Deutsche Bahn: Diesen Städten droht das Fernverkehr-Aus

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Berlin - Die Bahn-Konkurrenz schlägt gnadenlos zu. Eine Studie jagt Pendlern und Reisenden jetzt eisige Schauer über den Rücken. 16 deutschen Städten droht das endgültige Aus für alle ICE- und IC-Verbindungen!

Bis Juli fordert Italo eine verbindliche Zusage für die beiden deutschen Premium-Strecken.
Bis Juli fordert Italo eine verbindliche Zusage für die beiden deutschen Premium-Strecken.  © picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

Es ist ein brisanter Report der Bahn-Gewerkschaft EVG, den die BILD-Zeitung exklusiv enthüllt hat. Das Papier zeigt das ganze Ausmaß einer drohenden Verkehrskatastrophe.

An 16 Bahnhöfen in Deutschland könnten bald überhaupt keine DB-Fernzüge mehr stoppen! Für Städte wie Aachen, Augsburg, Freiburg und Saarbrücken blieben nur noch internationale Linien ins Ausland übrig.

In Trier soll die geplante IC-Anbindung komplett ausfallen. Auch Bamberg, Cottbus, Chemnitz, Ingolstadt, Jena, Magdeburg, Münster, Norddeich Mole, Osnabrück, Rostock, Singen und Schwerin stehen auf der Kippe.

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Der Grund für den drohenden Kahlschlag: Das italienische Bahnunternehmen "Italo" will ab 2028 den deutschen Markt erobern und mit 30 eigenen Schnellzügen über die Schienen jagen.

Doch die Italiener wollen laut dem BILD-Bericht nur die absoluten Premium-Routen melken. Geplant ist ein Stundentakt zwischen München, Stuttgart und Dortmund sowie Fahrten alle zwei Stunden auf der Mega-Strecke München–BerlinHamburg.

Keine leichte Zeit für die Deutsche Bahn um Chefin Evelyn Palla (52).
Keine leichte Zeit für die Deutsche Bahn um Chefin Evelyn Palla (52).  © picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Deutsche-Bahn-Chefin schlägt Alarm

EVG-Chef Martin Burkert sieht Verkehrsminister Patrick Schneider (58, CDU) in der Pflicht.
EVG-Chef Martin Burkert sieht Verkehrsminister Patrick Schneider (58, CDU) in der Pflicht.  © picture alliance/dpa | Hannes P Albert

Für die Deutsche Bahn ist das ein finanzieller Tiefschlag. Weil der Staatskonzern auf diesen Goldesel-Routen künftig weniger eigene ICE einsetzen kann, bricht ihm das Geld weg. Kohle, mit der die Bahn bislang die Linien in die deutsche Provinz quersubventioniert hat.

DB-Chefin Evelyn Palla (52) warnt vor bitteren Konsequenzen für ländliche Regionen. Wie hart es die Bürger wirklich treffen könnte, deckt die der BILD vorliegende Streich-Tabelle der EVG schonungslos auf.

Gewerkschafts-Boss Martin Burkert (61) schimpft in der BILD: "Wenn Italo hier Rosinenpickerei betreiben darf und die Bahn von den Hauptstrecken verdrängt wird, zerlegt das unseren Fernverkehr."

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Das bittere Resultat für die Kunden: Wer in die Metropolen will, muss künftig im Schneckentempo mit der Regionalbahn zum nächsten Fernbahnhof tingeln.

Titelfoto: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

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