Von Andreas Heimann
Berlin - Kommt das 9-Euro-Ticket im Sommer zurück? Die Grünen wollen die Berliner finanziell entlasten und zugleich Klimaschutz sowie soziale Teilhabe stärken.
Das Ziel sei, die Menschen angesichts der aktuell hohen Energiepreise für mindestens drei Monate finanziell zu entlasten.
Die Grünen-Fraktion hat nach eigenen Angaben einen entsprechenden Antrag ins Abgeordnetenhaus eingebracht. Das Parlament soll den Senat auffordern, sich auf Bundesebene und im Rahmen der Verkehrsverbünde für die befristete Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets einzusetzen und die Umsetzung zu unterstützen.
"Gerade jetzt brauchen die Berliner spürbare Entlastungen, die wirklich ankommen", sagte der Grünen-Fraktionschef und Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl, Werner Graf. "Deshalb schlagen wir neben einem Energiebonus für bezahlbaren Strom auch ein 9-Euro-Ticket für die Sommermonate vor."
Das Modell des bundesweiten 9-Euro-Tickets sei 2022 mit mehr als 30 Millionen Nutzerinnen und Nutzern ein voller Erfolg gewesen, argumentieren die Grünen in dem Antrag. "Während der Tankrabatt damals verpuffte und vor allem Mineralölkonzerne begünstigte, wirkte das 9-Euro-Ticket direkt bei den Menschen sozial gerecht, effizient und klimafreundlich." Das sei auch jetzt wieder notwendig.
"Es braucht zusätzliche, kurzfristige Entlastungen, die schnell wirken und gut ankommen", so die Grünen-Fraktion. "Ein 9-Euro-Ticket für drei Monate im Sommer schafft genau das: Es ermöglicht Mobilität für alle. Es stärkt Energieunabhängigkeit. Und es bringt Menschen klimafreundlich durch den Alltag."