Pyrotechnik und Pfefferspray-Einsatz: Riesen-Ansturm bei pro-kurdischer Demo in Stuttgart
Von Anna Eube, Klaas Seißer
Stuttgart - An einer pro-kurdischen Demonstration in Stuttgart haben mehrere tausend Menschen teilgenommen. Die Veranstaltung verlief nicht ohne Zwischenfälle.
20 Teilnehmer seien angemeldet gewesen, in der Spitze seien es 2000 gewesen, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Die Demonstration stand unter dem Motto "Solidarität mit Rojava" und steht vermutlich im Zusammenhang mit den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Syrien.
Mehrere hundert Polizisten waren den Angaben zufolge im Einsatz.
Die Demonstration sei am späten Dienstagabend im Bereich des Börsenplatzes angehalten worden, hieß es weiter. Teilnehmer hätten Flaschen und Pyrotechnik auf Polizeibeamte geworfen, diese hätten im Gegenzug Pfefferspray eingesetzt. Zudem seien zahlreiche Menschen vermummt gewesen.
Aus der Gruppe der Demonstrierenden wurden die Personalien von 75 Teilnehmern aufgenommen. Gegen sie bestünden unter anderem Verdachte wegen Landfriedensbruchs, Angriffen auf Polizisten oder Verstößen gegen das Sprengstoff- und Versammlungsgesetz.
Die Beamten nahmen Anzeigen im unteren zweistelligen Bereich auf. Außerdem gab es mehrere Festnahmen. Alle Festgenommenen durften das Gewahrsam nach Abschluss der Maßnahmen verlassen.
Im Anschluss an die Demonstration sprach die Polizei noch vereinzelt Platzverweise aus und sei nach eigenen Angaben in der Innenstadt stark präsent gewesen. Polizisten wurden bei diesem Einsatz nicht verletzt. Auch über mögliche verletzte Demonstranten ist derzeit nichts bekannt, sagte eine Polizeisprecherin.
Titelfoto: Heiko Rebsch/dpa
