Patient mit Ätzverletzungen eingeliefert: Einsatzkräfte üben den Ernstfall
Stollberg - Üben für den Ernstfall! Am Mittwochabend wurde im Erzgebirgsklinikum Stollberg (Erzgebirge) ein Gefahrguteinsatz inszeniert.
Alles in Kürze
- Patient mit Ätzverletzungen eingeliefert
- Gefahrguteinsatz in Stollberg inszeniert
- Feuerwehr und Klinik üben Zusammenarbeit
- Notaufnahme bleibt trotz Übung geöffnet
- 57 Einsatzkräfte beteiligt an der Übung

Wie der Übungsleiter und stellvertretende Kreisbrandmeister Enrico Scheibner berichtete, stand bei der Übung die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und der Klinik im Fokus
Gegen 17.20 Uhr wurde dabei ein Patient mit einem Rettungswagen eingeliefert, der Ameisensäure getrunken hatte und mehrere Ätzverletzungen auf der Haut aufwies.
Zudem verschüttete die Freundin des Patienten die Säure versehentlich in der Notaufnahme und wies ebenfalls Ätzverletzungen auf der Haut auf.
Ein Gefahrgutzug der Feuerwehr wurde hinzugerufen, die Notaufnahme abgesperrt und ein Untersuchungszimmer der Notaufnahme unter Quarantäne gestellt.
Umgehend wurden die Patienten von den Feuerwehrleuten mit Chemikalienschutzanzügen nach draußen gebracht und dekontaminiert. Zudem wurde die ausgetretene Säure in der Notaufnahme gesichert.

Notaufnahme durchgehend in Betrieb

Übungsleiter Enrico Scheibner und Geschäftsführer des Erzgebirgsklinikums Marcel Koch zogen am Abend ein erstes Fazit.
Die Zusammenarbeit zwischen der Klinik und der Feuerwehr verliefe reibungslos, "jeder hat aber auf seiner Ebene, kleine versteckte Mängel festgestellt, die nun abgearbeitet werden", so Scheibner.
Neben der Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften und dem Klinikpersonal wurden auch die internen Meldeketten auf die Probe gestellt.
Insgesamt waren 57 Einsatzkräfte der Feuerwehren Stollberg, Oelsnitz, Thalheim, Zwönitz und Gablenz sowie der ABC Fahrberater der Feuerwehr Beierfeld und der diensthabende Kreisbrandmeister an der Übung beteiligt.
Trotz umfangreicher Arbeiten wurde der Betrieb der Notaufnahme zu keiner Zeit unterbrochen. Auch die Notfallversorgung für Patienten blieb während der Übung erhalten.
Titelfoto: NEWS5 / André März (3)