Tausende Kriegsgegner ziehen durch Kölner Innenstadt: "Nein zur Wehrpflicht!"

Von Christoph Driessen

Köln - Das Antikriegs-Bündnis "Rheinmetall entwaffnen" hat am Samstag in der Kölner Innenstadt demonstriert. Bis zu 3000 Menschen sollen laut Veranstalter teilgenommen haben.

Auf den Plakaten stand etwa "Nein zur Wehrpflicht" geschrieben.  © Henning Kaiser/dpa

Auf Transparenten und Schildern hieß es etwa "Wir sterben nicht in Euren Kriegen" und "Nein zur Wehrpflicht".

Die Demonstration wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Einige Teilnehmer seien aufgefordert worden, ihre Vermummung abzulegen, sagte eine Polizeisprecherin.

Nach ihren Angaben und nach Beobachtung eines dpa-Reporters blieb zunächst alles friedlich.

Demonstrationen Kriegsgegner blockieren Bundeswehr-Gebäude - Polizei löst Aktion auf

Die Teilnehmer hatten sich am Mittag ab 14 Uhr am Heumarkt versammelt und zogen anschließend durch die Stadt. Blockade-Aktionen seien nicht geplant, sagte Jonah Fischer vom Antikriegs-Bündnis "Rheinmetall entwaffnen".

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Bis zu 3000 Menschen sollen sich laut Veranstalter an dem Protest beteiligt haben.  © Henning Kaiser/dpa
Insgesamt waren rund 1600 Polizisten am Samstag im Einsatz.  © Henning Kaiser/dpa

Aktionen der Kriegsgegner laufen schon seit Mittwoch

Das Bündnis hatte seit der Eröffnung eines Camps im Kölner Grüngürtel Anfang der Woche jeden Tag mit Aktionen auf sich aufmerksam gemacht.

Am Mittwoch blockierten Aktivisten ein Gebäude der Bundeswehr. Am Donnerstag zogen sie in die Nähe des Wohnhauses von Rheinmetall-Chef Armin Papperger in Meerbusch bei Düsseldorf. Am Freitag besetzten Aktivisten zeitweise das Kölner SPD-Parteibüro und blockierten ein Gebäude des Motorenbauers und Rüstungsunternehmens Deutz AG.

Bei dem Marsch durch die Kölner Innenstadt war die Polizei nach eigenen Angaben mit starken Kräften präsent. Insgesamt setzte sie am Samstag 1600 Polizistinnen und Polizisten in Köln ein.

Erstmeldung: 30. August, 6.53 Uhr; zuletzt aktualisiert: 30. August, 17.03 Uhr

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