Von Helge Toben
Jülich/Bottrop/Ahaus - An drei Orten in Nordrhein-Westfalen wollen am Abend Atomkraftgegner gegen den zweiten Castor-Transport von Jülich nach Ahaus demonstrieren.
Die Anti-Atomkraft-Initiativen rechnen damit, dass der Transport in der Nacht auf Mittwoch stattfindet. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
Wie die Gruppierungen mitteilten, soll es vor dem Forschungszentrum Jülich ab 18 Uhr eine Mahnwache geben. In Bottrop ist ab 20.30 Uhr ebenfalls eine Mahnwache an der A 2 geplant, und zwar an einer Brücke über der Autobahn in Sichtweite der mutmaßlichen Transportstrecke.
In Ahaus wollen die Gegner nach einer Kundgebung am Rathaus (18 Uhr) ebenfalls zur Transportstrecke ziehen. An einer bestimmten Kreuzung soll es dann eine symbolische Sitzblockade geben. Anschließend wollen sie weiter zum Zwischenlager Ahaus laufen.
Bis zum Eintreffen des Transports wollen die Atomkraftgegner dort ebenfalls eine Mahnwache abhalten. Die Polizei Münster bestätigte die Anmeldung der Proteste, ohne jedoch den Transport selbst zu bestätigen.
Der erste Transport eines Atommüll-Behälters von Jülich nach Ahaus hatte in der Nacht auf den 25. März stattgefunden. Der stark gesicherte Transport war ohne besondere Zwischenfälle verlaufen.