FlixTrain vs. Deutsche Bahn: Wer hat in Sachen Preis, Komfort und Pünktlichkeit die Nase vorn?

Leipzig - Für die "Umschau" hat der MDR-Mobilitätsexperte Andreas Keßler ein Experiment gewagt: Wie kommt man schneller und komfortabler von A nach B, mit der Deutschen Bahn oder mit FlixTrain?

Immer mehr Menschen reisen mit den grünen FlixTrains.  © Jörg Carstensen/dpa

In der Sendung reist Keßler erst mit dem ICE von Berlin nach Leipzig, später dann mit dem FlixTrain zurück in die Hauptstadt. Beide Züge hat er drei Wochen vor der Reise gebucht.

Im Preis-Check hat FlixTrain wie zu erwarten die Nase vorn: In die Verbindung für 14,98 Euro ist eine Sitzplatzreservierung inkludiert, außerdem kann man die Fahrt wieder stornieren.

Anders bei der Deutschen Bahn, wo man das Sparpreis-Ticket (19,99 Euro) nur innerhalb der ersten drei Stunden nach Buchung stornieren kann. Für einen Sitzplatz zahlt man dazu noch einen Aufpreis, ist aber circa eine halbe Stunde schneller am Ziel.

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Und wie sieht es mit dem Komfort an Bord aus? Da hat Andreas Keßler nichts zu meckern: "Der ICE hat eigentlich performt, wie man es sich wünscht. Die Fahrt selbst war angenehm, ruhig, alles in allem: okay." Lediglich für die Verspätung von 40 Minuten gibt es einen Punktabzug.

Weniger komfortabel und deutlich altbackener ist man da mit dem FlixTrain unterwegs, der aus modernisierten DB-Waggons aus den 80er- und 90er-Jahren besteht. Ein Bordbistro sucht man vergeblich, dafür hat der grüne Zug aber auch nur fünf Minuten Verspätung.

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Vielen Reisenden sind die häufigen Verspätungen der Deutschen Bahn ein Dorn im Auge.  © Christian Charisius/dpa

"MDR Umschau" testet: FlixTrain vs. ICE

FlixTrains und die ICEs der Deutschen Bahn richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. (Archivfoto)  © Christian Charisius/dpa

Am Ende kürt Keßler den FlixTrain als den Gewinner des Experiments. Und hier ist noch Luft nach oben: Das Unternehmen will das deutsche Streckennetz in den kommenden Jahren ausbauen und 65 neue Hochgeschwindigkeitszüge nutzen. Insgesamt sollen das Vorhaben 2,4 Milliarden Euro kosten.

Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn sieht das grüne Unternehmen nicht zwingend als Konkurrenz für die DB: "Grundsätzlich bereichert es den Markt."

Denn die FlixTrain- und Flixbus-Angebote würden eine ganz andere Zielgruppe ansprechen als bei den ICE-Fahrten.

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"Es sind eben Leute, denen kommt es vor allem darauf an, günstig zu fahren", so Naumann. Sie würden deshalb auch unregelmäßigere Fahrpläne in Kauf nehmen.

Den kompletten "MDR Umschau"-Beitrag seht Ihr ab sofort in der ARD-Mediathek.

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