Riesa - Wenn ein Nadelöhr zur Problemstelle wird: Aufgrund von Instandhaltungsarbeiten steht auf Sachsens wichtigster Bahnstrecke Dresden-Leipzig zwischen Riesa und Zeithain nur ein Gleis zur Verfügung. Ausgerechnet hier trat – zum wiederholten Male – am Dienstagvormittag ein Schaden auf.
Wie Infrastrukturbetreiber DB InfraGO mitteilte, kann die Weiche am Abzweig Röderau aufgrund einer angebrochenen Herzstückspitze seit 11 Uhr nur noch mit geringer Geschwindigkeit (40 km/h) befahren werden.
Alle Züge müssen einen Befehl (schriftlicher Auftrag) bekommen. Die Folge sind Verspätungen auf dem ohnehin nur eingeschränkt nutzbaren Abschnitt.
Bemerkbar macht sich das vor allem beim Saxonia-Express (RE50), der in Leipzig nur eine kurze Wendezeit besitzt. Reisende müssen sich somit auf Verspätungen aus vorherigen Fahrten einstellen.
Einen Termin zur Entstörung gibt es bislang nicht.
Die hohe Belastung des Gleises machte sich bereits in den vergangenen Wochen bemerkbar. Am 23. Juni kam es wegen eines Weichendefekts sogar zum Totalausfall.