Na endlich! Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin bald wieder frei
Von Matthias Arnold
Berlin - Nach Verzögerungen bei der Sanierung soll die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg am 14. Juni wieder vollständig in Betrieb gehen - sechs Wochen später als ursprünglich geplant. Auf dem nördlichen Streckenabschnitt von Hamburg bis Hagenow Land in Mecklenburg-Vorpommern sollen hingegen schon am 15. Mai wieder Züge fahren, wie die Deutsche Bahn mitteilte.
Damit sind vor allem Pendlerinnen und Pendler in der Hauptstadtregion bis einschließlich 13. Juni weiter auf den Ersatzverkehr mit Bussen angewiesen. Fernzüge zwischen den beiden Metropolen werden bis dahin weiter umgeleitet. Ursprünglich sollten schon zum 1. Mai alle Züge wieder durchgehend auf dem Korridor fahren.
Der Zeitplan im Detail
Das gilt ab dem 15. Mai:
Zwischen Hamburg und Schwerin sowie weiter nach Rostock fahren die Regionalzüge der Bahn wieder durchgehend und nach gewohntem Fahrplan.
Auf allen weiteren Abschnitten bleiben die Einschränkungen auf den betroffenen Regionalverkehrslinien sowie der Ersatzverkehr mit Bussen erhalten. Das betrifft insbesondere den Regionalverkehr in Brandenburg.
Die Fernzüge zwischen Hamburg und der Ostsee fahren wieder auf dem üblichen Weg über Schwerin.
Der Fernverkehr zwischen Hamburg und Berlin wird weiterhin über Uelzen und Stendal umgeleitet – mit einer um rund 45 Minuten längeren Fahrzeit.
Wegen Umleitungen im Güterverkehr wird auf den bisher nicht betroffenen Regionalzuglinien RE4 (Bützow–Lalendorf) sowie RE50 (Rostock–Langhagen) das Angebot reduziert.
Das gilt ab dem 14. Juni:
Zum 14. Juni soll die gesamte Strecke zwischen Berlin und Hamburg wieder freigegeben werden. Die Fernzüge fahren dann wieder im gewohnten Halbstundentakt, alle Regionalzüge auf ihren üblichen Linien. Der Ersatzverkehr mit Bussen wird überall eingestellt.
Wochenlanger Frost führt zu erheblichen Verzögerungen
Schon seit August ist der Abschnitt zwischen Hamburg und Berlin aufgrund einer umfassenden Sanierung vollständig gesperrt. Eigentlich sollten die Bauarbeiten bis Ende April abgeschlossen werden.
Die Bahn hatte aber Mitte Februar darüber informiert, dass die Arbeiten länger dauern werden. Wochenlanger Frost im Januar und Februar hatte den Angaben zufolge zu erheblichen Verzögerungen geführt.
Hauptproblem war der Bahn zufolge, dass infolge des festgefrorenen Bodens über mehrere Wochen die Kabelschächte für die Leit- und Sicherungstechnik nicht ausgehoben werden konnten.
Schwierig waren demnach aufgrund der Kälte auch Arbeiten an den Oberleitungen. Diese waren eigentlich für Januar geplant, was aufgrund der Witterung aber nicht möglich gewesen sei.
Titelfoto: Jens Kalaene/dpa

