Erneut Oberleitung am Hamburger Hauptbahnhof gerissen: Fahrgäste stecken in Zug fest
Hamburg - Aufruhr am Hamburger Hauptbahnhof: Am Sonntagnachmittag ist gegen 16.35 Uhr beim Einfahren eines ICE aus München eine Oberleitung im Bereich von Gleis 8 mit einem lauten Knall gerissen.
Die beschädigte Oberleitung befand sich nach aktuellen Erkenntnissen auf Höhe der Ernst-Merck-Brücke und lag zeitweise auf dem Dach des Zuges, teilte die Bundespolizei mit.
Zunächst seien noch Personen in dem ICE 600 eingeschlossen gewesen. Doch noch vor Eintreffen der Feuerwehr war bereits ein Teil des Zuges evakuiert.
Im weiteren Verlauf wurde der Strom auf der Strecke abgestellt, so ein Feuerwehrsprecher auf Nachfrage von TAG24. Auch die übrigen 25 Passagiere wurden mittlerweile alle aus dem ICE evakuiert. Verletzt wurde durch den Vorfall niemand.
Abschließend sei die Einsatzstelle an die Notfallstelle der Deutschen Bahn übergeben worden. Der Schaden habe zu Verspätungen und Zugausfällen im Regional- und Fernverkehr geführt, so ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Nachfrage von TAG24.
Die Ursache für den Defekt werde aktuell noch untersucht. Kurzzeitig waren alle Gleise am Hauptbahnhof gesperrt. "Nachdem Techniker die Oberleitungsanlage überprüft hatten, konnte der Zugverkehr wieder aufgenommen werden", so der Bahn-Sprecher weiter.
Zwei Gleise im Bahnhof waren für kurze Zeit außer Betrieb. Bereits vor wenigen Tagen hat es einen Oberleitungsschaden im Hamburger Hauptbahnhof gegeben, der für Chaos sorgte.
Titelfoto: Lenthe-Medien