Krankenhaus steht in Flammen: Zwei Patienten tot, Ermittlungen laufen

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Von Judith Bootsmann, Svenja-Marie Kahl, Christiane Bosch

Ludwigslust - Dramatische Szenen: Beim Brand des Dachstuhls des Helene-von-Bülow-Klinikums in Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern) nahe Schwerin sind nach ersten Erkenntnissen zwei Menschen ums Leben gekommen.

Seit den frühen Morgenstunden steht der Dachstuhl eines Krankenhauses in Ludwigslust in Flammen.
Seit den frühen Morgenstunden steht der Dachstuhl eines Krankenhauses in Ludwigslust in Flammen.  © Ralf Drefin/SWM DV Studio/dpa

Bei den Toten handelt es sich um Patienten, wie eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Glücklicherweise wurden weniger Menschen verletzt als zunächst vermutet. Es gebe die zwei Toten, einen Verletzten mit Rauchgasvergiftung, teilte der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit.

Am frühen Morgen hatte die Einsatzleitstelle der Polizei zunächst von 34 Verletzten gesprochen.

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Dass die Zahlen stark voneinander abweichen, hat mit den Erstmeldungen an die Leitstelle zu tun.

Dort wurden zunächst mehrere Dutzend Menschen gemeldet, welche medizinisch untersucht werden sollten und dann im Laufe der Untersuchung als unverletzt eingestuft werden konnten, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Solche Zahlen seien zum Zeitpunkt der Abfrage stets eine Momentaufnahme und könnten sich immer auch noch ändern.

Zunächst hieß es, dass ein Mensch wiederbelebt werden müsse. Patienten und Krankenhausbeschäftigte würden aus dem Gebäude außerdem evakuiert werden. Der Dachstuhl des Krankenhauses brannte den Angaben zufolge seit 4.20 Uhr. Die Lage vor Ort sei aktuell weiterhin höchst dynamisch. Zu dem Feuer soll es wahrscheinlich in einem Patientenzimmer gekommen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei sind seit den frühen Morgenstunden vor Ort.

Aktuell geht die Polizei von zwei Toten und mindestens 30 Verletzten aus.
Aktuell geht die Polizei von zwei Toten und mindestens 30 Verletzten aus.  © Ralf Drefin/SWM DV Studio/dpa

Brand in Krankenhaus in Ludwigslust: Innenminister Christian Pegel stehe spricht "tiefes Mitgefühl" aus

Innenminister Christian Pegel stehe im engen Austausch mit den Verantwortlichen. "Mit tiefer Betroffenheit begleiten wir den Einsatz nach dem Brand im Krankenhaus in Ludwigslust. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand sind zwei Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche weitere verletzt worden. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen sowie allen Verletzten."

Die zuständigen Behörden würden mit Hochdruck daran arbeiten, die Brandursache aufzuklären. Nun habe die Unterstützung der Betroffenen höchste Priorität, hieß es in einer Mitteilung vom Ministerium für Inneres von Mecklenburg-Vorpommern.

Aktuell kann es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Bereich der Neustädter Straße sowie den umliegenden Straßenzügen kommen. Deswegen bittet die Polizei darum, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Erstmeldung: 6.58 Uhr, zuletzt aktualisiert: 10.04 Uhr

Titelfoto: Ralf Drefin/SWM DV Studio/dpa

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