Eurowings greift Reisenden in die Tasche: saftiger Preisanstieg von bis zu 20 Prozent

Köln - Die Lufthansa-Tochter Eurowings rechnet angesichts höherer Kosten etwa für Treibstoff auch in diesem Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Ticketpreise.

Eurowings plant in diesem Sommer, etwa so viele Sitzplätze anzubieten wie 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie.
Eurowings plant in diesem Sommer, etwa so viele Sitzplätze anzubieten wie 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Im Schnitt halte er Preissteigerungen von zehn bis 20 Prozent für realistisch, sagte Eurowings-Chef Jens Bischof (57) in einer Videokonferenz. Je nach Angebot und Nachfrage könnten die Steigerungen auf einzelnen Strecken jedoch auch anders ausfallen. Von der derzeitigen Ticketnachfrage sieht sich der Manager in seinen Plänen bestätigt.

Bei den Ticketbuchungen für den Sommer gebe es eine "täglich steigende Dynamik", sagte er. Derzeit lägen die Buchungszahlen rund 80 Prozent höher als vor einem Jahr.

Eurowings wolle in diesem Sommer etwa so viele Sitzplätze anbieten wie 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt weiterhin auf Mallorca. Zugleich bietet Eurowings verstärkt längere Verbindungen an und baut das Angebot für die Türkei und Ägypten aus.

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Jetzt hofft Bischof, dass sich das Flugchaos aus dem vergangenen Sommer nicht wiederholt: "Es darf nicht sein, dass wir in diesen Zustand von 2022 zurückfallen."

Dazu müssten alle Beteiligten ihren Anteil beitragen. "Bei den Dienstleistern sind noch Lücken zu füllen und auch noch Menschen auszubilden", nannte er ein Beispiel.

Eurowings arbeite mit Flughäfen, Flugsicherung, Bodendienstleistern und Bundespolizei daran, einen geordneten Betrieb in den reisestarken Sommermonaten zu gewährleisten.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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