Nürnberg - Nach Tagen der unerträglichen Hitze folgte am Sonntagabend endlich die abkühlende Erlösung – ein Gewitter zog vor allem über Nürnberg hinweg. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun und musste sogar einen Autofahrer aus einer misslichen Lage befreien.
Eine überflutete Unterführung sorgte besonders für Probleme während des Unwetters.
Ein Mercedes blieb im Wasser stecken und wurde von immer mehr Wassermassen umzingelt. Gemeinsam mit Kräften der DLRG gelang es der Feuerwehr, die beiden Insassen aus dem Fahrzeug zu befreien. Laut Thomas Schertel, Einsatzleiter Feuerwehr Nürnberg, blieben sie körperlich unverletzt und kamen mit einem Schock davon.
Trotz der klar erkennbaren Gefahrenlage versuchten immer wieder Autofahrer, die überflutete Unterführung zu durchqueren.
Während der laufenden Rettungsarbeiten kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall: Ein Autofahrer fuhr direkt an den Einsatzkräften und dem verunglückten Fahrzeug vorbei und brachte damit sowohl die Helfer als auch die zu rettenden Personen in Gefahr.
Die Polizei klärte den Fahrer im Anschluss ausführlich auf.
Heftige Regenfälle und Sturmböen sorgen für Chaos
Die Einsatzkräfte waren noch bis in die Nacht mit den Folgen des Unwetters beschäftigt. Meteorologen hatten zuvor bereits vor teils schweren Gewittern und örtlich begrenzten Unwettern gewarnt – auch im Zusammenhang mit der vorangegangenen Hitzewelle.
Begleitet von Tausenden Blitzen zogen die Gewitterzellen am Abend über die Region hinweg. Neben beeindruckenden Blitzentladungen kam es örtlich zu starken Windböen sowie teils heftigen Regenfällen.
Dadurch kam es neben überfluteten Straßen zu umgestürzten Bäumen und ausgelösten Brandmeldeanlagen.