Zehntausende bei Demos in Hamburg: Bürgermeister vorne mit dabei
Von Marc Niedzolka, Cosima Eiwan, Katrin Luxenburger und Martin Fischer
Hamburg - Rund 21.000 Menschen sind in Hamburg am 1. Mai bei verschiedenen Demonstrationen auf die Straße gegangen.
Neben den jährlichen Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), an denen sich nach Polizeiangaben mehr als 10.000 Menschen beteiligt haben, gab es drei Demonstrationen aus dem linken und linksextremen Spektrum. Hier wurde die Teilnehmerzahl auf insgesamt 11.000 geschätzt.
An der DGB-Demonstration, die von Ottensen zum Fischmarkt führte, beteiligte sich neben Hamburgs DGB-Chefin Tanja Chawla auch Bürgermeister Peter Tschentscher (60, SPD).
Sowohl die Gewerkschafts-Kundgebung als auch die Demonstrationen der linken und linksextremen Bündnisse hatten mehr Zulauf als im vergangenen Jahr.
Bis auf das vereinzelte Abbrennen von Feuerwerkskörpern verliefen die Kundgebungen nach Polizeiangaben weitgehend friedlich.
Rund 11.000 Menschen bei linksextremen Demonstrationen
Allein an der Demonstration des Umverteilungsbündnisses "Wer hat, der gibt" beteiligten sich nach Schätzungen etwa 6.000 Menschen.
Zur sogenannten "Revolutionären 1. Mai-Demo" des vom Verfassungsschutz als gewaltorientiert eingestuften Roten Aufbaus versammelten sich am Bahnhof Altona ebenfalls mehrere Tausend Menschen. Mit dem anarchistischen "schwarz-roten 1. Mai" gingen in St. Pauli etwa 1.000 Menschen auf die Straße.
Die Polizei begleitete die Demonstrationen mit starken Kräften. "Auch wenn wir einzelne Störungen nicht ausschließen können, erwarten wir, dass die weit überwiegende Mehrheit erneut friedlich demonstriert", hatte ein Sprecher schon im Vorfeld gesagt.
Die positiven Erfahrungen der vergangenen Jahre seien in die Einsatzplanung eingeflossen – "wir gehen davon aus, dass wir diesmal mit weniger Einsatzkräften auskommen werden".
Erstmeldung: 14.43 Uhr, zuletzt aktualisiert: 21.40 Uhr
Titelfoto: Markus Scholz/dpa

