Dresden - Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: An der Dresdner Carolabrücke wurde eine Bombe mit Zünder gefunden. Am Mittwochmorgen soll die Evakuierung beginnen.
Nach Bewertung der Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes handelt es sich um eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe britischer Bauart. Beim zweiten Verdachtspunkt wurde lediglich ein ungefährliches Eisenteil gefunden.
Eine sofortige Evakuierung ist nicht erforderlich, wie die Dresdner Polizei am frühen Abend mitteilte. Vielmehr soll nun eine planmäßige Entschärfung der Bombe am Mittwoch erfolgen.
Die Polizei bittet alle Bürger, den Sperrbereich bis Mittwoch 9 Uhr zu verlassen. Laut Feuerwehr handelt es sich um die bisher größte Evakuierung in der jüngeren Stadtgeschichte. Rund 18.000 Anwohner sowie Pendler und Touristen müssen die Fundstelle verlassen.
Alles Weitere zum Bombenfund an der Carolabrücke und zur geplanten Evakuierung lest Ihr hier im TAG24-Ticker.
10. März, 19.58 Uhr: Straßenbahn- und Buslinien müssen umgeleitet werden
Da der Sperrbereich große Teile des Stadtzentrums umfasst, werden ab 8.15 Uhr erhebliche Umleitungen der Straßenbahn- und Buslinien erforderlich. Der Eisenbahnverkehr ist nicht betroffen.
Auf der Website der DVB findet Ihr alle geplanten Umleitungen auf einen Blick.
10. März, 19.30 Uhr: Sprecher der Dresdner Feuerwehr äußert sich
"Wir haben ein Kampfmittel gefunden, dass einen Zünder beinhaltet", sagte Feuerwehrsprecher Michael Klahre (46) gegenüber TAG24. "Und das muss entschärft werden. Der zweite Verdachtspunkt, der eröffnet wurde, dort hat sich kein Kampfmittel bestätigt, sondern ein harmloses Metallteil."
Die leichte Hoffnung bei der bevorstehenden Bombenentschärfung: Der Zünder ist bei britischen Bomben mit einem Messinggewinde eingeschraubt, so lassen sich diese schneller entschärfen als ihre amerikanischen Pendants. Bei letzteren rosten die Zünder oft fest.
10. März, 19.07 Uhr: So sieht der Evakuierungsbereich aus
Der vorgesehene Evakuierungsradius beträgt 1000 Meter um die Fundstelle.
Von dem Ereignis sind rund 18.000 Einwohnerinnen und Einwohner betroffen. Hinzu kommen Personen, die sich beispielsweise als Pendler oder Touristen im Bereich aufhalten.
In dem Sperrgebiet stehen Sehenswürdigkeiten wie das Residenzschloss, die Frauenkirche und die Semperoper. Auch die Polizeidirektion, der Landtag, mehrere Ministerien, Alten- und Pflegeheime, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen befinden sich innerhalb des Radius.
10. März, 18.43 Uhr: Dresdner Verkehrsbetriebe bieten zusätzliche Linien an
Die eingesetzten Busse und erstmals auch Straßenbahnen der DVB zur Notunterkunft verkehren von 7 bis 9 Uhr im 20-Minuten-Takt.
Busroute zur Notunterkunft:
Sachsenplatz
Striesener Straße / Gerichtsstraße
Pirnaischer Platz / Wilsdruffer Straße (Haltestelle am Landhaus)
Messe Dresden
Straßenbahnroute zur Notunterkunft:
Albertplatz
Carolaplatz
Augustusbrücke (Blockhaus)
Theaterplatz
Zur Umleitungsführung der Straßenbahn- und Buslinien im Evakuierungszeitraum informieren die Dresdner Verkehrsbetriebe in Kürze.
10. März, 18.38 Uhr: Welche Notunterkunft steht zur Verfügung?
Für Betroffene wird eine Notunterkunft in der Messe Dresden eingerichtet.
Diese steht ab Mittwoch 7 Uhr zur Verfügung.
10. März, 18.26 Uhr: Evakuierung am Mittwoch
Die Evakuierung des betroffenen Bereichs an der Carolabrücke wird am Mittwochmorgen durchgeführt. Zwischenzeitlich sichern Polizeikräfte den Fundort ab.
Der Sperrkreis umfasst große Teile der Altstadt inklusive Residenzschloss, Zwinger und Frauenkirche sowie Bereiche der Inneren Neustadt. Betroffen wären rund 18.000 Anwohner, dazu Pendler, Touristen sowie zahlreiche Behörden, Pflegeeinrichtungen und Kitas.
Die Polizei Dresden bittet alle Bürger, den Sperrbereich bis Mittwoch 9 Uhr zu verlassen.