Ettlingen - Ein Brand in einem Ettlinger Gewerbegebiet hat am Dienstagnachmittag einen großen Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Zeitweise bestand akute Explosionsgefahr. Das umliegende Areal musste weiträumig evakuiert werden.
Gegen 17 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Dachstuhlbrand im Ettlinger Albtal alarmiert. Das betroffene Gebäude, das eigentlich für den Abbruch vorgesehen war, stand in Flammen.
Da die Feuerwehr auf vier Gasflaschen stieß, kam es zur Evakuierung der Bewohner sowie der Beschäftigten aus dem umliegenden Industrie- und Gewerbegebiet. Für die Betroffenen wurde ein örtliches Hotel als Notunterkunft organisiert, wie es in einer Mitteilung hieß.
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Explosionsgefahr schwierig. "Nachdem eine besonders gefährliche Flasche während der Löscharbeiten ihre Position veränderte, mussten wir zum Schutz der umliegenden Personen schnell reagieren", erklärte der Ettlinger Feuerwehrkommandant Luca Arsic.
Die Einsatzkräfte richteten einen Sicherheitsradius von 200 Metern ein. Auch die angrenzende Landstraße und die Albtalstrecke der AVG wurde gesperrt.
Flasche mit Spezialbagger geborgen
Während drei der Gasflaschen ohne größeres Sicherheitsrisiko im Gebäude verbleiben konnten, musste die vierte Flasche aufwendiger geborgen werden. Sie lag auf dem Dach des Brandobjektes und wurde mit einem Spezialbagger des Technischen Hilfswerks (THW) gesichert.
Über die Warn-App NINA wurde die Bevölkerung am Dienstagabend über die mögliche Gefahr informiert, spezielle Messungen ergaben jedoch keine Schadstoffbelastung. Gegen 23 Uhr konnte die Feuerwehr Entwarnung geben und alle Sperrungen aufheben.