Drogen an Kinder verkauft: Mutmaßliches Drogennetz gesprengt

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Von Vanessa Köneke und Benedikt Zinsmeister

Bamberg - Im Raum Bamberg hat die Polizei ein mutmaßliches Drogennetz aufgespürt. Besonders heikel: Die mutmaßliche Dealer-Gruppe soll sich gezielt an Kinder und Jugendliche gewandt haben.

Mehrere Kilogramm verschiedenster Drogen haben Ermittler in Oberfranken entdeckt.
Mehrere Kilogramm verschiedenster Drogen haben Ermittler in Oberfranken entdeckt.  © Oliver Berg/dpa

Fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 23 Jahren wurden festgenommen, gegen vier von ihnen - drei Männer und eine Frau - ergingen Untersuchungshaftbefehle, teilte die Polizei mit. 

Aufmerksam waren die Ermittler geworden, als ein Mann am Omnibusbahnhof in Bamberg einer etwa 12-jährigen Schülerin Ecstasy-Pillen verkauft hatte.

In der Folge ergaben sich Hinweise auf weitere Rauschgiftverkäufe, bei denen insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als Abnehmer in Erscheinung traten, heißt es von der Polizei.

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Bei den folgenden mehrmonatigen Ermittlungen wurde laut Polizei ein Netzwerk loser zusammenarbeitender Personen entdeckt.

Bei Durchsuchungen in der Stadt und dem Landkreis Bamberg fanden Polizeibeamte schließlich mehrere Kilogramm Drogen:

  • rund 300 Gramm Kokain,
  • etwa 1 Kilogramm Amphetamin,
  • zirka 3 Kilogramm Cannabisprodukte,
  • eine größere Menge Ecstasy-Tabletten
  • zahlreiche verschreibungspflichtige Medikamente mit Bezug zum Betäubungsmittelrecht

Zudem entdeckten die Ermittler bei den Tatverdächtigen Waffen.

Kripo und Staatsanwaltschaft Bamberg: "Der Schutz junger Menschen hat hierbei oberste Priorität"

Die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Kriminalpolizei Bamberg betonten: "Der Handel mit Betäubungsmitteln, insbesondere wenn sich dieser gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, wird mit aller Konsequenz verfolgt. Der Schutz junger Menschen hat hierbei oberste Priorität."

Die Ermittlungen dauern an.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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