Bombenfund an der Carolabrücke: Polizei kontrolliert Sperrbereich

Dresden - Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe im Bereich der ehemaligen Carolabrücke hat in Dresden am Mittwochmorgen die größte Evakuierung der jüngeren Stadtgeschichte begonnen.

Wenn bis 9 Uhr alle Anwohner den Sperrbereich verlassen haben, kann der Kampfmittelräumdienst seine Arbeit aufnehmen.
Wenn bis 9 Uhr alle Anwohner den Sperrbereich verlassen haben, kann der Kampfmittelräumdienst seine Arbeit aufnehmen.  © Robert Michael/dpa

Um den 250-Kilogramm-Sprengsatz sicher entschärfen zu können, müssen Anwohner im Umkreis von 1000 Metern um die Fundstelle evakuiert werden.

Davon sind mehr als 18.000 Dresdner und Dresdnerinnen betroffen, die dazu aufgefordert wurden, den betroffenen Bereich bis spätestens 9 Uhr zu verlassen. Ab dann wird die Polizei das Gebiet kontrollieren.

Unterdessen wurde an der Messe eine Notunterkunft eingerichtet. Wie lange die Entschärfung dauern wird, bleibt dagegen abzuwarten. Vergangene Kampfmittelräumungen, wie etwa die Bombenentschärfung Anfang 2025, machen jedoch Mut, dass nach der abgeschlossenen Evakuierung alles ganz fix gehen kann.

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Alles Weitere zum Bombenfund an der Carolabrücke und zur Evakuierung lest Ihr hier im TAG24-Ticker.

11. März, 9.16 Uhr: Autofahrer sollen Sperrbereich weiträumig umfahren

Nach Ende der Evakuierungs-Frist und der erfolgten Absperrung des Sperrbereichs hat die Stadt Autofahrer dazu aufgerufen, das Gebiet zu meiden.

"Der Verkehr im Umfeld wird von der Polizei abgeleitet. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren", schrieb die Stadt auf Facebook.

11. März, 9.10 Uhr: Polizei setzt Drohne und Hubschrauber ein

Das Evakuierungsgebiet wurde nun offiziell abgesperrt.

Um zu überprüfen, ob alle Menschen den Sperrbereich verlassen haben, setzt die Polizei auch eine Drohne sowie einen Hubschrauber ein.

"Sobald keine Menschen mehr in dem Bereich sind, können die Entschärfungsarbeiten beginnen. Die Dresdner Polizei bittet alle Personen, die sich jetzt noch im Evakuierungsgebiet (siehe Karte) befinden, den Anweisungen der Einsatzbeamten Folge zu leisten" teilte die Polizeidirektion Dresden mit.

Insgesamt sind 410 Polizeibeamte im Einsatz.

Der Sperrbereich wird nun von der Polizei kontrolliert.
Der Sperrbereich wird nun von der Polizei kontrolliert.  © Robert Michael/dpa

11. März, 9 Uhr: Frist für Evakuierung abgelaufen

Bis 9 Uhr sollte der Sperrbereich menschenfrei sein.

Die Polizei wird nun überprüfen, ob das der Fall ist.

Im rot umrahmten Bereich dürfen sich während der Bombenentschärfung keine Menschen aufhalten.
Im rot umrahmten Bereich dürfen sich während der Bombenentschärfung keine Menschen aufhalten.  © Stadt Dresden

11. März, 8.43 Uhr: Bombenentschärfer ist ein alter Bekannter

Bombenentschärfer Thomas Zowalla (49) wird - wie schon im vergangenen Januar - am heutigen Mittwoch die Bombe entschärfen.

Der Kampfmittel-Experte blickt dabei auf über 17 Jahre Einsatzerfahrung und etwa 15 erfolgreiche Entschärfungen zurück. Da er es heute mit einem defekten Zünder zu tun bekommt, könnte die Entschärfung jedoch etwas länger dauern, als noch bei der "Blitz-Entschärfung" im vergangenen Jahr.

Bombenentschärfer Thomas Zowalla (49) bewies bereits mehrfach ein ruhiges Händchen. (Archivbild)
Bombenentschärfer Thomas Zowalla (49) bewies bereits mehrfach ein ruhiges Händchen. (Archivbild)  © Steffen Füssel

11. März, 8.36 Uhr: Evakuierungs-Endspurt beginnt

Keine halbe Stunde mehr, dann sollen alle Bürger den Sperrbereich verlassen haben.

Um 9 Uhr beginnt die Polizei dann mit der Kontrolle und geleitet die letzten Verbleibenden in Sicherheit.

Unterdessen sind bereits die ersten Shuttlebusse an der Notunterkunft am Messegelände eingetroffen.

Drei Rentnerinnen, die per Straba von der Sarrasanistraße gekommen sind, werden von einem DRK Mitarbeiter zur Halle begleitet.
Drei Rentnerinnen, die per Straba von der Sarrasanistraße gekommen sind, werden von einem DRK Mitarbeiter zur Halle begleitet.  © Ove Landgraf
Die ersten Busse sind am Messegelände angekommen...
Die ersten Busse sind am Messegelände angekommen...  © Ove Landgraf
... und haben weitere Dresdner in Sicherheit gebracht.
... und haben weitere Dresdner in Sicherheit gebracht.  © Ove Landgraf

11. März, 8.17 Uhr: Für sie ist es bereits die dritte Evakuierung

Margit Ehrlichmann (90) wohnt seit 1961 in der Ziegelstraße, stammt ursprünglich aus dem Sudetenland. Für sie ist es die dritte Evakuierung. Alles wegen der Brücke.

"Ich musste um 07.15 Uhr die Taxe nehmen, ich bin schlecht zu Fuß anders ging es nicht. Gestern war ich schon früh in der Falle. Hätte mein Sohn mich nicht aus Köln angerufen, hätte ich das gar nicht mitbekommen."

Margit Ehrlichmann (90) wurde von ihrem Sohn über die Evakuierung informiert.
Margit Ehrlichmann (90) wurde von ihrem Sohn über die Evakuierung informiert.  © Ove Landgraf

11. März, 8.15 Uhr: Menschenleerer Neumarkt

Ein seltener Anblick!

Im Zuge der laufenden Evakuierung des Sperrbereichs ist nahezu keine Menschenseele mehr auf dem Neumarkt unterwegs.

Auf dem Neumarkt ist tote Hose.
Auf dem Neumarkt ist tote Hose.  © Steffen Füssel

11. März, 8.10 Uhr: DRK baut Feldbetten auf

In der Notunterkunft werden derzeit von den Einsatzkräften des DRK die Feldbetten aufgebaut.

Da die Entschärfung der Bombe heute möglicherweise länger dauert, kann man es sich darauf sicher gemütlich machen.

Voller Einsatz in der Notunterkunft.
Voller Einsatz in der Notunterkunft.  © Ove Landgraf

11. März, 7.57 Uhr: Auf dem Weg in die Notunterkunft

Die ersten Menschen sind bereits in der Notunterkunft eingetrudelt, weitere folgen.

Dominik Dorsel (37), Bianca Watzka und Deniz Senel (25) sind Wissenschaftler, die für eine Physikertagung aus Aachen angereist sind. Kurz vor 8 Uhr suchen sie den weg zur Notunterkunft an der Messe: "Die Tagung geht bis inklusive Donnerstag. Daher gehen wir mal davon aus, wir kommen heute Nachmittag wieder in unser Hotel", erklärt Bianca Watzka gelassen.

Dominik Dorsel (37, v.l.), Bianca Watzka und Deniz Senel (25) auf dem Weg in die Notunterkunft
Dominik Dorsel (37, v.l.), Bianca Watzka und Deniz Senel (25) auf dem Weg in die Notunterkunft  © Steffen Füssel
In der Notunterkunft auf dem Messegelände sind bereits einige Menschen angekommen.
In der Notunterkunft auf dem Messegelände sind bereits einige Menschen angekommen.  © Ove Landgraf

11. März, 7.52 Uhr: Vermehrte Anfragen von eingeschränkten Personen

Die Einsatzkräfte sind derzeit vermehrt im Einsatz, um mobilitätseingeschränkte Personen aus dem Sperrbereich zu evakuieren.

Laut Feuerwehr-Sprecher Michael Klahre (46) sind zuletzt vermehrt Anfragen von mobilitätseingeschränkten Privatpersonen über die Bürgerhotline der Stadt eingegangen. Die Pflegeheime haben sich derweil zum Großteil selbst um die Evakuierung gekümmert, so Klahre.

Titelfoto: Bildmontage: Stadt Dresden, Robert Michael/dpa

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