Bahn-Chaos: Züge in NRW rollen nach bundesweiter Störung wieder fast nach Plan

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Von Marc Herwig und Alina Eultgem

Duisburg/Köln/Dortmund - Nach der bundesweiten Störung bei der Bahn läuft der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen wieder weitgehend normal.

Nach dem bundesweiten Ausfall bei der Deutschen Bahn ist in NRW mit leichten Verspätungen zu rechnen.
Nach dem bundesweiten Ausfall bei der Deutschen Bahn ist in NRW mit leichten Verspätungen zu rechnen.  © Christoph Reichwein/dpa

An den großen Bahnhöfen im Land waren einige Züge leicht verspätet, Ausfälle gab es aber fast keine. "Alles läuft wie immer", sagte eine Pendlerin in Duisburg. Von dem Ausfall in der Nacht hatte sie noch gar nichts gehört.

In der Nacht hatte der bundesweite Ausfall des Zugverkehrs massive Folgen für viele Reisende. Wegen einer technischen Störung wurden alle Züge in Deutschland gestoppt, Reisende mussten auch in Nordrhein-Westfalen zwei Stunden lang auf Neuigkeiten warten, bevor der Bahnverkehr gegen 0.30 Uhr wieder aufgenommen wurde.

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (56, Grüne) zeigt sich vor allem vom Notfallmanagement der Bahn maßlos enttäuscht.

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"Das macht mich fassungslos. Dass durch einen technischen Defekt der komplette Bahnverkehr in Deutschland zum Erliegen kommt, ist ein neuer Tiefpunkt bei einer ohnehin schwachen Betriebsqualität", sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur.

Fehlerhaftes Update als Ursache

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (56, Grüne) kritisiert das Krisenmanagement der Bahn heftig. (Archivbild)
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (56, Grüne) kritisiert das Krisenmanagement der Bahn heftig. (Archivbild)  © Henning Kaiser/dpa

Auslöser für den bundesweiten Bahn-Stillstand war offenbar eine Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R. Sicherheitsbehörden gehen nach bisherigen Erkenntnissen nicht von Sabotage aus.

Stattdessen wird ein fehlerhaftes Software-Update der Deutschen Bahn als Ursache vermutet. Kurz nach Mitternacht konnte das Problem behoben werden, gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder.

Besonders in der Nacht waren die Auswirkungen deutlich zu spüren: Zahlreiche Reisende strandeten an Bahnhöfen, vor den Infoschaltern bildeten sich lange Warteschlangen.

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Betroffen waren nicht nur Fern- und Regionalzüge, sondern auch S-Bahnen, Privatbahnen und der Güterverkehr. Der Verband der privaten Güterbahnen fordert nun eine genaue Aufarbeitung des Vorfalls.

Titelfoto: Christoph Reichwein/dpa

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