Dramatische Szenen: Feuerwehrleute werden von Druckwelle zurückgeworfen

Reutlingen - Beim Brand eines Einfamilienhauses in Reutlingen sind sechs Menschen leicht verletzt worden.

In dem verrauchten Haus war noch eine Frau, die das Haus noch nicht verlassen konnte. Als die Feuerwehrleute zu ihr durchdringen wollten, kam es zu einer Druckwelle, die die Einsatzkräfte zurückwarf. (Symbolbild)
In dem verrauchten Haus war noch eine Frau, die das Haus noch nicht verlassen konnte. Als die Feuerwehrleute zu ihr durchdringen wollten, kam es zu einer Druckwelle, die die Einsatzkräfte zurückwarf. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Das Feuer brach am frühen Mittwochmorgen aus, wie die Polizei mitteilte. Zwei Bewohner kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Vier Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr wurden ebenfalls leicht verletzt.

Die Polizei schätzte den Schaden auf etwa 200.000 Euro, wie ein Sprecher sagte. Die Brandursache war zunächst noch unklar. Am Mittwochmorgen seien Kriminaltechniker eingetroffen, um die Brandstelle zu untersuchen, hieß es.

Während des Einsatzes spielten sich nach Angaben der Feuerwehr dramatische Szenen ab. So hätten Einsatzkräften nach ihrer Ankunft in der von Rauch umwölkten Straße erfahren, dass sich noch eine Frau im zweiten Obergeschoss des brennenden Gebäudes befindet.

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Sie habe das Haus wegen des verrauchten Treppenraumes nicht verlassen können und am Fenster gestikuliert.

Ein Einsatztrupp zu ihrer Rettung sei im Gebäude von der Druckwelle einer "Rauchgasdurchzündung" zurückgeworfen worden. Dabei hätten zwei Feuerwehrleute Brandverletzungen an Handgelenken und im Halsbereich erlitten.

Die Frau sei leicht verletzt gerettet worden. Sie und ein ebenfalls verletzter Bewohner sowie die zwei verletzten Feuerwehrleute seien in eine Klinik gebracht worden. Zwei Kräfte des Rettungsdienstes hatten sich außerdem eine Rauchgasvergiftung zugezogen und mussten medizinisch behandelt werden, hieß es.

Am Morgen sei der Brand gelöscht worden. Eine weitere Ausbreitung des Feuers konnte verhindert werden, wie die Feuerwehr berichtete.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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