Demo in Connewitz: Polizistin nach Flaschenwurf ins Krankenhaus eingeliefert

Leipzig - Am Freitagabend wurde im Leipziger Stadtteil Connewitz gegen Hausdurchsuchungen der Polizei demonstriert. Bei dem Protest wurde eine Beamtin verletzt.

Am Freitagabend zogen circa 450 Demonstrierende durch Connewitz.
Am Freitagabend zogen circa 450 Demonstrierende durch Connewitz.  © Lausitznews

Aktueller Anlass der Demo waren Durchsuchungen in Connewitz in der vergangenen Woche, die laut Polizei mit Verfahren um mögliche politisch motivierte Straftaten zusammenhingen.

Nachdem bereits am vergangenen Freitag im Stadtteil dagegen protestiert worden war, gingen die Menschen am heutigen Freitagabend erneut auf die Straße.

Das Motto der Veranstaltung lautete "Alle zusammen gegen ihre Repressionen - Wir kämpfen weiter!".

Keine Anklage! Ermittlungen wegen "AfDler töten."-Plakat eingestellt
Demonstrationen Keine Anklage! Ermittlungen wegen "AfDler töten."-Plakat eingestellt

Bereits im Vorfeld hatte die Polizei auf Twitter mitgeteilt, das Geschehen sowohl mit Einsatzkräften vor Ort als auch mit einem Hubschrauber abzusichern.

Nachdem die rund 450 Teilnehmenden eineinhalb Stunden lang mit Bannern, Pyro und Plakaten durch Connewitz gezogen waren, zerstreute sich der laut Polizei "weitestgehend störungsfreie" Protest.

"Nach derzeitigem Stand musste eine Kollegin, nachdem sie mit einem Gegenstand beworfen wurde, im Krankenhaus behandelt werden", twitterte die Behörde nach dem Einsatz. Bei dem geworfenen Gegenstand soll es sich nach TAG24-Informationen um eine Bierflasche gehandelt haben.

Neben Böllern wurde auch Pyrotechnik gezündet.
Neben Böllern wurde auch Pyrotechnik gezündet.  © Lausitznews
Eine Polizistin wurde durch einen Flaschenwurf verletzt.
Eine Polizistin wurde durch einen Flaschenwurf verletzt.  © Lausitznews

Es wurden Ermittlungen zu einer gefährlichen Körperverletzung aufgenommen. Insgesamt registrierte die Polizei zwei Fälle der gefährlichen Körperverletzung, einen Verstoß gegen das Sprenggesetz sowie einen gegen das Versammlungsgesetz. Die Hygienevorschriften wurden laut Polizeisprecher Chris Graupner eingehalten.

Titelfoto: Montage LausitzNews

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