Crimmitschau - Ein verheerender Brand erschütterte die Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Crimmitschau (Landkreis Zwickau). Ende April zündeten Chaoten Sperrmüll unterhalb des Gebäudes an. Die Flammen schlugen mehrere Meter hoch - zwei Wohnungen sind aktuell unbewohnbar. Die Bewohner erschüttert.
Laut Polizei brach das verheerende Feuer am 30. April gegen 3.40 Uhr an der Hainstraße aus. Ein Sperrmüllhaufen, der an der Fassade lagerte, ging in Flammen auf.
Eine Bewohnerin (55) erinnert sich an die dramatische Brand-Nacht. "Die Rauchmelder in meiner Wohnung haben mich geweckt", berichtet sie. Die Flammen hatten mittlerweile ihre Wohnung erreicht. Nach einem Löschversuch rettete sie sich und ihre Katzen.
Sie und eine weitere Bewohnerin (49) kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.
Eine weitere Frau, die im Haus wohnt, hatte wahnsinniges Glück. Laut Berichten vor Ort wohnte sie mit zwei Kindern im Erdgeschoss und konnte die Wohnung rechtzeitig verlassen. Kurz darauf soll das Fenster ihrer Wohnung durch die Hitze zerplatzt sein.
Auch Tage nach dem Feuer-Drama sind die Spuren am Haus sichtbar: Durch den Brand wurde die Fassade des Wohnhauses teilweise zerstört. Die Fenster sind provisorisch mit Metallplatten abgedeckt.
Weitere Bewohnerin will ausziehen: "Ich habe Angst"
Zwei Wohnungen sind derzeit nicht bewohnbar - darunter auch die Räume der 55-jährigen Bewohnerin. Sie kommt derzeit in einer Ferienwohnung unter und ist froh, dass sie durch den Alarm des Rauchmelders rechtzeitig gewarnt wurde.
"Der Rauchmelder hat mir das Leben gerettet", sagt sie.
Eine Rentnerin (66), die in dem Gebäude wohnt, ist durch den Vorfall noch immer erschüttert. "Ich habe Angst und schlafe nachts schlecht", sagt sie. Die 66-Jährige wollte ihren Lebensabend in der ruhigen Gegend in Crimmitschau verbringen - nun will sie wegziehen.
Wer hinter der mutmaßlichen Brandstiftung steckt, ist unklar.
Die Polizei sucht Zeugen: Wer etwas beobachtet hat, soll sich bei der Kripo unter der Nummer 0375/4284480 melden.