Hitze-Kulanz bei der Deutschen Bahn: Kunden können Fernreise stornieren und bekommen Geld zurück

Von Matthias Arnold

Berlin - Wer angesichts der erwarteten Hitze in der zweiten Wochenhälfte eine geplante Bahnreise nicht antreten will, kann diese nun kostenfrei stornieren und bekommt sein Geld zurück. Die Deutsche Bahn bietet erstmals eine sogenannte Hitze-Sonderkulanz an, wie der bundeseigene Konzern mitteilte.

Die Deutsche Bahn kommt ihren Kunden bei der Hitze entgegen. (Symbolfoto)  © Jan Woitas/dpa

Die Möglichkeit gilt demnach für Tickets für eine Fernverkehrsreise bis einschließlich 30. Juni, die bis zum 23. Juni gekauft wurden. Das umfasse auch Spar- und Supersparpreis-Tickets. 

Fahrgäste mit digitaler Fahrkarte können diese den Angaben der Bahn zufolge online stornieren. Wer mit analogem Ticket unterwegs ist, kann sich an eine DB-Verkaufsstelle vor Ort wenden.

"Wir empfehlen dringend, bei der Reiseplanung die amtlichen Hitze-Warnungen zu beachten", teilte die Bahn weiter mit. "Allen, die in dieser extremen Wetterlage auf ihre Fahrt verzichten können, legen wir die Sonderregelung zur Stornierung nahe." 

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Die hohen Temperaturen sind auch für die Bahn eine Belastung. Zwar sind die Zeiten vorbei, in denen die Klimaanlagen in den Fernzügen bei großer Hitze öfter ausfielen. Die Technik in der deutlich verjüngten Flotte funktioniert inzwischen auch bei großer Hitze. 

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Infrastruktur der Bahn anfällig bei Hitze

Nicht nur Bahnreisende ächzen unter der Hitze in den Zügen. Auch die Technik drumherum leidet bei hohen Temperaturen.  © Thomas Warnack/dpa

Anfälliger ist dafür die Infrastruktur der Bahn. Weichen sowie Leit- und Sicherheitstechnik können bei den hohen Temperaturen und stundenlanger direkter Sonneneinstrahlung Schaden nehmen. Das kann zu weiteren Problemen auf dem ohnehin stark störanfälligen Netz der Bahn führen. 

Zudem steigt das Risiko für Böschungsbrände, die ebenfalls Schaden anrichten können. Außerdem können Starkregen, Gewitter und Sturmböen ebenfalls zu Problemen führen. 

Schon im Sommer des vergangenen Jahres kam es bei großer Hitze im Juni und im Juli zu Weichendefekten und in der Folge zu Zugausfällen und Verspätungen. Erneute Einschränkungen aufgrund der Hitze sind nicht auszuschließen.

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