Hoffnung im Kampf gegen Horror-Droge: Wissenschaftler entwickeln Impfung gegen Fentanyl

Houston - Im Kampf gegen Fentanyl: Wissenschaftler entwickeln eine Impfung gegen eine der tödlichsten Drogen! Die Tests an Menschen sollen bald beginnen.

Fentanyl ist einfacher zu produzieren und günstiger als Heroin. Der Impfstoff könnte eine echte Hilfe für Suchtkranke sein. (Symbolbild)
Fentanyl ist einfacher zu produzieren und günstiger als Heroin. Der Impfstoff könnte eine echte Hilfe für Suchtkranke sein. (Symbolbild)  © 123f/chai89

Bei Fentanyl handelt es sich um das stärkste Schmerzmittel, das es gibt. Leider wird es immer häufiger für illegale Zwecke eingesetzt. Unter anderem wird es zum Strecken von Drogen wie Heroin genutzt.

Ähnlich wie bei anderen Schmerzmitteln hat es auf den Konsumenten eine euphorisierende Wirkung. Das hat zur Folge, dass die Zahlen der Überdosen mit einer tödlichen Folge in den USA massiv steigen.

Die Impfung der Wissenschaftler der Universität Houston aus Texas könnte nun für viele Abhängige und deren Angehörige Hoffnung bedeuten. Denn das Vakzin kann verhindern, dass das Fentanyl das Gehirn erreicht und man "high" wird.

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"Es ist ähnlich wie der Hepatitis-B-Impfstoff. Der Impfstoff stimuliert den Körper, Antikörper gegen Fentanyl zu bilden, und wenn eine Person Fentanyl konsumiert, binden diese Antikörper das Medikament und verhindern, dass es ins Gehirn gelangt", wird Dr. Haile von der Universität Houston durch Fox News zitiert.

Das Projekt der Wissenschaftler wird durch das US-Verteidigungsministerium unterstützt. Da die Untersuchungen an Ratten und Mäusen vielversprechend sind, sollen bald die klinischen Tests an Menschen beginnen.

Die Studie an den Nagetieren hat außerdem ergeben, dass Antikörper lediglich Fentanyl binden. Also können Suchtkranke oder andere noch mit Schmerzmitteln wie Morphium behandelt werden.

Täglich sollen Hunderte an einer Fentanyl-Überdosis in den USA sterben

Das Fentanyl, das durch die Antikörper gebunden wird, wird anschließend über die Nieren durch den Urin ausgeschieden.
Das Fentanyl, das durch die Antikörper gebunden wird, wird anschließend über die Nieren durch den Urin ausgeschieden.  © 123RF/tashatuvango

Schon in winzigen Dosen ist Fentanyl tödlich. Um genau zu sein, können schon zwei Milligramm, das entspricht ungefähr einem Zehntel des Gewichts eines Reiskorns, je nach Körpergewicht fatal sein.

Das Medikament ist laut den Wissenschaftlern der Universität Houston 50-mal stärker als Heroin und in etwa 100-mal stärker als Morphium. Denn für die Drogenhersteller ist das Medikament eine Goldgrube, es ist günstig herzustellen und hat einen enormen Suchtfaktor. An Fentanyl sterben in den USA täglich 150 Menschen.

Die Droge macht also nicht nur ihr hohes Suchtpotenzial, sondern auch die Tödlichkeit höchst gefährlich.

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Die einzige Chance für Betroffene, eine Überdosis zu überleben, ist das Spray Naloxon. Doch auch das kann nicht immer helfen, da teilweise mehr als eine Dosis benötigt wird.

Die Impfung könnte nun den Durchbruch im Kampf gegen Fentanyl bedeuten.

Titelfoto: 123f/chai89

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