Feuer in ältestem Einkaufsmarkt: Fluchtweg für Hausbewohner abgeschnitten
Bitterfeld-Wolfen - Die Bitterfelder Feuerwehr war am frühen Montagmorgen gefordert, als ein Brand im ältesten, aber mittlerweile geschlossenen Einkaufsmarkt der Stadt ausbrach. Weil sich noch mehrere Personen im Gebäude befanden, hatte deren Rettung während der Löschmaßnahmen Priorität.
Die Einsatzkräfte wurden um 3.18 Uhr in die Burgstraße alarmiert, wie die Feuerwehr Bitterfeld-Wolfen selbst auf ihrer Webseite berichtete. Dort war in einem Lagerraum des früheren Marktes mit dem Namen "Die 100" ein Brand ausgebrochen.
Zahlreiche Kameraden aus Bitterfeld, Greppin und Holzweißig machten sich sofort auf den Weg. Vor Ort bestätigte sich die Lage.
"Der Brandrauch hatte sich bereits im Treppenhaus ausgebreitet und somit den Fluchtweg für die Bewohner der darüber liegenden Wohnungen abgeschnitten", so ein Sprecher.
Während ein Trupp sofort mit den Löschmaßnahmen begann, machte sich ein anderer an der Gebäuderückseite an die Rettung der Hausbewohner.
Eine Person habe demnach bereits am Fenster auf sich aufmerksam gemacht und über Atembeschwerden geklagt. Sie wurde mittels einer Drehleiter aus dem Gebäude geholt.
Fünf Personen und vier Haustiere aus verrauchtem Haus gerettet
Gleichzeitig kontrollierten drei weitere Trupps unter Atemschutz die Wohnungen. Vier Personen, darunter ein Kind, konnten mithilfe von Fluchthauben über das Treppenhaus nach draußen gebracht werden. Zwei von ihnen wurden wegen des Verdachts einer Rauchvergiftung vom Rettungsdienst versorgt.
Dieser bestand auch bei zwei Katzen, die dem Tierarztnotdienst übergeben wurden. Auch eine weitere Katze und ein Hund konnten gerettet werden.
Die Löschmaßnahmen waren erfolgreich, eine Ausbreitung des Feuers konnte verhindert werden. Durch Rauch und Rußpartikel seien sowohl der frühere Einkaufsmarkt als auch die Wohnungen derzeit nicht nutzbar. Die Bewohner sollen anderweitig untergebracht werden.
Der Einsatz der 44 Feuerwehrleute samt neun Fahrzeugen dauerte rund drei Stunden. Der Brandort konnte im Anschluss an die Polizei übergeben werden, die nun die Ursache ermitteln muss.
Titelfoto: Bildmontage: Feuerwehr Bitterfeld-Wolfen

