Wichtige Bahnstrecke in NRW monatelang dicht - Auch Köln betroffen
Von Rolf Schraa
Wuppertal - Letzte Vorbereitungen für ein gewaltiges Bauprojekt: Die Bahn sperrt vom 6. Februar bis zum 10. Juli die 65 Kilometer lange Bahnstrecke von Köln über Wuppertal nach Hagen.
Am Mittwoch präsentierten die Bahn-Projektleiter in Wuppertal ihre Pläne im Detail. In der Bauzeit sollen Gleise, Weichen und Brücken erneuert, Lärmschutzwände errichtet und Bahnhöfe modernisiert werden.
Die Kosten werden auf 800 Millionen Euro geschätzt. Die Strecke ist laut Bahn eine der wichtigsten Verkehrsachsen in Nordrhein-Westfalen. ICE, Regional- und Güterzüge sind dort in dichtem Takt unterwegs. Deshalb sei es wichtig, dass das Schienennetz leistungsfähiger wird.
Während der Generalsanierung müssen Reisende in der Region auf Busse umsteigen, Fernzüge werden weit umgeleitet. ICE fahren während dieser Zeit nicht zwischen Köln, Wuppertal und Hagen. Stattdessen werden die Züge von Köln nach Berlin und Hamburg über Düsseldorf, Duisburg und das Ruhrgebiet umgeleitet. Dadurch dauert die Fahrt etwa 20 bis 40 Minuten länger.
Im Regionalverkehr sind dem Konzept der Bahn zufolge Züge auf etwa zehn Linien betroffen. Sie werden umgeleitet oder fallen auf Abschnitten ganz aus.
Ersatzbusse und Umleitungen
Anstelle der Züge werden Ersatzbusse eingesetzt. Die Fahrt mit dem Bus dauert allerdings wesentlich länger als mit dem Zug.
So braucht man zum Beispiel von Wuppertal nach Köln gut eineinhalb Stunden statt wie sonst 34 Minuten mit dem Zug.
Titelfoto: Oliver Berg/dpa
