Ausnahmezustand in NRW: Tausende Menschen gehen auf die Straßen - auch Köln betroffen

Von Celine Frohnapfel

Bonn/Köln/Düsseldorf - Eine pro-kurdische Versammlung hat am Samstag (21. März) in Bonn Tausende Menschen mobilisiert. Die Polizei schätzte, dass in der Spitze 15.000 bis 17.000 Teilnehmer zusammengekommen seien - es gebe aber auch noch weiteren Zustrom, sagte eine Sprecherin am Nachmittag.

In Nordrhein-Westfalen sind Tausende Kurden auf die Straßen gegangen und haben demonstriert. (Symbolbild)
In Nordrhein-Westfalen sind Tausende Kurden auf die Straßen gegangen und haben demonstriert. (Symbolbild)  © Helmut Fricke/dpa

Ein dpa-Fotograf beobachtete eine lange Autokolonne auf der Autobahn. Die Teilnehmer reisten auch aus dem Ausland an. Es kam zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Versammlung in der Bonner Rheinaue unter dem Motto "Die Lage in Syrien" fiel mit dem kurdischen Neujahrsfest Newroz zusammen, das den Frühlingsbeginn markiert.

Viele Teilnehmer waren entsprechend feierlich gekleidet und ausgelassen. Für Kurden ist das Fest zugleich auch Symbol des politischen Widerstands. Das Fest wird jährlich am 20. oder 21. März gefeiert.

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Zwei weitere Demonstrationen am selben Tag im Rheinland fielen im Vergleich kleiner aus. In Köln demonstrieren etliche Menschen unter dem Motto "Für Demokratie - gegen Rassismus".

Bis zu 10.000 Teilnehmer waren angekündigt worden. Die Teilnehmerzahl bewegte sich nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen aber deutlich darunter. Die Kölner Polizei gab keine offizielle Schätzung ab.

Alle drei Demonstrationen verliefen ohne Zwischenfälle

Auch in Düsseldorf waren Tausende Menschen zu einem Umzug angemeldet. Sie demonstrierten für die Freiheitsbewegung im Iran. In der Landeshauptstadt fanden in den vergangenen Monaten immer wieder Demonstrationen mit Iran-Bezug statt, bei denen Menschen für Freiheit dort auf die Straße gingen. Diesmal kamen nach einer ersten Einschätzung der Polizei rund 400 Menschen.

Alle drei Demonstrationen verliefen nach Polizeiangaben zunächst ohne größere Zwischenfälle.

Titelfoto: Helmut Fricke/dpa

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