Winkelhaid - Am Freitagabend rückte die Feuerwehr wegen dichter Rauchwolken zu einem Wohnhaus im Landkreis Nürnberger Land aus. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll ein Blitzeinschlag einen schweren Dachstuhlbrand ausgelöst haben.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte quoll dichter gelblich-schwarzer Rauch aus dem Dachstuhl des Gebäudes.
Angesichts der massiven Rauchentwicklung und der Gefahr einer raschen Brandausbreitung erhöhten die Einsatzkräfte die Alarmstufe zunächst von B3 auf B4 und kurze Zeit später auf B5. In der Folge wurden zahlreiche weitere Feuerwehren sowie zusätzliche Atemschutzgeräteträger zur Unterstützung nachalarmiert.
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da Teile des Daches mit Blech eingedeckt waren und eine Photovoltaikanlage den Einsatz zusätzlich erschwerte.
Über Drehleitern öffneten die Einsatzkräfte die Dachhaut, um an die Brandherde zu gelangen und Rauch sowie Hitze entweichen zu lassen. Immer wieder schlugen Flammen aus dem Dach.
Mehrere Atemschutztrupps waren zudem im Gebäude im Einsatz. Wegen der Gefahr einer Durchzündung konnten sie jedoch nicht bis in den Spitzboden vordringen.
Die Lösch- und Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Nacht an, der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund eine Million Euro.