Krawalle und etliche Straftaten: Polizei gibt Zahl der Verletzten bekannt

Hamburg - Bürgerkriegsähnliche Zustände in der Hansestadt: Nach den Krawallen in Hamburg am Samstag und in der Nacht zu Sonntag hat die Polizei eine ernüchternde Bilanz gezogen. Die Beamten sehen sich in ihrem Vorgehen bestätigt.

Am Samstag und in der Nacht zu Sonntag kam es in Hamburg zu massiven Krawallen.  © Marcus Brandt/dpa

Pressesprecher Sebastian Born erklärte in einer Mitteilung, dass sich Störer unter die Demonstranten gemischt hätten, "um gezielt zu provozieren und Straftaten zu begehen". Gerade in den Abendstunden hätten junge Menschen "bewusst die Auseinandersetzung mit der Polizei gesucht".

Der Sprecher weiter: "Das Verhalten solcher Krawallmacher bestätigt, dass es genau richtig war, mit einem starken Kräfteaufgebot in den Einsatz zu gehen und konsequent einzuschreiten." Demzufolge waren rund 1300 Kräfte in der Hansestadt im Einsatz.

Wie Lars Osburg, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Sonntag mitteilte, wurden insgesamt zwölf Beamte bei den Ausschreitungen verletzt. "Unsere Kolleginnen und Kollegen sind keine Zielscheiben. Sie verdienen Respekt und die volle Rückendeckung des Rechtsstaats", kommentierte er.

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Darüber hinaus bilanzierte Osburg: "Da waren Menschen unterwegs, die ganz offensichtlich die Konfrontation gesucht haben. Und da waren Jugendliche, die regelrecht darauf gewartet haben, dass irgendwo etwas passiert. Diese Sensationslust, dieses Warten auf die nächste Randale, finde ich erschreckend."

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Ausschreitungen in Hamburg: Angriffe auf Beamte und Sachbeschädigungen

Die Polizei war mit rund 1300 Kräften in der Hansestadt im Einsatz. In ihrem Vorgehen sehen sich die Beamten bestätigt.  © Marcus Brandt/dpa

Nach der Demonstration mit dem Motto "Gegen Wehrpflicht – Gen Z regelt!" war es vor allem rund um den Hauptbahnhof bis in den späten Abend zu Auseinandersetzungen gekommen. Polizisten wurden unter anderem mit Böllern beworfen und reagierten darauf mit dem Einsatz von Wasserwerfern.

Im Bereich Steintorweg/Bremer Reihe war darüber hinaus Pyrotechnik gezündet und Baustellenmaterial, Unrat sowie E-Scooter auf die Straße gezogen worden. Die Polizei konnte rund 120 Personen festsetzen und vorläufig festnehmen.

In mehreren Stadtteilen wurden Gruppen kontrolliert und Platzverweise sowie Aufenthaltsverbote erteilt. In Einzelfällen kam es zu Sachbeschädigungen, unter anderem auch durch Feuer.

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Durch eine umgefallene Silvesterbatterie wurde laut der Polizei eine Beamtin verletzt, ein Kind erlitt zudem einen Schock. Es musste aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Erstmeldung: 7.47 Uhr, aktualisiert: 14.01 Uhr

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