung zwar weiterhin öffnen, der Autohandel aber nicht. Allein bis Mitte des Jahres werde das die Betriebe, gemessen an den Vorjahreszahlen, mindestens 3,3 Milliarden Euro Umsatz kosten, rechnete der Verband vor. Auch den Werkstätten drohten aber Umsatzverluste, wenn die Menschen sich an die Aufforderung hielten, möglichst wenig aus dem Haus zu gehen. 

Update, 19. März, 12.04 Uhr: Ludwigshafen-Tatort-Dreharbeiten unterbrochen

Wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus hat der Südwestrundfunk (SWR) die Dreharbeiten für den geplanten Ludwigshafen-"Tatort" unterbrochen. Man habe die Risiken abgewogen, sagte eine Sprecherin des Senders am Donnerstag. Es gehe um eine Gesundheitsvorsorge für Schauspieler und Team sowie für Bürgerinnen und Bürger, die bei Außenaufnahmen in Kontakt gekommen wären.

Die Dreharbeiten wurden unterbrochen. 
Die Dreharbeiten wurden unterbrochen.  © Christoph Schmidt/ DPA

Update, 19. März, 11.49 Uhr: Land bereitet Kreditaufnahme vor

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat den Landtag um grünes Licht zur Kreditaufnahme in der Coronakrise gebeten. Es sei notwendig, die Coronakrise als Naturkatastrophe zu betrachten, damit das Land Kredite aufnehmen könne, sagte Kretschmann am Donnerstag in Stuttgart. 

Man bereite zum Beispiel ein Hilfsprogramm für die Wirtschaft mit Direkthilfen in Milliardenhöhe vor, um Insolvenzen zu verhindern. Eigentlich muss Baden-Württemberg die Schuldenbremse einhalten und darf keine neuen Schulden machen. Eine Ausnahme ist aber möglich, wenn der Landtag Kretschmanns Vorschlag zustimmt, die Coronakrise als Naturkatastrophe zu betrachten. Kretschmann sagte, in wenigen Tagen könnten betroffene Kleinunternehmen Hilfen beantragen. Man lasse sie nicht im Stich.

Update, 19. März, 11.30 Uhr: Kretschmann droht mit Ausgangssperre

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat eindringlich an die Bürger appelliert, sich an die Einschränkungen zur Eindämmung des grassierenden Coronavirus zu halten - und schärfere Maßnahmen bei Zuwiderhandlung in Aussicht gestellt.

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann. 
Ministerpräsident Winfried Kretschmann.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 19. März, 11.13 Uhr: Sport-Sperre bis 15. Juni ist kein Muss

Das Sozialministerium Baden-Württembergs hat Entwarnung gegeben, dass es im Land nicht zu einer kompletten Sport- und Bundesliga-Pause bis Mitte Juni kommen muss. Derzeit gilt eine Verordnung der grün-schwarzen Landesregierung mit konkreten Vorgaben, die grundsätzlich erst einmal bis zum 15. Juni in Kraft sein sollen.

Das betrifft auch die Sportanlagen und damit auch Arenen der Bundesligisten 1899 Hoffenheim und SC Freiburg sowie der Zweitligisten VfB Stuttgart, Karlsruher SC, SV Sandhausen und 1. FC Heidenheim.

"Wir stellen die Maßnahme jeden Tag aufs Neue auf den Prüfstand. Wir können es jeden Tag aufheben, wenn es verantwortbar ist", sagte Sprecher Markus Jox am Donnerstag. Manche Aussagen seien "einfach falsch", und es werde keinen Alleingang Baden-Württembergs geben. Zuvor hatten andere Medien über die Folgen der Verordnung auf die Bundesligisten berichtet.

Die Bundesligen pausieren derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 2. April. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Saison noch länger ausgesetzt und das Saisonende dafür in den Juni verschoben wird.

Die Bundesliga setzt derzeit bis zum 2. April aus. 
Die Bundesliga setzt derzeit bis zum 2. April aus.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 19. März, 11 Uhr: Cem Özdemir mit Corona infiziert

Der ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir (54), ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Özdemir per Videobotschaft auf Twitter mit. Am Mittwochabend erhielt er das Testergebnis.

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Update, 19. März, 10.45 Uhr: Gastronomie-Verband dringt auf schnelle Hilfe

Die wirtschaftliche Lage der Gaststätten und Hotels, aber auch der Catering-Branche im Land spitzt sich angesichts der Coronakrise dramatisch zu. So warnte der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Donnerstag in einem verzweifelten Hilferuf, dass die bisherigen Maßnahmen zur Rettung der Betriebe nicht ausreichten. "Wir bitten die Landesregierung mit höchster Dringlichkeit um die sofortige Einrichtung eines Hilfsfonds, der unseren Betrieben hilft, diese extrem schwierige Zeit zu überleben", sagte Verbandschef Fritz Engelhardt.

Der Verband wandte sich in seiner Mitteilung auch an die Banken: Man appelliere, dass die Institute ihrer Verantwortung in der Krise gerecht würden. Viele Inhaber kleiner Familienbetriebe im Land und auch viele Beschäftigte seien verzweifelt. "Sie wissen nicht, wie es weitergehen soll, weil ihre finanziellen Reserven vielfach bereits aufgebraucht sind", sagte Engelhardt. Die Branche mit ihren mehr als 30.000 Betrieben und mehr als 135.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land stehe am Abgrund.

Update, 19. März, 09.52 Uhr: Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub durch Coronavirus vorsichtiger

Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub wird aufgrund des neuartigen Coronavirus für das laufende Jahr vorsichtiger. Die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft und den Fuchs-Konzern seien derzeit nicht abschätzbar, werden aber zumindest temporär zu gravierenden Umsatz- und Ertragsrückgängen führen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Mannheim mit.

Das Unternehmen rechne beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwar mit einem Zuwachs von bis zu vier Prozent, allerdings könne das Ergebnis auch auf dem Vorjahreswert von 321 Millionen Euro verharren. Auch beim Umsatz peile das Unternehmen nun ein Plus von bis zu vier Prozent an. Sollte es aber nicht gut laufen, dann könnten die Erlöse ebenfalls auf dem Vorjahreswert von knapp 2,6 Milliarden Euro verharren.

Update, 19. März, 08.42 Uhr: Polizei löst mehrere Corona-Partys auf

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag löste die Polizei im Kreis Freiburg mehrere Corona-Partys auf. Die Gruppen von Jugendlichen mit bis zu 100 Leuten zeigten sich teilweise uneinsichtig. Die Polizei musste auch Platzverweise erteilen. 

Update, 19.März, 08.23 Uhr: Wertstoffhöfe bleiben geöffnet

Die Wertstoffhöfe in Stuttgart bleiben vorerst geöffnet. Gleichzeitig dürfen nur noch fünf Fahrzeuge gleichzeitig auf den Hof fahren und es wurden erhöhte Hygienestandards eingeführt. 

Update, 19. März, 08.10 Uhr: Stuttgart schaltet Bürgertelefon

Geschulte Mitarbeiter aus allen Ämtern beantworten Fragen rund um das Thema Corona unter diesen Telefonnummern: 0711/216-88888 und 0711/216-88688

Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr erreichbar. 

Update, 19. März, 07.39 Uhr: HeidelbergCement streicht Jahresausblick

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement gibt wegen des neuartigen Coronavirus keine Prognose mehr für das laufende Geschäftsjahr. Eigentlich hatte das Dax-Unternehmen angestrebt, Umsatz und operatives Ergebnis leicht gegenüber 2019 steigern. "Die massiven Maßnahmen zur Eindämmung des Virus erfordern fortwährende Anpassungen bei der operativen Steuerung unserer Geschäfte", sagte Unternehmenschef Dominik von Achten am Donnerstag bei Vorlage der Zahlen für das Gesamtjahr 2019. Täglich müsse das Unternehmen die Situation neu bewerten.

Es sei derzeit nicht abzuschätzen, wie lange die Vorsorgemaßnahmen anhielten und welche Auswirkungen dies auf die Bautätigkeit in den einzelnen Ländern habe. «Vor diesem Hintergrund ist ein seriöser Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.» Seine Hauptversammlung verschiebt das Unternehmen auf einen späteren Zeitpunkt.

Update, 19. März, 07.00 Uhr: Landtag will Sofortprogramm für die Wirtschaft

Wegen der Coronakrise fürchten jetzt schon viele kleine und mittlere Unternehmen um ihre Existenz. Handel, Dienstleister und Handwerk dringen auf schnelle finanzielle Unterstützung des Landes. Die CDU fordert, dafür sofort fünf Milliarden Euro bereitzustellen. 

Der Landtag kommt an diesem Donnerstag (10.30 Uhr) in Stuttgart zu einer Sondersitzung zusammen, um Weichen zur Bekämpfung des Coronavirus zu stellen.

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Die Innenstadt ist am Mittwoch wie leergefegt. 
Die Innenstadt ist am Mittwoch wie leergefegt.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 19. März, 06.15 Uhr: Kliniken fürchten um Existenz

Wegen der Coronavirus-Krise sind etliche Kliniken im Südwesten nach Einschätzung der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft in ihrer Existenz bedroht. Es brauche einen sofortigen finanziellen Schutzschirm für alle Krankenhäuser, sagte Hauptgeschäftsführer Matthias Einwag. "Wenn der nicht kommt, werden wir Insolvenzen sehen." 

Man blicke auch in Bezug auf Kapazitäten mit Sorge auf die kommenden Tage und Wochen, sagte Einwag. "Dadurch, dass sich das Virus so schnell verbreitet, kommen wir schnell in eine Größenordnung, die das Versorgungssystem unter Stress setzt", sagte er. Es mangele nicht nur an Geräten, sondern vor allem an Personal.

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Update, 18. März, 22.25 Uhr: Reißender Absatz bei Tiefkühlpizzen

Tiefkühlpizzen stehen in Zeiten von Corona hoch im Kurs. Der größte Zuckerhersteller Europas, die Mannheimer Südzucker AG, berichtet von verstärkter Nachfrage nach Tiefkühlpizzen und auch Zucker.

In beiden Fällen liegen die Zuwächse bei den Mengen im "höheren" zweistelligen Bereich, wie Sprecher Dominik Risser am Mittwoch mitteilte. Die Pizzen halten sich Monate in der Tiefkühltruhe. Zucker sei gerade in Form von Schokolade, Keks oder Süßigkeiten ein beliebtes Produkt.

Hamsterkäufe seien aber nicht nötig. In beiden Fällen wird die Zahl der Tage erhöht, an denen die Produkte verpackt werden. Derzeit sei die Versorgung der Kunden trotz erhöhter Nachfrage gesichert.

Alles dazu findet Ihr HIER.

Update, 18. März, 21.30 Uhr: Fast 80 Infektionsfälle in Mannheim

Wie die Stadt Mannheim mitteilt, ist die Zahl der Infektionsfälle um sieben gestiegen, somit seien nun 79 Menschen am Coronavirus erkrankt.

"Alle nachgewiesenen Infizierten zeigen nur milde Krankheitsanzeichen und können in häuslicher Quarantäne verbleiben", schreibt die Stadt.

Das Gesundheitsamt ermittele nun die weiteren Kontaktpersonen aller nachgewiesen Infizierten (insbesondere im Bereich der sogenannten "vulnerablen Gruppen"), nehme Kontakt mit diesen auf und begleite diese während der häuslichen Quarantäne.

Update, 18. März, 18.55 Uhr: Mitarbeiterschutz in den Apotheken

Damit sich die Mitarbeiter nicht mit dem Coronavirus infizieren, werden die Schutzmaßnahmen in den Apotheken nach Einschätzung des Apothekerverbands in Baden-Württemberg erhöht. 

"Es ist davon auszugehen, dass die Apotheken die Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter jetzt erhöhen werden", sagte Frank Eickmann, Sprecher des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg, den Zeitungen "Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen".

So könne ein Spritzschutz aus Acrylglas, der auf der Theke festgeschraubt wird, Mitarbeiter vom Kunden trennen. Andere Apotheken würden durchs Fenster verkaufen oder jeweils nur einen Kunden in den Laden lassen. 

Große Apotheken hätten zudem die Möglichkeit, in Schichten zu arbeiten. Werde ein Mitarbeiter eines Teams infiziert, könne zumindest das zweite Team weiter eingesetzt werden.

Aktuell gibt es in Baden-Württemberg mehr als 2400 Apotheken. Sie dürfen wegen der Coronakrise ab sofort auch an Sonn- und Feiertagen öffnen.

Update, 18. März, 18.31 Uhr: Achtes Todesopfer, nun 2184 Infizierte

Im Südwesten ist ein achtes Todesopfer zu beklagen. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mitteilte, handelt es sich bei dem Toten um einen mehr als 80 Jahre alten stationär behandelten Patienten aus dem Landkreis Emmendingen, der heute verstorben ist.

Zuvor war am Mittwoch bekannt geworden, dass ein über 80-Jähriger aus dem Hohenlohekreis gestorben war. Die restlichen Todesopfer stammten aus den Landkreisen Esslingen, Göppingen, Heilbronn, Ortenaukreis, Rems-Murr und Rottweil.

Zudem ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen erneut stark angestiegen. Sie erhöhte sich um 543 auf nun insgesamt 2184 Fälle. Alles dazu findet Ihr HIER.

Update, 18. März, 17.55 Uhr: 850 Polizisten vorsorglich in Isolation

Eine niedrige zweistellige Zahl an Beamten hat sich infiziert. (Symbolbild)
Eine niedrige zweistellige Zahl an Beamten hat sich infiziert. (Symbolbild)  © Silas Stein/dpa

Auch die baden-württembergische Polizei ringt mit dem grassierenden Coronavirus. 

Rund 850 der insgesamt 24.500 Beamten befänden sich derzeit in Isolation, teilte ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. In aller Regel handle es sich um Urlaubsheimkehrer aus Risikogebieten. 

Das entspreche aber zahlenmäßig der Lage in einer Hochphase der Grippe. Die Infektionen bei der Polizei lägen im "niedrigen zweistelligen Bereich". Allerdings stelle das Virus eine psychische Belastung dar für die Beamten. "Die Lage geht auch an Polizisten nicht spurlos vorüber."

Der Dienst etwa bei Großveranstaltungen falle nun weg, was die Beamten entlaste. Dafür gebe es mehr Arbeit etwa beim Grenzschutz. 

"Die klassische Polizeiarbeit wird gewährleistet", sagte der Sprecher. Der Notruf 110 habe immer noch Priorität im täglichen Geschäft. Aber die Beamten hätten auch ein Auge etwa auf Ansammlungen auf Kinderspielplätzen. 

Dabei setze man zunächst auf ein belehrendes Gespräch statt auf Bußgelder. "Vielleicht ist es noch nicht überall angekommen."

Update, 18. März, 17.15 Uhr: Diese Geschäfte fallen unter "Einzelhandel für Lebensmittel"

Lebensmittel-Geschäfte dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Aber welche Läden fallen eigentlich darunter?

Die Stadt Stuttgart hat das am Mittwoch erläutert. "Weiterhin geöffnet bleiben dürfen demnach alle Geschäfte, deren Hauptzweck der Verkauf von Essen und Getränken ist", heißt e sin einer Mitteilung. 

Und weiter: "Dies gilt vor allem für Supermärkte und Getränkemärkte. Darüber hinaus sind aber auch Tee- und Kaffeeläden, Süßigkeitenverkauf, Gemüse- und Obsthändler, Wein- und Spirituosenhandlungen, sogenannte Tante Emma Läden und alle der Nahversorgung dienenden Lebensmittelgeschäfte nicht vom aktuellen Verbot erfasst." 

Diese Geschäfte dürfen demnach zu den üblichen Öffnungszeiten weiterhin Kunden bedienen. Neu sei, dass auch ein Sonntagsverkauf zugelassen werde. Ebenfalls öffnen dürfen Bäckereien und Metzgereien zu den bisherigen Öffnungszeiten.

Außerdem dürfen laut Stadt geöffnet sein: Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Hofläden, Raiffeisen-, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der Großhandel.

"Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, müssen geschlossen bleiben, auch in Einkaufszentren", so das Rathaus.

Update, 18. März, 16.47 Uhr: Polizei bittet um weniger Besucher in den Dienststellen

Polizeidienststellen sind Ansteckungsorte, schriebt die Polizei. (Symbolbild)
Polizeidienststellen sind Ansteckungsorte, schriebt die Polizei. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Aufgepasst: Die Polizei Heilbronn, Aalen und Pforzheim bittet darum, den Besucherverkehr in Polizeidienststellen zu reduzieren. Grund laut Mitteilung: Durch viele Besucher seien diese potentielle Ansteckungsorte.

"Die örtlich zuständigen Polizeireviere und -posten gewährleisten weiterhin die polizeiliche Versorgung", stellen die Beamten jedoch klar. "Die Erreichbarkeit in Notfällen bleibt selbstverständlich erhalten."  

Die Polizei bittet demnach darum, den Besuch einer Polizeidienststelle vorher telefonisch abzustimmen. Eure zuständigen Dienststellen findet Ihr HIER.

Zudem habt Ihr die Möglichkeit, Anzeigen auch online über die Internetwache der Polizei Baden-Württemberg aufzugeben. Diese findet Ihr HIER. Die Internetwache ist für Straftaten gedacht, die kein sofortiges Tätigwerden der Polizei erfordern. Die Nachrichten werden vom Landeskriminalamt an die zuständige Polizeidienststelle weitergeleitet. 

Wichtig:  Für dringende Meldungen oder Notrufe ist die Polizei immer über die Telefonnummer 110 erreichbar.

Update, 18. März, 16.14 Uhr: Bald fahren weniger Züge

Als Folge der Coronavirus-Ausbreitung wird von Montag an der Regionalverkehr auf der Schiene im Südwesten ausgedünnt. Das Angebot soll auf allen Strecken auf regelmäßige stündliche Verbindungen reduziert werden, wie das Verkehrsministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. 

Wenn möglich, werde es aber eine Verdichtung in der morgendlichen Stoßzeit geben. Zudem sollen die Züge möglichst in bisheriger Länge fahren, um den Fahrgästen die Möglichkeit zu geben, untereinander Abstand zu halten. Regionalbahn-Verbindungen mit vielen Halten bekommen zudem Vorrang vor Expresslinien.

Fahrgäste sollen in den Zügen auf die Verhaltensregeln zur Virus-Eindämmung aufmerksam gemacht werden. Für den Notfall bleibe Personal an Bord, die Fahrscheinkontrolle werde aber stark reduziert. Es gelte aber weiterhin die Pflicht, ein Ticket zu kaufen.

"Wir werden für ein reduziertes, aber stabiles Grundangebot im öffentlichen Verkehr sorgen", betonte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). "Dies ist wichtig, damit Menschen, die aus zwingenden Gründen den ÖPNV nutzen müssen, dies auch tun können." 

Bis einschließlich Sonntag sollen alle Züge - von aktuell möglichen Ausfällen abgesehen - regulär fahren.

Für den Betrieb von Stadtbahnen und Bussen sind Verkehrsverbünde und Kommunen zuständig, nicht das Land. Man habe sich aber auf ein möglichst einheitliches Vorgehen verständigt, hieß es. So soll das Angebot unter anderem, wenn möglich, auf einen Ferienfahrplan umgestellt werden. 

Die Anbieter arbeiten darüber hinaus an Vorkehrungen für mögliche weitere Einschränkungen. Nachtbusse und ähnliche Angebote an Wochenenden soll es schon jetzt nicht mehr geben.

Der Verkehr auf der Schiene wird jetzt ausgedünnt. (Archiv)
Der Verkehr auf der Schiene wird jetzt ausgedünnt. (Archiv)  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 18. März, 16.01 Uhr: Audi beantragt Kurzarbeit

Audi hat für die Standorte Ingolstadt und Neckarsulm Kurzarbeit angekündigt. In beiden deutschen Werken stehen die Bänder ab nächster Woche still. 

"Die durch die Corona-Krise weltweit eingeschränkte Nachfragesituation und bevorstehende Lieferengpässe zwingen uns daher, den Antrag auf Kurzarbeit zu stellen", sagte Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler am Mittwoch.

Vor allem Beschäftigte aus Produktion und Logistik sollten ab nächster Woche kurzarbeiten. Allerdings müsse an Prüfständen und der Zulassung neuer Modelle weitergearbeitet werden, damit es nach der Krise sofort weitergehe. 

Bei Teamarbeit dürfe nur die Hälfte der Mitarbeiter anwesend sein, um den Sicherheitsabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Eltern mit Kindern und Pendler sollten möglichst mobil arbeiten.

Update, 18. März, 15.50 Uhr: Siebtes Todesopfer in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind mittlerweile sieben Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. 

Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch in Stuttgart den Tod eines über 80 Jahre alten Mannes aus dem Hohenlohekreis mit. Er habe wegen seiner Vorerkrankungen zu den Hochrisikopatienten gezählt. 

Alles dazu findet Ihr hier.

Update, 18. März, 14.01 Uhr: Stuttgart schließt Spielplätze

Dieses Schild hängt nun an Stuttgarts Spielplätzen.
Dieses Schild hängt nun an Stuttgarts Spielplätzen.  © Lichtgut/Piechowski: Rechte, LHS

Wie die Stadt mitteilte, wurden inzwischen die 603 Spiel- und Bolzplätze wie auch die fünf Waldspielplätze in Stuttgart geschlossen.

Aktuell werden Schilder angebracht, die auf das Betretungsverbot hinweisen. 

Damit hat Stuttgart die Vorgabe nach „Verordnung der Landesregierung über Infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2“ vom 17. März 2020 umgesetzt. 

Update, 18. März, 13.44 Uhr: Porsche stoppt Produktion

Auch der Sportwagenbauer Porsche stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Produktion. Das Stammwerk in Zuffenhausen sowie das Werk in Leipzig bleiben von diesem Samstag an zunächst für zwei Wochen geschlossen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. 

Update, 18. März, 13.35 Uhr: Ausnahmeregelungen für Arbeitszeit

Wie das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg mitteilte, wurden umfangreiche Ausnahmen im Arbeitszeitrecht für "systemrelevante Tätigkeiten" veranlasst - zu diesen gehören beispielsweise das Befüllen von Regalen im Lebensmittelhandel, die medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten und vieles mehr. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (47, CDU): "Mit dieser Regelung reagieren wir vorsorglich auf mögliche Personalengpässe. Die von der Ausnahmeregelung betroffenen Tätigkeiten sind für die Versorgung der Bevölkerung und die Bekämpfung der Pandemie von zentraler Bedeutung."

Die Ausnahmeregelungen sehen vor, dass in systemrelevanten Tätigkeiten, die für die Daseinsvorsorge oder zur Bekämpfung der Pandemie durch das Coronavirus SARS-CoV-2 wichtig sind, auch an Sonn- und Feiertagen gearbeitet werden darf. Zudem kann in diesen Tätigkeiten die tägliche Höchstarbeitszeit auf bis zu zwölf Stunden verlängert werden.

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (47, CDU).
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (47, CDU).  © Leif-Henrik Piechowski/Wirtschaftsministerium/dpa

Update, 18. März, 13.21 Uhr: Bosch fährt Produktion in Europa herunter

Aufgrund des Coronavirus fährt nach Informationen des SWR auch der Gerlinger Autozulieferer Bosch seine Produktion herunter oder setzt sie vorübergehend aus - dies soll in einzelnen Werken in Frankreich, Italien und Spanien der Fall sein. Eine Sprecherin des Unternehmens soll gegenüber dem SWR versichert haben, dass die Lieferketten weitgehend aufrecht erhalten und der Kundenbedarf gedeckt werden können.

Update, 18. März, 13.02 Uhr: Kretschmann tauscht sich mit CureVac aus

Wie die Landesregierung Baden-Württemberg auf Twitter mitteilte, hat sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne) heute mit dem Tübinger Pharamaunternehmen CureVac per Videokonferenz ausgetauscht. CureVac arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Herstellung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus.

Update, 18. März, 12.51 Uhr: Azubis müssen sich mit ihren Prüfungen gedulden

Jene Auszubildenden, die in Baden-Württemberg kurz vor den Prüfungen stehen, müssen sich gedulden. Im Zuge der Corona-Krise wurden die Prüfungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung vorerst abgesagt, wie es beim baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertag heißt. Auch die Handwerkskammern haben alle Meister- und Fortbildungsprüfungen sowie Gesellen- und Zwischenprüfungen wegen des Coronavirus bis auf weiteres verschoben. 

"Wir müssen abwarten, wie sich die Infektionswelle entwickelt", hieß es bei der IHK Region Stuttgart am Mittwoch. Wenn ein Ende abzusehen sei, werde man umgehend über neue Termine informieren. Beide Institutionen - Handels- und Handwerkskammer - bieten im Internet aktuelle Informationen zum jeweiligen Stand der Dinge an.

Update, 18. März, 12.35 Uhr: Ministerin Bauer ruft Studenten zur Hilfe auf

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) hat Studenten der Medizin, der Pflegewissenschaften und verwandter Fachbereiche dazu aufgerufen, in der Corona-Krise zu helfen. "Sie können einen wichtigen Beitrag leisten in der jetzigen Krisensituation. Ihre Hilfe wird gebraucht!", teilte Bauer am Mittwoch in Heidelberg mit. 

Es sei damit zu rechnen, dass sich deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infizierten. Die Universitätskliniken, Krankenhäuser und Gesundheitsämter bräuchten dringend personelle Verstärkung bei der Patientenversorgung, bei Corona-Tests, der Diagnostik, aber auch bei der Beratung und Betreuung von Menschen.

Wer helfen möchte, solle sich an die Medizinischen Fakultäten in Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Tübingen oder Ulm wenden. "Gesellschaftlicher Zusammenhalt zeichnet sich auch dadurch aus, dass sich jede und jeder mit seinen spezifischen Fähigkeiten einbringt, wenn es einmal brennt", sagte Bauer. "Und jetzt brennt es."

Studenten werden in der Krise auch gebraucht. (Symbolbild)
Studenten werden in der Krise auch gebraucht. (Symbolbild)  © Tom Weller/dpa

Update, 18. März, 12.23 Uhr: Baurechtsamt schließt

Wie die Stadt Stuttgart mitteilt wird das Baurechtsamt geschlossen. Anfragen werden telefonisch oder per Mail beantwortet.

Update, 18. März, 12.17 Uhr: Vater erkrankt, Nachsorgeklinik für schwer kranke Kinder geschlossen

Die Nachsorgeklinik Tannheim muss für die kommenden zwei Wochen bis zum 6. April geschlossen werden, weil der Vater eines Patienten am Coronavirus erkrankt ist. Alle Patienten, deren Begleitpersonen und Mitarbeiter werden nun zwei Wochen zu Hause isoliert.

Alle Infos dazu >>> hier.

Update, 18. März, 11.43 Uhr: Land prüft Verschiebung von Abiturprüfungen

In Baden-Württemberg wird eine mögliche Verschiebung von Abiturprüfungen wegen des Coronavirus geprüft. "Unabhängig von der Entscheidung in Bayern arbeiten wir bereits seit einigen Tagen (daran), wie wir mit dem Abitur sowie den Abschlussprüfungen an allen weiteren Schularten umgehen", teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Mittwoch in Stuttgart mit. 

"Dabei prüfen wir selbstverständlich unterschiedliche Szenarien und Möglichkeiten, Prüfungen zeitlich und organisatorisch umzusetzen, darunter auch eine Verschiebung des Prüfungszeitraums." Entscheidungen dazu sollen noch in dieser Woche für alle Schularten bekanntgegeben werden.

Das bayerische Kultusministerium hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass der Beginn der Abiturprüfungen im Freistaat vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben wird.

Baden-Württemberg prüft derzeit die Verschiebung der Abiturprüfungen.
Baden-Württemberg prüft derzeit die Verschiebung der Abiturprüfungen.  © Armin Weigel/dpa

Update, 18. März, 11.17 Uhr: Bundespolizei beschreibt Lage an den Grenzen als "ruhig"

Die Ausgangssperre in Frankreich wegen der Coronakrise zeigt an der Grenze zu Baden-Württemberg Wirkung: "Der Pkw-Verkehr hat sich fast auf Null reduziert", sagte am Mittwoch ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Offenburg. Nur Berufspendler seien morgens noch unterwegs gewesen. 

Nach wie vor fahren demnach aber noch sehr viele Lastwagen. Es komme deshalb an der französischen Grenze punktuell zu Verzögerungen. Im Gegensatz zum Montag, als Lastwagen noch bis zu zweieinhalb Stunden hätten warten müssen, handle es sich jetzt meist nur um Minuten. Die Lage beschrieb der Sprecher als "momentan ruhig".

Auch an der Schweizer Grenze sieht es ähnlich aus. Ein Sprecher der Autobahnpolizei Weil am Rhein sagte: "Wir haben immer Lkw-Stau." Die Situation sei etwa gleich wie sonst auch.

Update, 18. März, 11.11 Uhr: Weitere Corona-Fälle bei Rhein-Neckar-Löwen, gesamtes Team in Quarantäne

Das Coronavirus hat den Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen mit voller Wucht erfasst. Die Mannheimer teilten am Mittwoch mit, dass es nach Rückraumspieler Mads Mensah weitere Akteure innerhalb der Mannschaft gebe, die sich mit dem neuen Virus infiziert haben. 

"Wir haben uns richtigerweise vor einigen Tagen nach Rücksprache mit unserem Mannschaftsarzt und den zuständigen Behörden dazu entschieden, unsere komplette Mannschaft zu isolieren", sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann in einer Vereinsmitteilung.

Aktuell leide kein Akteur an grippeähnlichen Symptomen, allen Spielern gehe es den Umständen entsprechend gut. Zu den infizierten Profis gehört auch Nationalspieler Jannik Kohlbacher. "Zum jetzigen Zeitpunkt ist der 24-Jährige wohlauf", teilten die Löwen mit.

Weil der Kreisläufer in der Vorwoche beim Lehrgang der DHB-Auswahl weilte, werden sich alle Nationalspieler und Bundestrainer Alfred Gislason als direkte Kontaktpersonen von Kohlbacher wohl ebenfalls in häusliche Quarantäne begeben. Das komplette Team sollte sich am Dienstag mit den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern zum weiteren Vorgehen beraten.

Auch Nationalspieler Jannik Kohlbacher gehört zu den infizierten Profis.
Auch Nationalspieler Jannik Kohlbacher gehört zu den infizierten Profis.  © Robert Michael/dpa

Update, 18. März, 8.57 Uhr: Lernsystem Moodle funktioniert für Schüler nicht reibungslos

Der digitale Unterricht hat seine Tücken, der Start im Südwesten verlief holprig. Zehntausende Schüler mussten sich mit der Lernplattform Moodle herumschlagen. Dieses kostenlose Instrument für interaktiven Unterricht ermöglicht es, Lerngruppen zu bilden, den Schülern Aufgaben und Materialien zuzuleiten und Arbeitsergebnisse zu bewerten.

Aufgrund der sieben Millionen Webaufrufe von 71.000 verschiedenen Nutzern ist Moodle am Montag zusammengebrochen. Das Kultusministerium bat um Verständnis für die Anlaufschwierigkeiten. Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) betont: "So eine Situation hat es noch nie gegeben. Wir arbeiten alle rund um die Uhr mit Hochdruck an Lösungen."

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Ein Schüler bedient an einem Laptop die Lernplattform Moodle. 
Ein Schüler bedient an einem Laptop die Lernplattform Moodle.  © Marijan Murat/dpa

Update, 18. März, 8.37 Uhr: Die meisten Einzelhändler müssen schließen

Um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, müssen von Mittwoch an zahlreiche weitere Geschäfte in Baden-Württemberg geschlossen bleiben. 

Weiter geöffnet haben dürfen nach Angaben der Landesregierung vom Vorabend nur der Lebensmittelhandel, Wochen- und Getränkemärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken, Sanitätshäuser und Drogerien. Auch Tankstellen und Banken, Poststellen, Friseure sowie Reinigungen, Waschsalons und Tierbedarfsläden dürfen offen bleiben - bei Bedarf sogar sonntags und an Feiertagen. 

"Alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, werden geschlossen", heißt es.

Update, 18. März, 6.50 Uhr: Dietmar Hopp macht Hoffnung auf Impfstoff gegen Corona

Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac kann nach Einschätzung seines Miteigentümers Dietmar Hopp möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern.

"Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen", sagte der SAP-Gründer und Mäzen des Fußball-Bundesligisten Hoffenheim.

Weil der Druck enorm hoch sei, sollte es mit der Genehmigung durch die Behörden schneller gehen als in anderen Fällen. "Wir wären also in der Lage, den Impfstoff im Herbst zu liefern", sagte Hopp.

Alle Infos dazu >>> hier.

Dietmar Hopp ist Mäzen der TSG 1899 Hoffenheim und Miteigentümer von CureVac.
Dietmar Hopp ist Mäzen der TSG 1899 Hoffenheim und Miteigentümer von CureVac.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 18. März, 6.22 Uhr: Viele Tafeln kapitulieren vor Corona-Krise

Mehr als jede dritte Tafel in Baden-Württemberg hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus bereits den Betrieb eingestellt. Die Folgen für die Bedürftigen seien gravierend, sagte Udo Engelhardt, der Sprecher der Tafeln Baden-Württemberg: "Die Leute sind doppelt gekniffen und belastet. Einerseits müssen sie sich einschränken und sind besorgt wegen der Infektionen. Andererseits müssen sie nun schauen, wie sie ohne die Gaben der Tafeln durch die Tage kommen."

Bislang hätten mindestens 55 der rund 150 Tafeln vor der Krise kapituliert und geschlossen. Nicht nur hätten die meist älteren ehrenamtlichen Mitarbeiter und viele Kunden Angst vor Ansteckungen, es stocke auch die Versorgung mit Lebensmitteln der Anbieter wegen des veränderten Konsumverhaltens der Bevölkerung während der Corona-Krise.

Laut Verband versorgten bis zum Beginn der Corona-Pandemie mehr als 1000 freiwillige Helferinnen und Helfer bis zu 150.000 bedürftige Menschen mit Lebensmittelspenden. Zu den Tafelnutzern zählen Arbeitslose, Geringverdiener und Rentner, Alleinerziehende und Migranten. Ein überaus großer Teil der ehrenamtlichen Helfer ist im Rentenalter und gehört somit zur Risikogruppe für Viruserkrankungen.

Viele Tafeln müssen wegen der Corona-Krise ihren Betrieb einstellen.
Viele Tafeln müssen wegen der Corona-Krise ihren Betrieb einstellen.  © Markus Scholz/dpa

Update, 17. März, 22.07 Uhr: Handball-Nationalteam soll in Quarantäne

Die gesamte Handball-Nationalmannschaft soll wegen eines mit dem Coronavirus infizierten Nationalspielers unter Quarantäne gestellt werden. Kreisläufer Jannik Kohlbacher von den Rhein-Neckar Löwen ist nach dpa-Informationen vom Dienstagabend positiv auf das Virus getestet worden. 

Da die DHB-Auswahl sich noch in der vergangenen Woche inklusive Kohlbacher zu einem Lehrgang in Aschersleben getroffen hatte, empfahl Mannschaftsarzt Kurt Steuer eine zweiwöchige häusliche Quarantäne für das komplette Team inklusive der Betreuer um den neuen Bundestrainer Alfred Gislason.

Mehr Infos dazu findet Ihr hier

Update, 17. März, 20.22 Uhr: Coronavirus fordert sechstes Todesopfer

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitteilt, ist am Montag eine über 80-jährige Frau an den Folgen des Coronavirus verstorben. 

Insgesamt steigt die Zahl der Infizierten auf 1641 Fälle. 

Mehr Infos erfahrt Ihr hier

Update, 17. März, 19.15 Uhr: Sparkassenpräsident: Bargeldabhebung funktioniert

Die Sparkassen in Baden-Württemberg halten ungeachtet der Corona-Krise an einer lückenlosen Bargeldversorgung fest. "Wir werden die Bargeldversorgung zu einhundert Prozent gewährleisten", sagte der Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg, Peter Schneider, dem "Südkurier" (Mittwoch).
Die Bargeldabhebung an SB-Automaten sei von den Corona-Ereignissen völlig unbeeinträchtigt, genau wie Online-Transaktionen. Falls je ein Automat oder Server ausfallen sollte, gebe es Notfallpläne, die griffen, sagte Schneider.

Die Bargeldabhebung sei völlig unbeeinträchtigt. 
Die Bargeldabhebung sei völlig unbeeinträchtigt.  © Till Simon Nagel/dpa

Update, 17. März, 18.30 Uhr: Mannheim will Saison virtuell zu Ende spielen

Not macht erfinderisch: Fußball-Drittligist SV Waldhof Mannheim will die wegen der Coronavirus-Pandemie ausgesetzte Saison virtuell zu Ende spielen und einen Teil der Einnahmen spenden. Die E-Sportler des Vereins wollen die ausstehenden Partien, die allesamt im Livestream gezeigt werden, auf der Konsole spielen. Los geht es am 27. März mit der Begegnung Waldhof Mannheim gegen KFC Uerdingen.

Mehr dazu erfahrt Ihr hier

Update, 17. März, 18.00 Uhr: Vorerst keine Ausgangssperren

Überall geschlossene Schulen und Kitas, Kontrollen an den Grenzen und der eindringliche Appell, Distanz zueinander zu halten: In Baden-Württemberg ist das öffentliche Leben drastisch heruntergefahren worden. Die Regierung geht davon aus, dass die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus trotzdem steigen wird. Erst in 10 bis 14 Tagen sei damit zu rechnen, dass die Maßnahmen wirkten, hieß es am Dienstag. 

Ausgangssperren soll es erst einmal nicht geben. Die grün-schwarze Landesregierung kündigte weitere Hilfen in Milliardenhöhe für kleine und mittelgroße Unternehmen an, die unter den Folgen der Coronakrise schwer zu leiden haben.

Geschlossen sind in Baden-Württemberg etwa Museen und Theater, Kinos, Bäder Fitnessstudios, Bibliotheken, Volksschulen und Bordelle. Nicht geschlossen werden unter anderem der Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Tankstelle, Drogerien, Friseure, Reinigungen, Banken, Sparkassen, Apotheken - für diese Bereiche wird auch das Sonntagsverkaufsverbot ausgesetzt.

Die Standesämter im Land haben die Zahl der zugelassenen Gäste teilweise auf ein absolutes Minimum reduziert. Das geht nach Angaben des Städtetags Baden-Württemberg so weit, dass nur das Brautpaar anwesend sein darf, da Trauzeugen nicht zwingend vorgeschrieben sind. In einigen Städten werden Heiraten - außer den seltenen Nottrauungen kurz vor dem Tod - auf unbestimmte Zeit verschoben.

Update, 17. März, 17.16 Uhr: Daimler stoppt Großteil der Produktion in Europa

Der Autobauer Daimler stoppt wegen der Ausbreitung des Coronavirus einen Großteil seiner Produktion in Europa. Die Maßnahme beginne noch in dieser Woche und dauere zunächst zwei Wochen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Mehr dazu erfahrt Ihr hier.

Update, 17. März, 16.55 Uhr: Oberbürgermeister Kuhn zu Einschränkung des Einzelhandels

"Solche Einschnitte in das öffentliche Leben kannten wir bisher nicht. Aber ich unterstütze ausdrücklich, dass zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus auch in Stuttgart der Einzelhandel eingeschränkt wird. Wir alle müssen mehr tun, um die Ansteckungsketten zu unterbrechen. Jetzt entscheidet sich, ob wir das Virus eindämmen können. Wer jetzt unvernünftig ist, gefährdet sich und andere." 

Für Panik bestehe aber kein Anlass. Oberbürgermeister von Stuttgart Fritz Kuhn sagt weiter: "Ich verstehe die Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger. Aber alle Läden, die zum Leben notwendige Waren anbieten, bleiben geöffnet. Das gilt auch für die medizinische Versorgung."

Oberbürgermeister von Stuttgart Fritz Kuhn. 
Oberbürgermeister von Stuttgart Fritz Kuhn.  © DPA / Marijan Murat

Update, 17. März, 16.50 Uhr: Gesundheitsminister Lucha: "Unser Problem heißt nicht Iran, es heißt Ischgl"

Die aktuelle Verbreitung des Coronavirus geht nach Angaben von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) auch besonders auf Kontakte in Skigebieten zurück. "Unser Problem heißt nicht Iran, es heißt Ischgl", sagte Lucha am Dienstag bei einer virtuellen Pressekonferenz in Stuttgart mit Blick auf beliebte Skigebiete. "Die Après-Ski-Partys in Tirol haben uns ein ganz großes Problem ins Land gebracht." Lucha appellierte an die Bürger, die sozialen Kontakte um 50 Prozent zu reduzieren. "Bitte Jugendliche, keine Corona-Partys!", sagte Lucha.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) führte am Dienstag die Ausbreitung des Virus unter anderem auf Kontakte in Skigebieten zurück. Er verwies etwa auf Südtirol, Österreich und die Schweiz. Das Risiko, das aus dem regen Austausch in Skigebieten entstanden sei, solle man nicht unterschätzen. Spahn bekräftigte den Aufruf an Heimkehrer aus den Skigebieten, zwei Wochen zu Hause zu bleiben.

Manne Lucha, Gesundheitsminister von Baden-Württemberg. 
Manne Lucha, Gesundheitsminister von Baden-Württemberg.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 17. März, 16.39 Uhr: Stadt Stuttgart will gegen Falschinformationen vorgehen

Wie die Stadt Stuttgart mitteilt, kursieren derzeit auf Facebook zwei Seiten, die den Anschein erwecken würden, behördliche Aussagen zu teilen. Dabei seien auch Falschinformationen. Die Stadt prüfe rechtliche Schritte. 

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: "Es ist unverantwortlich, die Öffentlichkeit zu verwirren oder Panik zu erzeugen. Da hört der Spaß auf! Wir gehen mit aller Kraft gegen Fake News vor."

Update 17. März, 16.18: Fünfter Todesfall

Wie das Landesgesundheitsamt mitteilt, ist am Montag ein 80-jähriger Mann aus dem Landkreis Rottweil im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Der Mann litt bereits an einer chronischen Erkrankung. 

Mehr Infos dazu >>> HIER.

Update 17. März, 15.49: Fieber-Ambulanz im Reitstadion

Um möglichst viele Patienten bei steigenden Infektionszahlen zu versorgen, hat das Gesundheitsamt das Deutsche Rote Kreuz beauftragt eine Fieber-Ambulanz einzurichten. 

Patienten mit schweren Infektionskrankheiten können von niedergelassenen Ärzten zur Abklärung in die Fieber-Ambulanz im ehemaligen Reitstadion in Bad Cannstatt verwiesen werden. Dort können auch Coronavirus-Tests durchgeführt werden. 

Update, 17. März, 15.37 Uhr: 500 Ärzte wollen in Coronakrise helfen

In Baden-Württemberg haben sich rund 500 Ärzte gemeldet, die derzeit nicht in der medizinischen Versorgung arbeiten, aber in der Coronakrise helfen möchten. Es handele sich zum Beispiel um Ärzte in der Verwaltung, bei Behörden, in der Pharmaindustrie, in der Elternzeit oder im Ruhestand, teilte die Landesärztekammer am Dienstag in Stuttgart mit. Kammerpräsident Wolfgang Miller sagte laut Mitteilung: "Unsere Mitglieder erkennen den dringenden Bedarf an ärztlicher Arbeitskraft und wollen dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung zu verstärken."

Die Kammer hatte vor zwölf Tagen damit begonnen, Ärzte anzuschreiben. Nach Angaben von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) wird darauf geachtet, dass ältere Ärzte nicht direkt in Kontakt mit infizierten Patienten kommen. Ältere Menschen gehören zu den Risikogruppen, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus häufiger schwer verläuft.

Viele Ärzte, die beispielsweise in der Verwaltung tätig sind, wollen helfen. 
Viele Ärzte, die beispielsweise in der Verwaltung tätig sind, wollen helfen.  © Alessandro Crinari/KEYSTONE/dpa

Update, 17. März, 15.30 Uhr: Viele Gaststätten trotz Verbot geöffnet

Auf zahlreiche trotz Verbots geöffnete Gaststätten und einige uneinsichtige Wirte ist die Polizei in der Nacht zum Dienstag in Karlsruhe gestoßen. Die meisten Gastwirte seien aber einsichtig gewesen und hätten ihre gut besuchten Bars dann geschlossen, teilte die Polizei mit.

Außerdem hätten die Beamten vereinzelt Hinweise auf private Partys erhalten, die alternativ zum fehlenden Nachtleben organisiert werden sollten. "Die aktuellen Maßnahmen sind natürlich für das Privatleben einschneidend, sie sind aber mit Bedacht gewählt und sinnvoll. Wir appellieren dringend daran, sich an die Hinweise und Bestimmungen zu halten," betonte Polizeipräsidentin Caren Denner.

Am Montag hatte ein 40 Jahre alter Mann in Karlsruhe nach Polizeiangaben über soziale Netzwerke zu einer "Corona-Ansteck-Party" eingeladen. Dabei habe er offenbar unwahr angegeben, selbst infiziert zu sein. Erst als ihn eine Polizeistreife in seiner Wohnung aufsuchte, habe er den Beitrag im Internet zurückgenommen und es als Spaß ausgegeben. "Derartige Beiträge und Falschmeldungen in den sozialen Netzwerken tragen dazu bei, die Menschen zu verunsichern", kritisierte Denner. Das sei unnötig und gefährlich. "Wir bitten dringend darum, solche Meldungen zu unterlassen und nicht weiter zu verbreiten."

Update, 17. März, 15.14 Uhr: Verunsicherung im Handel

Der Handel im Südwesten ist angesichts der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie stark verunsichert - und übt scharfe Kritik an der Landesregierung. "Mit keinem Ton wurde am Dienstag bei der Regierungspressekonferenz vom Ministerpräsidenten erwähnt, wann denn jetzt diese einschneidenden Maßnahmen greifen. Bei uns stehen die Telefone nicht mehr still", sagte Peter Spindler, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Südbaden, am Dienstag angesichts der geplanten Schließung von Geschäften. Manche Händler hätten schon geschlossen, andere wiederum warteten ab. Die Situation sei desaströs - zumal viele Betriebe nicht einmal wüssten, ob die Maßnahmen nun für sie gelten oder nicht.

"Was ist beispielsweise mit einer Confiserie?", fragt Spindler, «die bietet doch auch Lebensmittel an?» Darüber hinaus gebe es viele Mischbetriebe, die neben Lebensmitteln auch andere Waren führten, etwa Handwerk oder Kleidung. Wie es um sie steht, ist ebenfalls unklar. Es sei nicht einmal geklärt, welche Geschäfte als "systemrelevant" gelten, kritisierte auch der Handelsverband Baden-Württemberg (HBW) in einem offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

"Wir müssen mit vielen Insolvenzen rechnen - viele Betriebe werden das ohne finanzielle Unterstützung keine drei bis vier Wochen überstehen", sagte Spindler. Finanzielle Hilfe ist zwar vom Land geplant, doch noch ist vieles unklar. Der HBW kritisierte in seinem offenen Brief die bürokratischen Hürden für solche Hilfen. "Wir brauchen diese Kredite jetzt, so schnell und so unbürokratisch wie möglich", sagte HBW-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann. Viele Händler wüssten nicht, wie sie allein ihre Fixkosten noch in der nächsten Woche bezahlen sollten.

Im Einzelhandel herrscht große Verunsicherung. 
Im Einzelhandel herrscht große Verunsicherung.  © Thomas Frey/dpa

Update, 17. März, 15.06 Uhr: Kein Fährverkehr in die Schweiz

Die Fährverbindung zwischen Friedrichshafen und dem schweizerischen Romanshorn ist vorübergehend eingestellt worden. "Nach aktuellem Stand werden bis 19. April keine Schiffe mehr zwischen beiden Städten fahren", teilten die Bodensee-Schiffsbetriebe am Dienstag mit. Grund dafür sei die Schließung des Romanshorner Grenzüberganges auf Schweizer Seite vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Der Warenverkehr müsse nun über den Autobahnzoll in Kreuzlingen/Thayngen laufen, Pendler sollten den Zoll von Kreuzlingen/Emmishofen nach Konstanz nutzen. Im vergangenen Jahr fuhren nach Angaben der Schiffsbetriebe rund 547 000 Passagiere mit der Fähre.

Update, 17. März, 14.03 Uhr: Kretschmann verspricht Milliardenhilfen für die Wirtschaft

Das Land Baden-Württemberg will der von der Coronavirus-Krise bedrohten Wirtschaft auch über die bisher angekündigten Maßnahmen hinaus helfen. Es werde weitere Programme in Milliardenhöhe geben, um vor allem kleinen und mittleren Unternehmen unter die Arme zu greifen, von denen nun vielen der gesamte Umsatz wegbreche, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). 

"Da wird es mit Überbrückungskrediten oft nicht getan sein", betonte er. Details sollen noch in dieser Woche in der Koalition abgestimmt und dann umgehend veröffentlicht werden.

Nach Ansicht von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sind Soforthilfen in Form von Direktzuschüssen an Unternehmen dringend notwendig. Der Bund habe zwar bereits unbegrenzte Kredite zugesagt, aber das werde nicht reichen. "Wir werden uns ganz besonders auch gerade um die Kleinunternehmen kümmern", versicherte Hoffmeister-Kraut.

Bereits beschlossen ist nach Kretschmanns Angaben unter anderem, die Bürgschaftsprogramme des Landes deutlich auszuweiten. So habe man die Bürgschaftsquoten von 50 auf 80 Prozent erhöht und den jährlich verfügbaren Bürgschaftsrahmen von 200 Millionen auf eine Milliarde Euro verfünffacht, sagte Kretschmann.

Vor der Corona-Krise: Ein Blick auf den Betrieb am Stuttgarter Flughafen.
Vor der Corona-Krise: Ein Blick auf den Betrieb am Stuttgarter Flughafen.  © DPA / Marijan Murat

Update, 17. März, 13.31 Uhr: Nachtflugverbot in Stuttgart teilweise aufgehoben

Für Flüge mit Rückkehrern aus dem Ausland ist die Nachtflugbeschränkung am Stuttgarter Flughafen vorübergehend aufgehoben. 

Das Regierungspräsidium Stuttgart werde für alle Flüge, die aufgrund der Corona-Pandemie in dieser Zeit starten oder landen müssen, eine Ausnahmegenehmigung erteilen, teilte der Flughafenbetreiber am Dienstag mit. 

Solche Ausnahmegenehmigungen seien zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zulässig. 

In Stuttgart darf normalerweise morgens ab 6 Uhr gestartet werden. 

Der letzte Start ist um 23 Uhr erlaubt, die letzte Landung um 23.30 Uhr.

Update, 17. März, 12.50 Uhr: Kultusministerin Eisenmann bittet um Verständnis für Ausnahmesituation

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat um Verständnis dafür gebeten, wenn etwa bei der Notfallbetreuung von Kindern noch nicht alles rund läuft. Auf so eine Lage könne man sich nicht vollumfänglich vorbereiten - es handele sich um eine absolute Ausnahmesituation, sagte Eisenmann.

"Das ist für uns alle eine neue Situation und eine große Herausforderung." Sie bestätigte, dass die Lernplattform Moodle am Montag zusammengebrochen sei. Nun funktioniere sie und werde intensiv genutzt. Man versuche, Moodle flächendeckend für die Schüler im Südwesten anzubieten. Man könne aber nicht ausschließen, dass es Ausfälle gebe. 

Die Schulen und Kindertageseinrichtungen haben seit heute geschlossen.

Update, 17. März, 12.46 Uhr: Kretschmann geht von weiter steigenden Fallzahlen aus

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus wird im Land trotz der drastischen Gegenmaßnahmen nach Einschätzung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zunächst weiter steigen. Die Wirkung der Maßnahmen werde sich nicht sofort in den Fallzahlen widerspiegeln, sagte Kretschmann bei einer Pressekonferenz der Landesregierung in Stuttgart, die angesichts der Lage nur per Livestream stattfand. 

Er sprach von einer Verzögerung von 10 bis 14 Tagen. Die Fallzahlen würden zunächst weiter hochgehen, weil erst die erfasst würden, die sich bereits vor zwei Wochen angesteckt hätten.

Winfried Kretschman (71, Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sitzt in seinem Amtssitz, der Villa Reitzenstein, im Kabinettssaal vor einem Computerbildschirm. Die Kabinettsmitglieder tagen wegen des Coronavirus in virtueller Form.
Winfried Kretschman (71, Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sitzt in seinem Amtssitz, der Villa Reitzenstein, im Kabinettssaal vor einem Computerbildschirm. Die Kabinettsmitglieder tagen wegen des Coronavirus in virtueller Form.  © Jana Hoeffner/Staatsministerium Baden-Württemberg/dpa

Update, 17. März, 12.37 Uhr: Gesundheitsminister Lucha gibt vierten Todesfall bekannt

Wie Gesundheitsminister Manfred Lucha (58, Grüne) auf der Pressekonferenz zu den aktuellen Beschlüssen der Landesregierung in Stuttgart mitgeteilt hat, ist der vierte Todesfall aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg registriert worden.

Mehr Infos dazu >>> HIER.

Gesundheitsminister Manne Lucha (58, Grüne).
Gesundheitsminister Manne Lucha (58, Grüne).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 17. März, 11.46 Uhr: So kommen Pendler über die Grenze

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat sich am Dienstag zu den Kontrollen an den Grenzübergängen nach Frankreich und zur Schweiz geäußert - und dazu, wie Pendler an Grenzübertrittsbescheinigungen kommen.

Es gehe darum, "Infektionsketten abzuschneiden und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Wenn Personen mit Krankheitsanzeichen angetroffen werden, erfolgt eine unmittelbare Kontaktaufnahme mit den Gesundheitsbehörden, damit die weiteren Maßnahmen ergriffen werden können."

Für Pendler gebe es Ausnahmen. Folgendes Verfahren wurde demnach festgelegt:

  • Die Gemeinden stellen gemeinsam mit den Arbeitgebern die Grenzübertrittsbescheinigungen für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus. Die Vordrucke werden als pdf-Vorlage zur Verfügung gestellt.
  • Die Vordrucke der Grenzübertrittsbescheinigungen werden an die Kommunen direkt versandt. Diese unterschreiben und siegeln ein Exemplar und übersenden dieses an die Arbeitgeber.
  • Die Arbeitgeber bzw. die Gemeinden erfassen die ausgestellten Grenzübertrittsbescheinigungen auf einer Liste.
  • Die Regierungspräsidien stellen die Vorlagen in ihrer Homepage ein.

"Unabhängig von der Regelung weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass insbesondere für Berufspendlerinnen und Berufspendler aus den angrenzenden Regionen Frankreichs und der Schweiz weiterhin die Empfehlung der Landesregierung gilt, möglichst der Arbeitsstätte in Deutschland fernzubleiben", so Strobl. 

Sollte dies nicht möglich sein, weil beispielsweise der Arbeitgeber keine Freistellung erteile oder insbesondere die Arbeitskraft zur Bewältigung der Krise rund um das Coronavirus unverzichtbar sei, solle der Grenzübertritt durch die Bescheinigung weiterhin möglich sein.

Die Grenzübertrittsbescheinigung findet Ihr online HIER.

Bei Fragen zur Ein- und Ausreise sowie zum Grenzübertritt hat die Bundespolizei Informationen HIER hinterlegt.

Innenminister Thomas Strobl.
Innenminister Thomas Strobl.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 17. März, 11.24 Uhr: Europapark bleibt zunächst geschlossen

Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park in Rust bei Freiburg, verschiebt wegen des Coronavirus den Start in die diesjährige Saison. Jetzt könnte der Park frühestens am 19. April öffnen. Mehr dazu könnt Ihr hier erfahren. 

Update, 17. März, 10.50 Uhr: FDP will Aussetzung des Diesel-Fahrverbots

Am Dienstag meldeten sich die Freien Demokraten auf Twitter zu Wort. "In der jetzigen Corona-Krise müssen die Diesel-Fahrverbote sofort fallen. Es passt nicht zusammen, wenn einerseits eine Bundesfamilienministerin vor dem ÖPNV warnt, und auf der anderen Seite sperrt man Diesel-Fahrer aus", zitiert der Tweet den stellvertretenden verkehrspolitischen Sprecher der FDP/DVP-Landtagsfraktion, Jochen Haußmann.

Vergangene Woche hatte das Verkehrsministerium Risikogruppen geraten, auf unnötige Fahrten mit dem ÖPNV zu verzichten. Am gestrigen Montag habe es dann die Forderung der Liberalen nach der Aussetzung des Fahrverbots aber abgelehnt, meldet die Stuttgarter Zeitung.

Dem Bericht zufolge sei jedoch nach Ministeriumsangaben "derzeit keine Aufhebung oder Aussetzung der bestehenden Verkehrsverbote für Dieselfahrzeuge vorgesehen".

Update, 17. März, 9.21 Uhr: Ikea macht Filialen dicht

Wie Ikea am Dienstagmorgen mitteilte, bleiben deutschlandweit alle Einrichtungshäuser ab heute geschlossen. Diese Entscheidung gilt bis auf Weiteres. 

Bei Ikea bleiben die Filialen jetzt erstmal geschlossen.
Bei Ikea bleiben die Filialen jetzt erstmal geschlossen.  © picture alliance / Ina Fassbender/dpa

Update, 17. März, 7.30 Uhr: Wilhelma schließt ihre Tore

Zoo-Fans aufgepasst: Die Wilhelma in Stuttgart bleibt ab heute vorerst zu!

Wie es auf der Homepage heißt, seien der Zoologisch-Botanische Garten und seine Belegschaft bisher nicht von Corona-Fällen betroffen: "Da es jedoch bislang nicht gelungen ist, die Ausbreitung des Virus SARS CoV 2 in der Region Stuttgart erkennbar zu verlangsamen, erstrecken sich nun die rigorosen Vorsichtsmaßnahmen des Landes Baden-Württemberg zum Infektionsschutz auch auf die Wilhelma."

Die Wilhelma habe in den vergangenen Tagen schrittweise immer strengere Maßnahmen ergriffen. "Alle Zusatzangebote, die Menschen an einem Punkt zusammenbringen, wie Führungen oder kommentierte Fütterungen, waren bereits gestrichen worden. Seit Samstag waren zudem alle Tier- und Pflanzenhäuser geschlossen und nur noch die historische Parkanlage und Außengehege für Gäste zu besuchen." 

Als äußerstes Mittel soll die Schließung dazu beitragen, dass möglichst wenig Menschen ohne absolute Notwendigkeit aufeinander treffen. Um die Versorgung von rund 11.000 Tieren und knapp 8500 Pflanzenarten zu gewährleisten, sei ein Notfallplan erarbeitet worden.

Geparden in der Wilhelma beobachten? Erstmal nicht mehr.
Geparden in der Wilhelma beobachten? Erstmal nicht mehr.  © Inga Dauter/Wilhelma Stuttgart/dpa

Update, 17. März, 6 Uhr: Coronavirus schränkt Trauungen ein

Wer sich dieser Tage das Ja-Wort geben will, muss mit Einschränkungen rechnen: Standesämter reduzieren wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus die Zahl der zugelassenen Gäste teilweise auf ein absolutes Minimum. 

Das geht nach Angaben des Städtetags Baden-Württemberg so weit, dass nur das Brautpaar anwesend sein darf, da Trauzeugen nicht zwingend vorgeschrieben sind. In einigen Städten werden Heiraten - außer den seltenen Nottrauungen kurz vor dem Tod - auf unbestimmte Zeit verschoben.

Im Südwesten stößt man auf einen Flickenteppich von Regelungen. Einige Kommunen haben die Zahl der Teilnehmer drastisch reduziert, andere sind weit lockerer, wie eine dpa-Umfrage ergab. 

Singen gehört zu den Kommunen mit den schärfsten Vorgaben: Ab sofort finden Trauungen dort nur noch im allerkleinsten Rahmen statt; das Brautpaar darf lediglich zwei Trauzeugen mitnehmen. 

In Karlsruhe ist der Spielraum hingegen vergleichsweise hoch. Mit einer Grenze von 50 Personen pro Eheschließung halte die Stadt sich an die vorgegebene Grenze für private Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, hieß es aus dem Rathaus.

Wer sich ewig binden will, der muss sich jetzt auf neue Regeln gefasst machen. (Symbolbild)
Wer sich ewig binden will, der muss sich jetzt auf neue Regeln gefasst machen. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. März, 18.00 Uhr: Bahnanbieter Abellio reduziert Verkehr

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zeigt auch Auswirkungen auf das Nahverkehrsangebot auf den Schienen im Südwesten. Auf einigen Strecken im Stuttgarter Netz/Neckartal werde das Angebot von Dienstag an reduziert, teilte Abellio am Montag mit. Betroffen sind zunächst auf der Regionalbahnlinie 17 mehrere Fahrten zwischen Bruchsal und Bretten sowie zwischen Pforzheim und Bietigheim-Bissingen. Außerdem entfallen einige Regionalexpress-Fahrten zwischen Heilbronn und Mosbach-Neckarelz. Ziel sei, den Bahnverkehr stabil zu halten, hieß es. Infolge der Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen seien erste Einschränkungen bei der Personalverfügbarkeit spürbar.

Im nächsten Schritt werde man den Verkehr auf einen Sonderfahrplan umstellen, der in den kommenden Tagen mit dem Verkehrsministerium abgestimmt werde. Damit trage man nicht nur weiterhin zu erwartenden Ausfällen beim Zugpersonal Rechnung, sondern auch rapide sinkenden Fahrgastzahlen im Netz Neckartal.

Auch die Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG (SWEG) kündigte an, ihre Busse und Bahnen von Dienstag an nur noch mit einem eingeschränkten Fahrplan fahren zu lassen. Auch die SWEG rechnet infolge der Schul- und Kitaschließungen mit deutlich weniger Fahrgästen.

Update, 16. März, 17.39 Uhr: Zahl der Infektionen steigt auf 1105 an

128 neue Infektionen wurden dem Landesgesundheitsamt am Montag gemeldet. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen auf 1105 an. 

613 Betroffene waren Männer, Erkrankte sind im Alter von 1 bis 94 Jahren. Das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre. Acht Menschen werden intensivmedizinisch betreut. 

Die Alterspanne reicht von 1-94 Jahre. 
Die Alterspanne reicht von 1-94 Jahre.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 16. März, 17.10 Uhr: Grundversorgung im Flugverkehr bleibt bestehen

Trotz des grassierenden Coronavirus soll der Betrieb an den Flughäfen in Baden-Württemberg derzeit nicht vollends zum Erliegen kommen. Das teilte das Verkehrsministerium am Montag mit. Urlaubern und Geschäftsreisenden werde die Rückkehr ermöglicht, teilte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) mit. Der Luftfrachtverkehr werde fortgesetzt. 

"Eine Grundversorgung im Flugverkehr wird in jedem Fall aufrechterhalten." Wer aus Risikogebieten über den Flughafen einreise, soll zu Hause 14 Tage in Isolation gehen. Eine vollständige Schließung der Flughäfen sei derzeit nicht geplant, da sie auch für Rettungsdienste und Hilfsorganisationen gebraucht würden.

Urlauber und Geschäftsreisenden soll der Rückflug ermöglicht werden. (Symbolbild)
Urlauber und Geschäftsreisenden soll der Rückflug ermöglicht werden. (Symbolbild)  © Federico Gambarini/dpa

Update, 16. März, 16.42 Uhr: Zeitungen reduzieren ihren Umfang

Zeitungsleser müssen sich wegen der Coronakrise auf dünnere Ausgaben einstellen. Wegen der Absage fast aller Veranstaltungen entfällt die Berichterstattung über viele Termine. "Damit entfallen viele Artikel in fast allen Ressorts", teilte die "Stuttgarter Zeitung" am Montag auf ihrer Titelseite mit. Die aktuelle Ausgabe sei daher in einem reduzierten Umfang erschienen, unter anderem mit nur zwei Sportseiten. Die "Stuttgarter Nachrichten" kündigten an, ihre Terminseiten bis auf weiteres auszusetzen.

Der Verband Südwestdeutscher Zeitungsverleger warb um Verständnis. "Wenn das Leben reduziert ist, werden auch die Zeitungsteile reduziert, die über das Leben berichten", sagte der Verbandsgeschäftsführer Holger Paesler. "Die Verlage in Baden-Württemberg werden aber ihre öffentliche Funktion weiter fortsetzen und erfüllen."

Einige Medienhäuser denken darüber nach, ihre Online-Bezahlschranken zu öffnen, also mehr Artikel zur kostenlosen Lektüre freizugeben. Rundfunk und Presse gehören den Angaben zufolge zu den Bereichen der kritischen Infrastruktur. Das heißt: Journalisten können eine Notfallbetreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen, wenn beide Elternteile in diesen Bereichen tätig sind, zu denen etwa auch Polizei, Feuerwehr und das Gesundheitssystem zählen.

Update, 16. März, 16.26 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle in Flüchtlingszentrum

Zwei Flüchtlinge wurden im Ankunftszentrum in Heidelberg positiv auf das Coronavirus getestet. Die beiden Asylbewerber wurden in ein Quarantänelager gebracht. 

Update, 16. März, 16.11 Uhr: Gottesdienste abgesagt

Die Coronakrise schränkt auch das kirchliche Leben auf historisch beispiellose Weise ein. Das Bistum Rottenburg-Stuttgart sagte am Montag alle öffentlichen Eucharistiefeiern und andere Gottesdienste bis einschließlich 19. April ab und erklärte: 

"Die Sonntagspflicht ist für diesen Zeitraum ausgesetzt. Die Kirchen in der Diözese bleiben aber geöffnet, um Gläubigen die Möglichkeit zum Gebet zu geben." In dringenden Ausnahmesituationen könnten Priester und Diakone das Taufsakrament im engen Familienkreis spenden.

Im Erzbistum Freiburg sind Gottesdienste bislang nicht grundsätzlich abgesagt: Ob sie stattfinden können, hänge von den Bestimmungen der örtlichen Gesundheitsbehörden zu den maximalen Teilnehmerzahlen ab. "Werden mehr Besucherinnen und Besucher erwartet, ist der Gottesdienst vorsorglich abzusagen", erklärte die Kirchenleitung.

Die evangelische Landeskirche in Württemberg empfahl ihren Gemeinden dringend, "ab sofort und bis auf weiteres auf Gottesdienste zu verzichten". Die evangelische Landeskirche in Baden empfiehlt dies noch nicht, hat aber andere Veranstaltungen abgesagt.

Die Kirchen- und Pfarrgemeinderatswahlen in den beiden katholischen Bistümern finden am kommenden Sonntag als Briefwahl statt. Die Wahllokale bleiben geschlossen. Im Erzbistum Freiburg, wo die Pfarrgemeinderäte in 224 Gemeinden neu gewählt werden, können die Katholiken ihre Stimme auch online abgeben. Im Bistum Rottenburg-Stuttgart werden fast 10 000 Kirchengemeinde- und Pastoralräte gewählt.

Coronakrise schränkt auch das kirchliche Leben ein. 
Coronakrise schränkt auch das kirchliche Leben ein.  © Patrick Seeger/dpa

Update, 16. März, 16.02 Uhr: Justiz fährt die Systeme herunter

Die baden-württembergische Justiz fährt im Kampf gegen das Coronavirus die Systeme in den Gerichten und Gefängnissen so weit wie möglich herunter. Häftlinge dürfen bis auf Weiteres nicht mehr besucht werden, es werden nur noch wichtige Prozesse verhandelt und die meisten Angestellten und Beamten nach Hause geschickt, wie Justizminister Guido Wolf (CDU) am Montag in Stuttgart ankündigte. 

"Es muss sich niemand Sorgen machen. Der Rechtsstaat funktioniert auch in der Krise", versicherte der Minister. Aber die historische Situation erfordere auch von der Justiz bislang nie notwendig gewesene Maßnahmen.

Der Betrieb werde stark beschränkt, eingestellt werde er aber nicht, betonte Wolf. Ermittlungsrichter würden ebenso weiterarbeiten wie Haftrichter, eilige Familiensachen würden entschieden und Verhandlungen, die trotz des Virus stattfinden müssten, seien auch weiter öffentlich. Richterinnen und Richter könnten über die elektronische Akte der Gerichtsstandorte vollwertig mobil im Homeoffice arbeiten, sagte Wolf.

Auch der Bundesgerichtshof (BGH) sagte am Montag mehrere für diese Woche angesetzte Termine ab. Die Entscheidung hätten die jeweiligen Senatsvorsitzenden getroffen, sagte eine Sprecherin des obersten Zivil- und Strafgerichts in Karlsruhe und Leipzig. "Unser primäres Ziel ist es, die persönlichen Kontakte zu verringern." Dabei stehe der Gerichtshof vor dem Dilemma, dass für Verhandlungen und Urteilsverkündungen der Grundsatz der Öffentlichkeit gelte. "Auf der anderen Seite wollen wir natürlich dazu beitragen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet."

Das nun gültige strikte Besuchsverbot in den Justizvollzugsanstalten des Landes sei hart für die Häftlinge, sagte Wolf weiter. "Wir wissen, dass dies für die Gefangenen eine einschneidende Maßnahme ist. Wir kommen aber in der jetzigen Situation nicht umhin." Über Ausnahmen von diesem Verbot müsse die jeweilige Leitung der Justizvollzugsanstalt entscheiden.

Zuletzt war die Besuchszeit bereits deutlich auf nur noch eine Stunde pro Monat reduziert worden. Als Ausgleich für die fehlenden Besuche dürften die Häftlinge länger telefonieren, hieß es weiter.

Viele Prozesse werden verschoben. (Symbolbild)
Viele Prozesse werden verschoben. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

Update, 16. März, 15.53 Uhr: Streit um Impfstoff erreicht Kreis der G7-Staaten

Der mutmaßliche Versuch der US-Regierung, den Tübinger Impfstoff-Entwicker CureVac zu einem Standortwechsel zu bewegen, beschäftigt auch den Kreis der G7-Staaten. Mehr Infos dazu findet Ihr hier

Update, 16. März, 15.41 Uhr: Gaststätten sollen 1,5 Meter Abstand zwischen Tischen einhalten

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wird der Betrieb von Gaststätten im Land grundsätzlich untersagt - es sei denn, die Plätze für die Gäste werden so angeordnet, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist. 

Das teilte das Staatsministerium am Montag mit. Außerdem müssen im Fall von Infektionen für einen Zeitraum von einem Monat mögliche Kontaktpersonen nachverfolgbar bleiben.

Laut einer neuen Rechtsverordnung sind zudem nun auch Veranstaltungen unter freiem Himmel mit mehr als 100 Teilnehmern verboten. 

Darüber hinaus gelte die dringende Empfehlung, alle nicht notwendigen Veranstaltungen abzusagen - auch etwa Familienfeiern mit weniger als 100 Gästen.

Die Tische müssen mit einem Abstand von 1,5 Meter angeordnet werden. (Symbolbild)
Die Tische müssen mit einem Abstand von 1,5 Meter angeordnet werden. (Symbolbild)  © Edward Nalbantjan/123rf

Update, 16. März, 15.27 Uhr: Besuche im Gefängnis gestrichen

Um das ansteckende Coronavirus aus den baden-württembergischen Gefängnissen herauszuhalten, dürfen Häftlinge bis auf Weiteres nicht mehr besucht werden. 

"Wir wissen, dass dies für die Gefangenen eine einschneidende Maßnahme ist", sagte Justizminister Guido Wolf (CDU) am Montag in Stuttgart. "Wir kommen aber in der jetzigen Situation nicht umhin." Über Ausnahmen von diesem Verbot müsse die jeweilige Leitung der Justizvollzugsanstalt entscheiden.

Zuletzt war die Besuchszeit bereits deutlich auf nur noch eine Stunde pro Monat reduziert worden. 

Als Ausgleich für die fehlenden Besuche dürften die Häftlinge länger telefonieren, hieß es weiter.

Die Gefangenen dürfen kein Besuch mehr empfangen. (Symbolbild)
Die Gefangenen dürfen kein Besuch mehr empfangen. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Update, 16. März, 15.06 Uhr: Notfallpläne für Müllentsorgung

So mancher Landkreis im Südwesten stellt sich mittlerweile auch auf mögliche Personalengpässe bei der Müllentsorgung ein. Der Landkreis Rastatt etwa vergibt bis auf weiteres keine Termine für die Abholung von Sperrmüll. Wie Martin Schmidt vom Abfallwirtschaftsbetrieb Rastatt am Montag sagte, ist es durchaus denkbar, dass es wegen der Verbreitung des Coronavirus in den kommenden Wochen zu weiteren Problemen kommt. "Wir hoffen aber, dass das nicht passiert." Im Notfall könnten aber etwa die Abstände zwischen den Abholterminen verlängert oder auch Gebiete für die Touren der Müllwagen anders aufgeteilt werden.

Im Landkreis Karlsruhe gibt es nach Worten von Uwe Bartl vom Abfallwirtschaftsbetrieb ebenfalls Notfallpläne, sollte zuviel Personal ausfallen. Bisher sei man jedoch noch gut aufgestellt. "Das kann sich natürlich von heute auf morgen ändern", sagte er. Priorität habe im Fall der Fälle die Abholung von Rest- und Wertstoffmüll. "Sperrmüll könnte notfalls ja auch eine Weile in den Kellern bleiben."

Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, fragt der Landkreistag nach Angaben einer Sprecherin in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium derzeit ab, wie sich die Lage für die Entsorgungsbetriebe in den Landkreisen im Südwesten darstellt. Erste Erkenntnisse dürfte es den Angaben zufolge bis Ende der Woche geben.

Bei der Müllabfuhr könnte es auch zu Engpässen kommen. 
Bei der Müllabfuhr könnte es auch zu Engpässen kommen.  © Swen Pförtner/dpa

Update, 16 März, 14.29 Uhr: Nächste Tennis-Absage

Auch das wichtigste deutsche Damen-Tennisturnier in Stuttgart fällt aufgrund der Coronavirus-Pandemie aus. Eine Durchführung der hochklassig besetzten Sandplatz-Veranstaltung vom 20. bis 26. April galt bereits als unwahrscheinlich. Am Montag bestätigten die Veranstalter die Absage, nachdem zuvor bereits die "Bild"-Zeitung darüber berichtet hatte.

"Auch für uns hat die Gesundheit von Spielerinnen, Ballkindern, Zuschauern und allen Mitarbeitern oberste Priorität. Unser Fokus gilt ab sofort dem Porsche Tennis Grand Prix 2021", sagte Turnierdirektor Markus Günthardt. Für das WTA-Turnier hatten Topspielerinnen wie Angelique Kerber (Kiel), Julia Görges (Bad Oldesloe), Simona Halep (Rumänien), Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin (USA) sowie Vorjahressiegerin Petra Kvitova und Karolina Pliskova (beide Tschechien) zugesagt.

Nach der Absage aller Tennisturniere auf der Herren-Tour für sechs Wochen hatte zuvor die Damen-Organisation WTA bereits mehrere Veranstaltungen gestrichen. Auch die Premiere der Finalrunde im Fed Cup, die direkt vor dem Stuttgarter Turnier angesetzt war, war bereits abgesagt worden.

In Deutschland sind für den Juni noch die WTA-Turniere in Berlin und Bad Homburg geplant. Bei den Herren gehören das Ende April beginnende Turnier in München und dann noch die Veranstaltungen in Stuttgart, Halle/Westfalen und Hamburg zum Turnierkalender.

Update, 16. März, 14.24 Uhr: Stuttgart schließt Spielhallen

Auch das Glücksspiel wird in diesen Tagen in Stuttgart als Gefahrenherd erkannt: Um die Zahl der Infizierungen mit dem Coronavirus in den Griff zu bekommen, müssen Spielhallen, Spielbanken und Wettbüros in der Landeshauptstadt bis auf weiteres geschlossen bleiben. 

"Damit soll erreicht werden, dass ein enger Kontakt zwischen den Besuchern verhindert wird und sich das Coronavirus dabei nicht verbreiten kann", sagte ein Stadtsprecher am Montag. Oberstes Ziel bleibe es, die Infektionsketten zu unterbrechen und die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Die Spielbanken in Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart hatten ihren Betrieb in der vergangenen Woche bereits vorläufig eingestellt.

Spielhallen bleiben vorerst geschlossen. 
Spielhallen bleiben vorerst geschlossen.  © Oliver Berg/dpa

Update, 16. März, 14.14 Uhr: Mitglieder fordern Beiträge von Sportvereinen zurück

Nach der Aussetzung des Sportbetriebs wegen des Coronavirus fordern Vereinsmitglieder in Stuttgart nun vermehrt ihre Beiträge zurück. Das geht laut der Stadt auf Angaben des Amts für Sport und Bewegung zurück. "Die Stilllegung und vor allem die damit einhergehenden Rückforderungen von Beiträgen durch Vereinsmitglieder bringen viele Vereine an wirtschaftliche Grenzen", sagte Stuttgarts Sportbürgermeister Martin Schairer am Montag.

Der 67-Jährige appelliert daher an die Vereinsmitglieder. "Sehen Sie derzeit von Rückforderungen ab! Auch hier ist unsere Solidarität gefragt, damit unsere Vereine überleben und wir in Zukunft wieder Sport treiben können."

Wegen der Ausbreitung des Virus ist der Trainings- und Sportbetrieb in Stuttgart wie in anderen Städten derzeit bis auf weiteres untersagt.

Update, 16. März, 13.52 Uhr: Klinikum Stuttgart sagt alle planbaren Operationen ab

Der landesweit größte Krankenhausbetrieb, das Klinikum Stuttgart, sagt wegen des Coronavirus alle Operationen ab, die geplant und auch verschoben werden können. Von diesem Dienstag an sind automatisch alle Operationstermine gestrichen, die nicht durch das Klinikum ausdrücklich telefonisch bestätigt wurden, wie die Leitung des Krankenhauses am Montag mitteilte. 

Die Notfallversorgung zum Beispiel nach Unfällen oder bei akuten Schlaganfällen werde selbstverständlich fortgesetzt, sagte Kliniksprecher Hartmut Kistenfeger. Ziel sei es, durch die Absage von Operationen Kontakte zu reduzieren. Außerdem würden Patienten und Mitarbeiter geschützt sowie vorsorglich Ressourcen für die Behandlung von infizierten Menschen geschaffen.

Im Klinikum Stuttgart werden nach Angaben des Hauses jährlich über 50.000 Operationen und Eingriffe durchgeführt. Ein hoher Anteil sei planbar und habe nichts mit Notfällen zu tun, hieß es weiter.

Das Klinikum Stuttgart sagt aufgrund des Coronavirus alle planbaren Operationen ab.
Das Klinikum Stuttgart sagt aufgrund des Coronavirus alle planbaren Operationen ab.  © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 16. März, 13.07 Uhr: Lernplattform Moodle wird kostenlos zur Verfügung gestellt

Mit digitalen Lernangeboten soll die Zeit der flächendeckenden Schulschließungen bis zu den Osterferien überbrückt werden. Das Kultusministerium stellt allen Schulen im Land das Lernmanagementsystem Moodle kostenlos zur Verfügung, wie Ministerin Susanne Eisenmann (CDU) am Montag mitteilte.

"Insbesondere digitale Medien können dazu beitragen, ortsunabhängig zu kommunizieren, zu lernen und zu arbeiten." Moodle ermögliche interaktives E-Learning - Lerngruppen könnten eingerichtet, Aufgaben und Materialien verteilt und Arbeiten bewertet werden. 

Darüber hinaus könnten Lehrkräfte und Schüler in Foren diskutieren und Informationen austauschen. Moodle werde im Land bereit seit vielen Jahren von einigen Schulen sowie in der Lehrkräftefortbildung eingesetzt. Die Schulen könnten auch über den Einsatz anderer digitaler Angebote eigenständig entscheiden.

Eisenmann stellte klar, dass die Schulschließungen keine Verlängerung der Osterferien bedeuteten. Die Schulen im Land hätten den Montag dazu genutzt, den Schülern Vorbereitungshinweise für Prüfungen, Hausaufgaben sowie Lernpakete und Hinweise zur Weiterarbeit für die kommenden Wochen zu geben. Für Lehrer bestehe weiterhin die Dienstpflicht, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums. 

Sie müssten erreichbar sein für die Schüler und könnten von den Schulleitungen jederzeit etwa zur Notbetreuung von Kindern an die Schule beordert werden.

Update, 16. März, 12.56 Uhr: Kultusministerium richtet Seite mit häufigsten Fragen zu Schulschließungen ein

Das baden-württembergische Kultusministerium hat eine Übersichtsseite mit den häufigsten Fragen und Antworten zu den landesweiten Schulschließungen, die ab morgen in Kraft treten, eingerichtet. Zu finden ist der FAQ unter diesem Link. Das Ministerium machte noch einmal ausdrücklich klar, dass die Schulschließungen keine Verlängerung der Osterferien darstellen, sondern dem Ziel der Eindämmung des Coronavirus untergeordnet sind.

Update, 16. März, 12.03 Uhr: Kabinett kommt für Sitzung digital zusammen

Die Kabinettssitzung am Dienstag findet im Zeichen der Coronavirus-Krise nur virtuell statt. Die Ministerriege will sich nicht persönlich treffen, sondern sich zusammenschalten, wie ein Regierungssprecher am Montag mitteilte. 

Es sei aber noch nicht klar, ob per Telefon oder Videokonferenz. Statt der allwöchentlichen Regierungspressekonferenz im Anschluss an die Kabinettssitzung will sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dann per Livestream den Fragen der Journalisten stellen.

Das Kabinett um Ministerpräsident Winfried Kretschmann (2.v.l.) wird sich am Dienstag nicht persönlich treffen, sondern digital zusammenschalten.
Das Kabinett um Ministerpräsident Winfried Kretschmann (2.v.l.) wird sich am Dienstag nicht persönlich treffen, sondern digital zusammenschalten.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 16. März, 10.45 Uhr: Porsche-Mitarbeiter dürfen für Betreuung der Kinder zu Hause bleiben

Um die Betreuung ihrer Kinder organisieren zu können, dürfen viele Porsche-Mitarbeiter am Dienstag zu Hause bleiben. Die Regelung gelte für Beschäftigte in Baden-Württemberg, die nicht mobil arbeiten können, sagte ein Sprecher des Autobauers am Montag in Stuttgart. 

Für alle Porsche-Beschäftigten, die ihren Job auch mobil erledigen können, gilt ohnehin seit Montag, dass sie bis auf Weiteres nicht an ihren Arbeitsplatz kommen und von zu Hause oder unterwegs arbeiten sollen. Dienstreisen seien grundsätzlich zu vermeiden, hieß es weiter. Die Produktion werde aufrechterhalten.

Update, 16. März, 10.27 Uhr: Kultusministerin Eisenmann spricht Lehrern Vertrauen aus

Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) setzt angesichts flächendeckender Schulschließungen wegen des Coronavirus auch auf digitale Lernangebote. In Bezug auf die Schulschließungen habe sie Vertrauen in die Lehrer, sagte sie am Montagmorgen im Radioprogramm "SWR Aktuell". 

Sie setze darauf, dass von den Schulen jetzt Übungen digital an die Schüler weitergegeben würden. "Und wenn es irgendwie gar nicht funktioniert, greifen wir vielleicht auch einfach auf die gute, alte Post zurück."

Sie sei sich bewusst, dass die Schulschließungen für Eltern und Kinder eine große Herausforderung seien. Dringend geboten sei es jetzt, "zu verhindern, dass Kinder dann in ein Loch fallen." 

Eisenmann sprach von einer absoluten Notsituation. "Das gab’s so noch nie. Auf so was kann man sich auch nicht allumfassend vorbereiten." Jeder müsse seinen Teil beitragen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU).
Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 16. März, 9.14 Uhr: Landesregierung will Katastrophenfall wohl noch nicht ausrufen

Im Gegensatz zu Bayern will die baden-württembergische Landesregierung offenbar vorerst keinen Katastrophenfall ausrufen. Das berichtete der SWR und beruft sich auf dabei auf Aussagen von Gesundheitsminister Manne Lucha (58, Grüne). Demnach sollen auch Ausgangssperren derzeit nicht in Betracht gezogen werden.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (58, Grüne).
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (58, Grüne).  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 16. März, 8.08 Uhr: Schorndorfer Oberbürgermeister Klopfer unter Infizierten

Wie die Schorndorfer Stadtverwaltung am Sonntagabend mitteilte, ist auch der Oberbürgermeister Matthias Klopfer (52, SPD) mit dem Coronavirus infiziert. Er befinde sich in häuslicher Quarantäne, ihm gehe es soweit aber gut. Der 52-Jährige war von einem Aufenthalt in Tirol (Österreich) nach Deutschland zurückgekehrt.

Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer (52, SPD) wurde positiv auf das Coronavirus getestet.
Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer (52, SPD) wurde positiv auf das Coronavirus getestet.  © Thomas Niedermüller/dpa

Update, 16. März, 7 Uhr: Grenzen zu Frankreich und der Schweiz ab 8 Uhr dicht

Nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) am Sonntagabend verkündete, dass Deutschland aufgrund der Corona-Krise an den Grenzen zu Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz Kontrollen einführt, müssen Reisende ab 8 Uhr einen triftigen Grund haben, um nach Deutschland zu kommen.

An den baden-württembergischen Grenzen zu Frankreich und der Schweiz kommt es deshalb zu starken Einschränkungen. Der Warenverkehr soll aufrecht erhalten werden, auch Berufspendler haben freie Fahrt, sowie deutsche Staatsangehörige und Ausländer mit Aufenthaltsberechtigung und Wohnsitz in Deutschland.

Alle Infos dazu findest Du >>> HIER.

Kontrollen der Bundespolizei an der französischen Grenze in Kehl.
Kontrollen der Bundespolizei an der französischen Grenze in Kehl.  © Simon Adomat/visualmediadesign

Update, 15. März, 20.40 Uhr: Stuttgarter Ballett befindet sich in Quarantäne

Bei einem Teilnehmer eines Gastspiels des Stuttgarter Balletts ist das Coronavirus nachgewiesen worden. Daher befänden sich alle Tänzer und Mitarbeiter, die mit der erkrankten Person bei dem Gastspiel in Friedrichshafen Kontakt hatten, seit Samstag für zwei Wochen in häuslicher Quarantäne, teilte die Intendanz am Sonntag mit. Es handele sich um rund 120 Personen. Der erkrankten Person gehe es momentan gut.

Update, 15. März, 19:47 Uhr: In Mannheim steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten

Wie die Stadt mitteilte, wurden seit Sonntagnachmittag sieben weitere Coronavirus-Fälle in Mannheim bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten auf 44. Bei allen Patienten ist der Krankheitsverlauf bisher milde.  

Update, 15. März, 19.29 Uhr: 150 Neu-Infizierte in Baden-Württemberg

Wie das Ministerium für Soziales und Integration mitteilte, wurden in Baden-Württemberg 150 neue Covid-19-Fälle gemeldet. Somit steigt die Zahl der Infizierten auf 977 an. Mehr dazu erfahrt Ihr hier

Update, 15. März, 18.31: VfB Stuttgart macht die Schotten dicht

Der VfB Stuttgart führt wegen der Ausbreitung des Coronavirus derzeit keine Stadion-Touren mehr durch. Außerdem bleibt das Fan-Center an der Arena ab Montag bis auf weiteres geschlossen, wie der Fußball-Zweitligist am Sonntag mitteilte. 

Wie TAG24 bereits berichtete, wird am Montag auch kein Mannschaftstraining der Profis stattfinden. Zunächst für eine Woche wird der Trainingsbetrieb bei den Schwaben eingestellt. Die Spieler haben individuelle Trainingspläne bekommen. 

Update, 15. März, 17.42 Uhr: Landesärztekammer unterstützt doch Schulschließung erst am Dienstag

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg unterstützt nach einem Bericht von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" (Montag) die Öffnung der Schulen im Südwesten am Montag. Die nochmalige Öffnung sei ein "pragmatischer Kompromiss", sagte der Präsident der Landesärztekammer Wolfgang Miller den Zeitungen. Es gehe auch darum, die Schüler noch mit Lehrmaterial und Aufgaben zu versorgen. Die beiden Zeitungen korrigierten damit einen eigenen Bericht, in dem es hieß, die Landesärztekammer fordere eine Schließung bereits am Montag.

Der Vorstandschef des Ärzteverbands Medi, Werner Baumgärtner, sagte den Zeitungen dagegen, man dürfe nicht zulassen, dass an den Schulen noch einmal eine "große Corona-Party" stattfinde. Das wäre angesichts der sich rapide beschleunigenden Verbreitung des Erregers unverantwortlich. Die grün-schwarze Landesregierung hatte die Schließung der Schulen von Dienstag an für fünf Wochen bis nach den Osterferien verfügt.

Update, 15. März, 16.42 Uhr: 150 Infizierte in Stuttgart

Eine Mitarbeiterin nimmt in einem Corona-Abstrich-Zentrums an der Messe Stuttgart einen Abstrich.
Eine Mitarbeiterin nimmt in einem Corona-Abstrich-Zentrums an der Messe Stuttgart einen Abstrich.  © Sebastian Gollnow/dpa

In Stuttgart breitet sich das Coronavirus immer weiter aus. Wie die Stadt mitteilte, sind inzwischen 150 Menschen infiziert (Stand Sonntag, 15. März, 16 Uhr). 

Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Ehehalt,  appelliert eindringlich: "Nehmen Sie das Virus ernst, reduzieren Sie soziale Kontakte, gehen Sie auf Abstand – insbesondere, wenn Sie erkältet sind“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert. 

Außerdem weist das Amt darauf hin, dass ein Verstoß gegen eine verordnete Quarantäne strafbar ist. 

"Wer trotz einer Verfügung zur häuslichen Quarantäne außerhalb angetroffen werde, müsse mit einer Strafanzeige rechnen, erklärte der Leiter der Abteilung Sicherheit und Ordnung, Dr. Albrecht Stadler. Es drohten bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe. Außerdem werde dadurch die Bevölkerung einer möglichen Infektion mit dem Coranavirus ausgesetzt", heißt es in der Mitteilung der Stadt Stuttgart. 

Update, 15. März, 15.34 Uhr: SV Waldhof Mannheim verzichtet auf Mannschaftstraining

Der SV Waldhof Mannheim verzichtet aufgrund der Coronavirus-Pandemie bis auf weiteres aufs Mannschaftstraining. "Die Gesundheit aller hat absoluten Vorrang. Es hat oberste Priorität die Verbreitung zu verlangsamen und Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung zu zeigen", sagte Geschäftsführer Markus Kompp am Sonntag laut Vereinsmitteilung. Bei dem Fußball-Drittligisten hatte sich ein Verdacht auf eine Corona-Erkrankung bei Mittelfeldspieler Dorian Diring zuletzt nicht bestätigt. Die Spieltage 28 und 29 waren in der 3. Liga abgesagt worden.

Update, 15. März, 15.26 Uhr: Ärzte plädieren zu sofortiger Schulschließung

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg plädiert nach einem Bericht von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" (Montag) dafür, die Schulen im Südwesten bereits am Montag nicht mehr zu öffnen. Das Risiko sei angesichts der vielen bereits mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Land, die noch keine Symptome zeigen, zu groß.

Der Vorstandschef des Ärzteverbands Medi, Werner Baumgärtner, sagte den Zeitungen, man dürfe nicht zulassen, dass an den Schulen noch einmal eine "große Corona-Party" stattfinde. Das wäre angesichts der sich rapide beschleunigenden Verbreitung des Erregers unverantwortlich. Die grün-schwarze Landesregierung hatte die Schließung der Schulen von Dienstag an für fünf Wochen bis nach den Osterferien verfügt.

Update, 15. März, 15.16 Uhr: Deutschland will offenbar Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz schließen

Nach Informationen der Bild-Zeitung schließt Deutschland ab Montag 8 Uhr die Grenzen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich. Letzteres hatte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl bereits gefordert. Mehr dazu erfahrt Ihr in unserem deutschlandweiten Ticker.

Update, 15. März, 14.39 Uhr: Rathäuser in Stuttgart für Besucher geschlossen

Die Stadtverwaltung Stuttgart teilte mit, dass das Stuttgarter Rathaus sowie die Bezirksrathäuser ab sofort für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen sind. Dies solle zur Eindämmung des Coronavirus beitragen und die wesentlichen Verwaltungsfunktionen aufrechterhalten.

Zutritt haben nur noch Besucherinnen und Besucher mit einem vorab vereinbarten Termin.

Update, 15. März, 14.34 Uhr: Stuttgart 21-Gegner protestieren digital

Die Gegner von "Stuttgart 21" wollen auch während der Corona-Krise weiter gegen das Bauprojekt der Deutschen Bahn demonstrieren - und zwar digital. Von diesem Montag an werden die für die Montagsdemo geplanten Beiträge bis auf Weiteres als "Oben Bleiben TV" im Internet präsentiert, wie das Aktionsbündnis am Sonntag mitteilte. Dies soll um 18 Uhr geschehen, also zur Zeit des sonst üblichen Demo-Beginns.

Die Reihe der Montagsdemos gehört zu den am längsten andauernden Bürgerprotesten wesentlichen Umfangs in Deutschland. Am 26. Oktober 2009 hatte sich erstmals ein Grüppchen versammelt, um dem Unmut über das Bahnprojekt Nachdruck zu verleihen. Anfang Februar hatten die Gegner des Bahn-Bauprojekts zum 500. Mal zum Protest gegen den Tiefbahnhof aufgerufen.

Teilnehmer der Montagsdemonstration gegen "Stuttgart 21" auf dem Schlossplatz.
Teilnehmer der Montagsdemonstration gegen "Stuttgart 21" auf dem Schlossplatz.  © Tom Weller/dpa

Update, 15. März, 14.15 Uhr: Innenminister Strobl fordert Schließung der Grenze zu Frankreich

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) fordert nachdrücklich die Schließung der Grenze zu Frankreich, um die Verbreitung des Coronavirus einzuschränken. An erster Stelle stehe der Schutz der Bevölkerung vor einer Infektion, teilte Strobl am Sonntag mit. 

"Die Verbreitung des Virus muss so gut es geht verlangsamt werden. Dazu ist entscheidend wichtig, auch die grenzüberschreitende Ausbreitung bestmöglich zu unterbinden - insbesondere aus Hochrisikogebieten im Ausland." Die an Baden-Württemberg grenzende französische Region Grand Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) gilt als Risikogebiet.

Nachdem Frankreich das öffentliche Leben immer stärker einschränke, sei eine neue Situation entstanden, erklärte Strobl. Die Schließung der Grenze sei eine harte Maßnahme, "die mir als überzeugtem Europäer schwer fällt". Aber sie sei notwendig. Ausnahmen könne es geben, etwa für Warenlieferungen, Pendler in kritischen Infrastrukturen oder auch Pflegekräfte und medizinisches Personal. "Aber im Grundsatz muss gelten: Wer nicht zwingend über die Grenze muss, kommt nicht über die Grenze."

Bereits am Samstag hatte Strobl in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), dringend um die Einführung sogenannter notifizierter Grenzkontrollen nach dem Schengener Grenzkodex gebeten. Grundsätzlich wird der Grenzverkehr innerhalb der Europäischen Union nicht kontrolliert, die Staaten können aber in besonderen Situationen davon abweichen.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (59, CDU) fordert die Schließung der Grenze zu Frankreich.
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (59, CDU) fordert die Schließung der Grenze zu Frankreich.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 15. März, 13.56 Uhr: Will Donald Trump Impfstoff gegen Coronavirus aus Tübingen exklusiv für die USA?

Zwischen Deutschland und den USA gibt es einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge Auseinandersetzungen um ein Tübinger Unternehmen, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeitet.

US-Präsident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin.

Der US-Präsident biete der Tübinger Firma CureVac demnach angeblich einen hohen Betrag, um sich deren Arbeit exklusiv zu sichern. Trump tue alles, um einen Impfstoff für die USA zu bekommen. "Aber eben nur für die USA", heißt es laut Zeitung dazu in der Bundesregierung.

CureVac arbeitet dem Bericht zufolge gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Virus.

Alle Infos findest Du >>> HIER.

Update, 15. März, 8.19 Uhr: Kein Mannschaftstraining beim VfB Stuttgart

Der Zweitligist VfB Stuttgart hat entschieden, das Mannschaftstraining in der kommenden Woche komplett ausfallen zu lassen. "Ich finde, dass der Fußball genau das zu tun hat, was die Bevölkerung auch tut: nach Hause zu gehen und große Ansammlungen zu vermeiden", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Hitzlsperger. 

Am Samstag rief VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo seine Spieler zum vorerst letzten Mal auf dem Clubgelände zusammen. Die Profis bekamen individuelle Trainingspläne.

Der Erstligist TSG 1899 Hoffenheim plant hingegen vorerst einen normalen Trainingsablauf als Vorbereitung auf das Heimspiel am 4. April gegen den 1. FC Köln. Von Dienstag an soll es für den Rest der Woche mit dem Mannschaftstraining weitergehen.

Der SC Freiburg will am Montag nach der Mitgliederversammlung der DFL entscheiden, wie es mit dem Training der Mannschaft von Trainer Christian Streich weitergeht.

Der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart, Thomas Hitzlsperger (37), hält es für richtig, das Mannschaftstraining aufgrund des Coronavirus abzusagen.
Der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart, Thomas Hitzlsperger (37), hält es für richtig, das Mannschaftstraining aufgrund des Coronavirus abzusagen.  © DPA / Sebastian Gollnow

Update, 14. März, 20.15 Uhr: Zahl der Kranken im Land steigt auf 827

In Baden-Württemberg ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten erneut gestiegen!

Wie das Gesundheitsministerium am Samstagabend meldet, kamen 258 neue Fälle dazu - damit sind nun insgesamt 827 Personen im Südwesten erkrankt.

Wie berichtet, sind bisher in Baden-Württemberg drei Menschen am Coronavirus gestorben: ein 1935 geborener Mann aus dem Kreis Göppingen sowie ein 80-Jähriger aus Kirchheim und ein 67-Jähriger aus dem Rems-Murr-Kreis.

Die Zahl der Erkrankten ist bis Samstagabend erneut um 258 gestiegen.
Die Zahl der Erkrankten ist bis Samstagabend erneut um 258 gestiegen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. März, 19.28 Uhr: Notfallpraxen nur vom Festnetz aus anrufen

Wer wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Infektion eine Notfallpraxis erreichen will, darf die Notfallnummer nur vom Festnetz aus anrufen. 

Die Nummer laute 116 117 und habe keine Vorwahl, teilte die Kassenärztliche Vereinigung am Samstag mit. Anrufe von einem Mobiltelefon aus würden aus technischen Gründen über ein bundesweites Call-Center geleitet, das wegen des großen Andrangs jedoch völlig überlastet ist.

Auf keinen Fall sollen besorgte Bürger eine der im Land eingerichteten Zentralen Annahmestellen für einen Corona-Abstrich direkt aufsuchen, sondern am Wochenende und abends immer vorher erst Kontakt vom Festnetz aus über die Notfallnummer aufnehmen. 

Unter der Woche sind die Hausärzte die erste Anlaufstelle.

Update, 14. März, 18.11 Uhr: Urlauber aus Schweiz, Italien und Österreich sollten daheim bleiben

Ski-Urlauber aufgepasst! In einem schriftlichen Statement teilt Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Samstagabend mit: "Besonders Reisende und Ski-Urlauber, die aus der Schweiz, Italien und Österreich zurückkehren, sollten so weit möglich bis zu zwei Wochen zu Hause bleiben, auch ohne Symptome."

Wer arbeiten müsse, könne durch einfache und bekannte Verhaltensweisen das Risiko reduzieren. Man sollte sich im Alltag so verhalten, als wolle man sich und andere vor einer Grippeansteckung schützen, so Lucha.

Und weiter: "Hintergrund hierfür ist, dass viele Cluster auf Infektionsketten durch Reiserückkehrende zurückzuführen sind. Dies gilt insbesondere auch für Baden-Württemberg."

Update, 14. März, 18.04 Uhr: Innenminister Thomas Strobl fordert Grenzkontrollen

Zur Eindämmung des Coronavirus dringt Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) weiter auf eine stärkere Überwachung der Grenze zu Frankreich. 

In einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, bittet Strobl "dringend" um die Einführung sogenannter notifizierter Grenzkontrollen nach dem Schengener Grenzkodex. Grundsätzlich wird der Grenzverkehr innerhalb der Europäischen Union nicht kontrolliert, die Staaten können aber in besonderen Situationen davon abweichen.

"Mir ist bewusst, dass eine solche Maßnahme in einem vereinten Europa eine schwierige Entscheidung ist", schrieb Strobl am Samstag. Gerade Baden-Württemberg habe enge Verbindungen zu seinem Nachbarn. "Die weitere Ausbreitung des Corona-Virus macht es aber notwendig, dass wir diese Verbindung zumindest vorübergehend stärker kontrollieren, um so das Risiko weiterer Ansteckungen für die Menschen im Grenzraum zu reduzieren." 

Die französische Region Grand-Est, die an Baden-Württemberg grenzt, ist vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft worden.

Strobl hatte sich zuvor schon einmal mit seinem Anliegen an Seehofer gewandt. Bundes- und Landespolizei haben ihre Aktivitäten in der Grenzregion laut Strobl auch schon intensiviert - allerdings noch unterhalb der Schwelle echter Grenzkontrollen.

Innenminister Thomas Strobl.
Innenminister Thomas Strobl.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 14. März, 17.01 Uhr: Sportbetrieb in Stuttgart muss eingestellt werden

Nun trifft das Coronavirus die Sportbegeisterten in Stuttgart!

Wie die Stadt in einem Schreiben mitteilt, untersagt sie zum Schutz der Bevölkerung mit sofortiger Wirkung und bis auf Widerruf "den gesamten Trainings- und Sportbetrieb in allen Turn- und Sporthallen, auf allen Vereinssportanlagen, in sonstigen Vereinsräumen und Fitnessstudios aller Art".

Der Betrieb der Anlagen auch zu individuellen Trainingszwecken werde durch eine Allgemeinverfügung des Ordnungsamtes untersagt. "Das gilt auch für private Yoga- und Pilatesstudios."

Einzige Ausnahmen: "Rehabilitationssport und Physiotherapie soweit ärztlich verordnet und auch nur für Personen ohne Infektionszeichen."

Damit soll erreicht werden, dass "der enge Kontakt beim Sport in Vereinen oder Studios unterbunden wird und sich das Coronavirus dabei nicht verbreiten kann."

Update, 14. März, 16.20 Uhr: SC Freiburg schließt Fanshop, sagt alle öffentlichen Veranstaltungen ab

Der SC Freiburg hat mit verschiedenen Maßnahmen auf die Ausweitung des Coronavirus reagiert. Der Fanshop am Stadion werde von Montag an geschlossen, teilte der Fußball-Bundesligist am Samstag mit. 

Alle öffentlichen Veranstaltungen, darunter zugängliche Trainingseinheiten, Autogrammstunden oder Stadionführungen, sind bis auf weiteres abgesagt. 

Wie es mit dem Training der Mannschaft von Trainer Christian Streich weitergeht, soll am Montag nach der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga und den Beratungen über das weitere Vorgehen entschieden werden. 

Sonntag und Montag haben die Spieler frei. Samstag fand noch ein Teamtraining statt.

Freiburgs Coach Christian Streich.
Freiburgs Coach Christian Streich.  © David Interlied/dpa

Update, 14. März, 15.20 Uhr: Landes-SPD sagt alle Veranstaltungen ab

Die SPD in Baden-Württemberg sagt wegen des neuartigen Coronavirus alle ihre Veranstaltungen bis Ende April ab. Das habe der Landesvorstand am Samstag in einer Telefonkonferenz beschlossen, teilte die Partei mit. 

Ortsvereinen und Kreisverbänden werde empfohlen, ebenso zu verfahren. Die Absagen beträfen auch die "Dialogtour" des designierten Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, SPD-Landeschef Andreas Stoch. 

Die damit verbundene Mitgliederbeteiligung zur Erstellung des Wahlprogramms solle verstärkt online stattfinden. Der Landesvorstand rief die Parteimitglieder zudem dazu auf, sich in der Nachbarschaftshilfe zu engagieren.

Update, 14. März, 13.54 Uhr: Auch beim VfB Stuttgart fällt das Mannschaftstraining flach

Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart: Thomas Hitzlsperger.
Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart: Thomas Hitzlsperger.  © DPA / Sebastian Gollnow

Wie der VfB Stuttgart auf seiner vereinseigenen Website mitteilte, findet ab sofort kein Mannschaftstraining mehr statt. An diesem Samstag kamen die Spieler allerdings auf dem Clubgelände nochmals zusammen. 

"Die Mannschaft wird jetzt erstmal mindestens eine Woche eine Pause machen. Wir müssen die Nachrichtenlage abwarten. Ich finde, dass der Fußball genau das zu tun hat, was die Bevölkerung auch tut: nach Hause zu gehen und große Ansammlungen zu vermeiden“, wird VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger zitiert. 

Am Montag werden die Vertretet der Bundesliga und der 2. Bundesliga zusammenkommen und besprechen, wie man mit der aktuellen Situation umgeht. 

Wie es beim VfB Stuttgart in Zeiten des Coronavirus weitergeht, darüber berichtete TAG24 bereits am Samstagmorgen

Update, 14. März, 13.13 Uhr: Volleyballerinnen der Allianz MTV Stuttgart hoffen auf Champions-League-Teilnahme

Nach dem vorzeitigen Saisonende hofft Frauen-Bundesligist Allianz MTV Stuttgart trotzdem auf einen Startplatz in der Champions League. Nur Platz eins berechtigt zur Teilnahme. "Aber vielleicht kommt uns, wie anderen europäischen Teams, der internationale Verband CEV entgegen und gibt Deutschland den zweiten Platz in der Königsklasse", sagte Geschäftsführer Aurel Irion (49) der "Bild"-Zeitung (Samstag). 

Es sei aber, "absolut richtig" gewesen, die Saison aufgrund des Coronavirus zu beenden. Einen deutschen Meister gibt es in dieser Saison nicht. Die Stuttgarterinnen sind Tabellenzweiter hinter dem SSC Palmberg Schwerin. Erst vor einer guten Woche war der deutsche Meister im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden. Das Rückspiel beim italienischen Spitzenclub Imoco Conegliano hatte aufgrund des Coronavirus nicht stattgefunden, das Hinspiel hatten die Stuttgarterinnen mit 0:3 verloren.

Update, 14. März, 12.50 Uhr: Kein Mannschaftstraining beim 1. FC Heidenheim

Trainer beim 1. FC Heidenheim: Frank Schmidt. 
Trainer beim 1. FC Heidenheim: Frank Schmidt.  © Thomas Frey/dpa

Der 1. FC Heidenheim setzt aufgrund des Coronavirus vorerst mit dem Mannschaftstraining aus. Bis Montag werden die Profis von Trainer Frank Schmidt nur individuell trainieren. 

Dann werde die Vorgehensweise neu besprochen, teilte der Tabellen-Vierte der 2. Fußball-Bundesliga am Samstag mit. 

Zum Wochenauftakt will die Deutsche Fußball Liga (DEL) mit den Vertretern der 36 Proficlubs auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Frankfurt über eine Fortsetzung der Saison-Unterbrechung bis zum 2. April beraten. 

Angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus hatte die DFL den Spielbetrieb in 1. und 2. Bundesliga am Freitag vorerst eingestellt.

Aktuell ist es ungewiss, wie es bezüglich des Trainings bei Proficlubs weitergehen wird. Stuttgarts Sportbürgermeister Martin Schairer kündigte beispielsweise bereits ein Trainingsverbot an, das unter anderem den VfB betreffen wird. (TAG24 berichtete)

Update, 14. März, 12:40 Uhr: Händler stehen vor großer Herausforderung

Der Handelsverband fürchtet angesichts der drastischen Einschränkungen durch die Coronavirus-Krise um die Existenz vieler Geschäfte. Die Händler im Südwesten stünden im Moment vor den größten organisatorischen und logistischen Herausforderungen aller Zeiten, sagte Verbandspräsident Hermann Hutter am Samstag und forderte umfassende Unterstützung von Seiten der Politik. "Viele Händler im Land brauchen die Hilfen schnellstmöglich, sonst werden Betriebe vor dem Aus stehen", warnte er. Dass die Fixkosten weiter liefen, die Umsätze aber zurückgingen, bringe viele der 40.000 Betriebe im Land in Existenznöte.

Update, 14. März, 11.40 Uhr: Betrüger spielen mit der Coronavirus-Angst bei Senioren

Die Polizei Mannheim warnt inzwischen vor Betrügern, die versuchen, die Angst um den Coronavirus auszunutzen. So wurden mehrere ältere Menschen aus dem Rhein-Neckar-Kreis von unbekannten Tätern angerufen, die behaupteten, Angehörige von Infizierten zu sein. Um sich eine Behandlung leisten zu können, baten sie um Geldbeträge in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Zur Masche gehört außerdem, dass ein Bekannter vorbeikäme und das Geld abholt. Glücklicherweise ging bislang keiner der Betroffenen auf die Forderung ein, wie die Polizei mitteilte. 

Update, 14. März, 11.10 Uhr: Kretschmann vor Schulschließung mit Appell an Arbeitgeber

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann. 
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann.  © DPA / Sebastian Gollnow

Angesichts der bevorstehenden Schließung von Schulen und Kitas wegen der Coronaviruskrise appelliert das Land an die Kompromissbereitschaft und die Flexibilität von Arbeitgebern und Beschäftigten. 

"Uns ist bewusst, dass die Schließung der Schulen und Kitas insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Kindern sowie deren Arbeitgeber vor große Herausforderungen stellt", betonten Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) am Samstag in einer Mitteilung.

"Wir appellieren daher eindringlich an die Unternehmen bei der Ausgestaltung der Arbeitszeiten und der Genehmigung von Home Office alle Spielräume zu nutzen und größtmögliche Flexibilität zu bieten", schrieben sie weiter. 

"Außerdem setzen und hoffen wir auf die gegenseitige Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme innerhalb der Belegschaft."

Baden-Württemberg sei neben Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffene Bundesland und deshalb in einer besonderen Situation. 

Update, 14. März, 10.50 Uhr: Staatsoper Stuttgart spielt

Wegen des Coronavirus ist auch die Staatsoper in Stuttgart bis auf weiteres geschlossen. Davon lassen sich die Veranstalter aber nicht entmutigen und veröffentlichten nun ein Video im Netz. Darin singen Maria-Theresa Ullrich und Josefin Feiler das Duett aus dem 1. Akt von "Die Hochzeit des Figaro". Über die nächsten Wochen wird es immer wieder solche kleinen "Leckerlis für den Alltag" geben, wie die Staatsoper mitteilte. 

Die Staatsoper in Stuttgart.
Die Staatsoper in Stuttgart.  © Edith Geuppert/dpa

Update, 14. März, 7.20 Uhr: Animations- und Trickfilmfestivals in Stuttgart abgesagt

Auf dem Schlossplatz hätte im Mai das Trickfilmfestival stattfinden sollen. (Symbolbild)
Auf dem Schlossplatz hätte im Mai das Trickfilmfestival stattfinden sollen. (Symbolbild)  © Edith Geuppert/dpa

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind das Internationale Trickfilmfestival, die Animation Production Days und die FMX in diesem Jahr abgesagt worden. 

Das teilten die Veranstalter der Stuttgarter Events am Freitag mit. Damit stütze man sich auf den Erlass des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg, wonach Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern abgesagt werden müssen, teilte die Film- und Medienfestival gGmbH mit.

Das Trickfilm-Festival sollte ursprünglich vom 5. bis zum 10. Mai auf dem Schlossplatz stattfinden. 

Nun soll es eine "digitale Version" der Veranstaltung im selben Zeitraum geben. Wettbewerbsbeiträge sollen unter anderem als Stream abrufbar sein.

Für die Animation Production Days - ursprünglich zwischen dem 6. und 8. Mai angedacht - ist von einer solchen digitalen Lösung bisher nichts bekannt. Gleiches gilt für die FMX – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media. Sie war vom 5. bis zum 8. Mai geplant.

Update, 13. März, 22.21 Uhr: Porsche Tennis Grand Prix abgesagt

Der Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart fällt wegen des Coronavirus aus. Das meldet die Bild-Zeitung

Demnach hatte Porsche erwogen, den Wettbewerb ohne Publikum auszutragen. "Die Stadt Stuttgart hat keinen konkreten Zeitraum für die heute getroffenen Maßnahmen angegeben. Daher können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob und in welcher Form der Grand Prix stattfinden kann", so ein Sprecher gegenüber dem Springer-Blatt.

Update, 13. März, 21.05 Uhr: Mannheim schließt öffentliche Einrichtungen

Die Stadt Mannheim sieht sich angesichts des Coronavirus zu mehreren Schritten gezwungen.

Wie es in einer Mitteilung am Abend heißt, sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern tabu. "Dies gilt sowohl für öffentliche als auch für private Veranstaltungen, sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl unter 50 müssen bei der Ortspolizeibehörde der Stadt Mannheim im Vorfeld angezeigt werden."

Auch bleiben Kinos, Clubs und Discotheken, Saunen, Spielhallen, Indoorspielplätze und Prostitutionsstätten geschlossen.

Zudem werden ab Sonntag etwa auch Hallenbäder und Sporthallen zu sein, ebenso wie städtische Museen und das Planetarium.

Und: "In Krankenhäusern sind in der Regel keine Besuche mehr möglich. Für Pflegeheime gelten Besuchsbeschränkungen. In Pflegeheimen darf jeweils nur ein/e Angehörige/r pro Tag für eine Stunde den Bewohner bzw. die Bewohnerin besuchen."

Update, 13. März, 20.38 Uhr: Events in Liederhalle, Schleyer-Halle und Porsche-Arena werden verschoben

Nachdem nun in Stuttgart auch Veranstaltungen unter 1000 Teilnehmern untersagt sind, werden zahlreiche Events in Stuttgart nicht wie geplant stattfinden können.

Wie das Hallenduo (Schleyer-Halle, Porsche-Arena) mitteilt, werden folgende Termine wenn möglich auf Ersatztermine verschoben:

  • Cem Yilmaz am 13. März (Porsche-Arena)
  • Cavalluna am 14./15. März (Schleyer-Halle, neue Termine: 18./19. Juli 2020)
  • Musikparade am 14. März (Porsche-Arena, neue Termine: 13. März 2021 um 14.30/19.30 Uhr)
  • Deine Freunde am 15. März (Porsche-Arena, neuer Termin: 23. September 2020)
  • 37. EnBW DTB-Pokal vom 20. bis 22. März (kein Ersatztermin möglich)
  • Paw Patrol am 21. März (Schleyer-Halle)
  • Norman Gräter am 24. März (Porsche-Arena, kein Ersatztermin möglich)
  • Teddy Show am 27. und 28. März (Porsche-Arena, neue Termine: 25. September 2020, 20/23.30 Uhr und 26. September 2020, 20 Uhr)
  • Dimash Kudaibergen am 29. März (Schleyer-Halle)
  • James Blunt am 3. April (Schleyer-Halle)
  • Australien Pink Floyd Show am 3. April (Porsche-Arena, neuer Termin: 26. Juni 2020)
  • SDP am 5. April (Schleyer-Halle)

In der Liederhalle werden bis einschließlich 19. April alle Events abgesagt, etwa der 50. Stuttgarter Frühlingsball oder "Star Wars in Concert".

"Diese Maßnahme gilt ab sofort und bis auf Widerruf", heißt es auf der Webseite der Location. Und: "Wir sind mit den Veranstaltern im Gespräch und werden mögliche Ersatztermine umgehend bekannt geben. Eintrittskarten behalten bis zur Klärung eines möglichen Ausweichtermins ihre Gültigkeit."

In der Liederhalle (links) fallen erstmal alle Events aus. (Montage/Symbolbild)
In der Liederhalle (links) fallen erstmal alle Events aus. (Montage/Symbolbild)  © Montage: Sina Schuldt/dpa, Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 13. März, 19.11 Uhr: Feldberg beendet Skisaison wegen Coronavirus

Im größten und bedeutendsten Wintersportgebiet in Baden-Württemberg, dem Feldberg im Südschwarzwald, wird die Skisaison wegen des Coronavirus vorzeitig beendet. 

An diesem Sonntag (15. März) laufen die Lifte an dem 1493 Meter hohen Berg zum letzten Mal in dieser Saison, wie der Liftverbund Feldberg am Freitag mitteilte. Von Montag an seien die Skipisten geschlossen. Die Verbreitung des Coronavirus solle so eingedämmt werden.

Ursprünglich geplant war, die Skilifte am Feldberg bis zum Sonntag nach Ostern (19. April) offen zu halten. Andere Skigebiete im Südwesten und auf der Schwäbischen Alb haben die Skisaison wegen Schneemangels bereits beendet.

Am Feldberg ist nach Sonntag Schluss mit Skifahren.
Am Feldberg ist nach Sonntag Schluss mit Skifahren.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Update, 13. März, 18.59 Uhr: Trauerfeiern werden verschoben, Ostergottesdienste verkleinert

Für die Kirchen und ihre Mitglieder im Südwesten bringt die Corona-Epidemie etliche Einschnitte mit sich. 

Große Trauerfeiern, Firmgottesdienste und Erstkommunionfeiern werden verschoben, die Ostergottesdienste werden in reduzierter Form abgehalten, wie die Diözese Rottenburg-Stuttgart und die Erzdiözese Freiburg am Freitag mitteilten. Die traditionelle Prozession durch Rottenburg am Palmsonntag wurde abgesagt.

Bischof Gebhard Fürst betonte: "Der Schutz der Gemeindemitglieder steht für die Diözese Rottenburg-Stuttgart im Vordergrund." Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger sagte: "Es besteht eine gesamtgesellschaftliche Pflicht, die Anzahl der Neuinfektionen so niedrig wie möglich zu halten."

Eine Absage der Kirchengemeinde- und Pastoralratswahl am 22. März ist nicht geplant. Beide Diözesen riefen dazu auf, sich per Briefwahl zu beteiligen.

In Rottenburg-Stuttgart sollen die Gläubigen in Gottesdiensten auf das Händereichen zum Friedensgruß, die Mundkommunion und auf die Kelchkommunion mit der Gemeinde verzichten. Auch die Weihwasserbecken bleiben trocken.

Kirchenmitglieder müssen sich jetzt auf Einschnitte gefasst machen. (Symbolbild)
Kirchenmitglieder müssen sich jetzt auf Einschnitte gefasst machen. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update, 13. März, 18.45 Uhr: Daimler verschiebt Hauptversammlung

Der Autobauer Daimler verschiebt wegen der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seine für den 1. April in Berlin geplante Hauptversammlung. 

Die Gesundheit der Aktionäre und aller anderen Beteiligten und Gäste habe oberste Priorität, teilte der Konzern am Freitag in Stuttgart mit. Wann die Veranstaltung nachgeholt wird, steht noch nicht fest. Man strebe - abhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie - einen Termin Anfang Juli an, hieß es.

Laut Aktiengesetz muss die Hauptversammlung innerhalb von acht Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres stattfinden, also bis Ende August. 

Die Daimler-Aktionäre müssen unter anderem über die Auszahlung der Dividende, das künftige Vergütungssystem für den Vorstand sowie den geplanten Einzug von Telekom-Chef Tim Höttges in den Aufsichtsrat des Autobauers entscheiden.

Die Pandemie trifft nun auch den Autobauer Daimler.
Die Pandemie trifft nun auch den Autobauer Daimler.  © Soeren Strache/dpa

Update, 13. März, 18.29 Uhr: Risikogruppen sollten unnötige ÖPNV-Fahrten meiden

"Angesichts der wachsenden Infektionszahlen durch das Corona-Virus rät das Verkehrsministerium Baden-Württemberg zu umsichtigem Verhalten im öffentlichen Personennahverkehr", heißt s in einer Mitteilung vom Freitagabend. "Insbesondere sollten Risikogruppen gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts unnötige Fahrten vermeiden."

Generell werde empfohlen, Stoßzeiten von Bussen und Bahnen zu umgehen.

"Zu Verhaltensregeln in Bahnen und Bussen hat das Verkehrsministerium Informationsmaterialen erstellt, das den Verkehrsunternehmen zur Ausstattung der Fahrzeuge zur Verfügung gestellt wird", ist weiter zu lesen. "Den Eisenbahnunternehmen wird empfohlen, die Türen der Fahrzeuge an den Haltestellen automatisch zu öffnen, sofern die Fahrzeuge dies technisch erlauben."

Laut Schreiben begrüße es Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), dass die meisten Verkehrsunternehmen im Busverkehr bereits auf einen Einstieg beim Fahrer sowie einen Fahrerverkauf von Tickets verzichteten, um das Fahrpersonal zu schützen. Die Fahrgäste werden demnach gebeten, die Fahrkarten an Automaten oder per Handyticket zu erwerben.

Update, 13. März, 17.40 Uhr: Asylbewerber in Heidelberg an Coronavirus erkrankt

Wie das Innenministerium am Freitagabend meldet, wurden im Ankunftszentrum in Heidelberg fünf neu angekommene Asylbewerber bei einem Schnelltest positiv auf SARS-Cov-2 getestet. 

"Der Test erfolgte gestern routinemäßig am Tag der Ankunft der Personen im Ankunftszentrum. Die Personen wurden sofort innerhalb des Ankunftszentrums in ein vorbereitetes Quarantänegebäude verlegt", heißt es in dem Schreiben weiter.

"Diese Fälle zeigen deutlich, wie notwendig es ist, alle neu ankommenden Flüchtlinge auf das Corona-Virus zu untersuchen. Deshalb haben wir bereits vor Tagen flächendeckend mit den entsprechenden Untersuchungen begonnen", zotiert das Schreiben Innenminister Thomas Strobl (CDU).

In Heidelberg sind fünf neu angekommene Migranten positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolbild)
In Heidelberg sind fünf neu angekommene Migranten positiv auf das Coronavirus getestet worden. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 13. März, 17.01 Uhr: Drittes Todesopfer in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist zum dritten Mal ein Mensch am Coronavirus gestorben. 

Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, handelt es sich dabei um um einen 1935 geborenen Mann aus dem Landkreis Göppingen. Laut Ministerium war er am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden. Es ist der insgesamt achte Todesfall in Deutschland.

Zuvor waren bereits ein 80-Jähriger aus Kirchheim sowie ein 67-Jähriger aus dem Rems-Murr-Kreis dem Virus erlegen.

Auch die Zahl der Infizierten hat sich ist erneut erhöht, nach Ministeriumsangaben stieg die Zahl innerhalb eines Tages um 115 auf nunmehr 569 Fälle.

Update, 13. März, 15.40 Uhr: Spielbanken sind geschlossen

Die Baden-Württembergische Spielbanken GmbH & Co. KG (BWS) hat am Freitag ihre drei Spielbanken in Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart mit sofortiger Wirkung geschlossen, wie es in einer Mitteilung heißt.

"Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Besucher und Gäste in den Casinos ist uns wichtiger als alles andere", wird Geschäftsführer Otto Wulferding zitiert. Nach Angaben der BWS lockten die drei Spielbanken im vergangenen Jahr mehr als 636.000 Gäste an.

Wann die Casinos in Baden-Baden, Konstanz und wieder öffnen werden, stehe derzeit nicht fest. Die Schließungen beteffe auch die Clubs "New Grace" in Stuttgart und "Bernstein" in Baden-Baden. Das Restaurant "Villagio" im Gebäude des Casinos Konstanz bleibe dagegen geöffnet.

Update, 13. März, 15.11 Uhr: Regierung will Krankenhauskapazitäten ausbauen

In den Krankenhäusern in Baden-Württemberg soll mehr Raum zur Behandlung des grassierenden Coronavirus geschaffen werden. 

Bislang gebe es 3000 Intensivbetten im Land, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Freitag nach einer Sondersitzung des Kabinetts. Man habe beschlossen, dass man diese Kapazitäten aufbauen wolle - etwa zur Beatmung von Patienten. Man denke auch daran, in bereits geleerten Krankenhäusern Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen, um sie zur Behandlung des Virus zu nutzen.

Lucha sprach von einem Paradigmenwechsel auch mit Blick auf flächendeckende Schulschließungen. "Wir müssen jetzt mal vor die Lage kommen. Wir müssen einmal schneller sein als das Virus und nicht immer auf das Virus und seine neue Zahl reagieren." 

Man müsse Zeit gewinnen und dann nach den Osterferien das Leben mit dem Virus organisieren. Es gebe gute Hinweise etwa aus der Universität Tübingen, dass man in diesem Zeitraum vermutlich schon erste Medikamente für antivirale Behandlung zur Verfügung haben werde.

27. Februar: Vor der Notaufnahme der Karlsruher Vincentius-Klinik wurde ein Empfangszelt aufgebaut  als Vorsichtsmaßnahme wegen des Coronavirus.
27. Februar: Vor der Notaufnahme der Karlsruher Vincentius-Klinik wurde ein Empfangszelt aufgebaut  als Vorsichtsmaßnahme wegen des Coronavirus.  © Uli Deck/dpa

Update, 13. März, 15.01 Uhr: Landessportbund fordert Trainingsstopp

Um das Coronavirus einzudämmen, hat der Württembergische Landessportbund seinen Mitgliedsvereinen empfohlen, den Trainingsbetrieb bis zum Ende der Osterferien auszusetzen. 

"Der Schutz der Gesundheit hat oberste Priorität. Deshalb sollten alle Sportvereine einheitlich vorgehen und unabhängig von den Empfehlungen der örtlichen Behörden auch ihren Trainingsbetrieb bis zum 19. April absagen", sagte WLSB-Präsident Andreas Felchle am Freitag.

Zudem vereinbarte der WLSB mit mehreren badischen Sportverbänden, den Betrieb an den vier Sportschulen im Land ebenfalls bis 19. April einzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt seien unter anderem alle Aus- und Fortbildungen sowie Kader-Lehrgänge abgesagt. 

Bis zum Ende der Osterferien führt der WLSB auch keine eigenen Veranstaltungen und Bildungsangebote mehr durch.

Update, 13. März, 14.24 Uhr: Stuttgarter Kickers bieten "Geistertickets" an

Um die wirtschaftlichen Folgen von Spielabsagen abzufedern, bietet der verschuldete Fußball-Oberligist Stuttgarter Kickers seinen Fans "Geistertickets" an. Ein "Geister-Sitzplatz" für die ursprünglich für Samstag geplante Heimpartie gegen den 1. CfR Pforzheim koste 18,99 Euro, ein Stehplatz zehn Euro, teilte der frühere Bundesligist am Freitag auf seiner Homepage mit. 

Eine Geisterspiel-Dauerkarte gebe es für 189,90 Euro. 1899 war das Gründungsjahr des schwäbischen Traditionsvereins.

Zuvor hatte die Spielkommission der Oberliga Baden-Württemberg beschlossen, wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Spiele bis mindestens 23. März abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Die Entscheidung betrifft zwei komplette Spieltage.

Update, 13. März, 14.15 Uhr: Schulen und Kitas werden geschlossen

Wegen der Coronavirus-Pandemie schließt Baden-Württemberg von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. 

Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart mit. Auch andere Bundesländer hatten zuvor angekündigt, landesweit alle Schulen und Kindertagesstätten bis Ostern zu schließen.

Die baden-württembergische Landesregierung beschloss die Maßnahme am Freitag bei einer Sondersitzung des Kabinetts. In Baden-Württemberg besuchen derzeit rund 1,5 Millionen Schüler allgemeinbildende oder berufliche Schulen. 

Rund 444.000 Kinder wurden 2019 in Kindertageseinrichtungen betreut.

Update, 13. März, 14.11 Uhr: Prostitution untersagt

Wie die Stadt Stuttgart mitteilt, gilt wegen des Coronavirus nun auch ein Verbot der käuflichen Liebe. "Prostitution jeder Art ist untersagt", heißt es in einer Mitteilung. Die Maßnahmen gelten demnach unmittelbar und bis auf Widerruf.

Schon vor Tagen hatten Bordell-Betreiber gegenüber TAG24 berichtet, dass die Kundschaft um bis zu 85 Prozent eingebrochen war

Prostitution ist nun in Stuttgart untersagt. (Symbolbild)
Prostitution ist nun in Stuttgart untersagt. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Update, 13. März, 13.30 Uhr: Stuttgart schließt alle Clubs und Bars, Museen und Bäder wegen Virus

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, zieht die Stadt Stuttgart die Notbremse und fährt das öffentliche und gesellschaftliche Leben weitgehend auf Null. Neben sämtlichen Veranstaltungen in Kultur, Sport und Freizeit werde "mit sofortiger Wirkung" auch der Betrieb von Clubs, Bars, Museen, Kinos und Bädern untersagt, teilte ein Sprecher der Landeshauptstadt am Freitag mit. 

Restaurants seien von dem Verbot ausgenommen. Alten- und Pflegeheime dürften nur noch in Ausnahmen besucht werden. Für Krankenhäuser war ein weitgehendes Besuchsverbot bereits erlassen worden.

Für den Einzelhandel gilt das Verbot laut Stadt nicht. Auch der Nahverkehr fahre weiter. "Die Menschen brauchen den ÖPNV für das tägliche Leben oder Arztbesuche", sagte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne). "Wenn wir weniger Busse und Bahnen fahren lassen, sind mehr Menschen enger zusammen in den jeweiligen Fahrzeugen."

Der Betrieb von Bars, Clubs und vielem mehr wird in Stuttgart mit sofortiger Wirkung untersagt, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.
Der Betrieb von Bars, Clubs und vielem mehr wird in Stuttgart mit sofortiger Wirkung untersagt, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken.  © Sophia Kembowski/dpa

Update, 13. März, 13.18 Uhr: Zweiter Todesfall in Baden-Württemberg

Wie das Sozialministerium mitteilte, ist der zweite Mensch in Baden-Württemberg an den Folgen des Coronavirus gestorben. Es handelt sich um einen 80-jährigen Mann aus Kirchheim, der am gestrigen Donnerstag in einer Klinik verstorben ist. Er wurde zuvor positiv auf das Coronavirus getestet.

"Wir haben von Anfang an darauf hingewiesen, dass der Krankheitsverlauf bei einer Infizierung mit dem Coronavirus zwar bei einer großen Mehrheit der Bevölkerung moderat ist, es aber eben auch – vor allem bei älteren Menschen – sehr ernsthafte, kritische Verläufe gibt", sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (58, Grüne) laut der Mitteilung. 

Der zweite Todesfall zeige eindringlich, wie ernst die Situation für das Gesundheitswesen sei. "Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von höchster Dringlichkeit."

Update, 13. März, 12.19 Uhr: Besuchsverbot in Heimen und Schul-Stopp deuten sich an

Neben der landesweiten Schließung aller Schulen und Kindergärten deutet sich ein weitgehendes Besuchsverbot für Alten- und Pflegeheime sowie für Krankenhäuser an. Nach dpa-Informationen wird das Kabinett sich am Freitagmittag auf seiner Sondersitzung entsprechend abstimmen.

"Der Schutz vulnerabler Gruppen steht ganz oben auf unserer Agenda, dazu gehört auch die Reduzierung von Kontakten in den entsprechenden Einrichtungen", sagte eine Sprecherin des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums zu einer anstehenden Entscheidung des Kabinetts in Stuttgart.

Auf der Sondersitzung sollen Maßnahmen beschlossen werden, um das Virus einzudämmen und die Ausbreitung zu verlangsamen. Die Krankenhäuser seien noch stark belegt durch die Grippewelle, sagte ein Sprecher des Staatsministeriums. 

In Baden-Württemberg deutet sich die landesweite Schließung aller Schulen und Kindergärten an.
In Baden-Württemberg deutet sich die landesweite Schließung aller Schulen und Kindergärten an.  © Caroline Seidel/dpa

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Gesundheitsminister Manne Lucha (beide Grüne) sowie Bildungsministerin Susanne Eisenmann (CDU) wollten sich nach der Sitzung äußern.

Titelfoto: Fabian Strauch/dpa

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