Flüchtlingsheim in Schutt und Asche: Feuerwehrmann angeklagt!

Schwerin/Groß Strömkendorf - Fünf Monate nach dem verheerenden Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Groß Strömkendorf bei Wismar hat die Staatsanwaltschaft Schwerin Anklage gegen den mutmaßlichen Brandstifter erhoben.

Das Gebäude, in dem Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht waren, ist in der Nacht zum 20. Oktober 2022 abgebrannt.
Das Gebäude, in dem Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht waren, ist in der Nacht zum 20. Oktober 2022 abgebrannt.  © Jens Büttner/dpa

Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, werden dem 32-Jährigen schwere Brandstiftung sowie Brandstiftung in fünf weiteren Fällen zur Last gelegt.

Der Mann war wenige Wochen nach dem Brand des Hotels in Groß Strömkendorf, in dem ukrainische Flüchtlinge untergebracht waren, festgenommen worden.

Das reetgedeckte Gebäude mit Platz für 150 Menschen war in der Nacht zum 20. Oktober weitgehend abgebrannt. Zum Tatzeitpunkt lebten dort noch 14 Ukrainer. Sie konnten sich, wie auch drei Betreuer, unverletzt aus dem Gebäude retten.

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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann, der zum Zeitpunkt der Brände Angehöriger einer Freiwilligen Feuerwehr war, für mehrere Feuer in der Region verantwortlich sein. Seit Mitte November befinde er sich in Untersuchungshaft, streite die Taten aber ab.

Weil in nächster Nähe der Flüchtlingsunterkunft unmittelbar vor dem Brand Nazi-Symbole auftauchten, war anfangs über ein extremistisches Tatmotiv spekuliert worden, das sich den Ermittlern zufolge aber nicht bestätigte.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

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