Schießhalle in Flammen: Feuerwehr in Sorge wegen Munition und Explosionen

Messel - Ein Brand in der Schießhalle eines Schützenvereins stellte die Feuerwehr am Samstag vor große Herausforderungen: Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren vermeintliche Explosionen laut hörbar!

Die Schießhalle des Schützenclubs "Wildpark" bei Messel brannte lichterloh.  © 5VISION.NEWS

Der Alarm wurde gegen 12.16 Uhr ausgelöst, wie ein Feuerwehrsprecher erklärte. Umgehend rückten erste Einsatzkräfte zum Schützenclub "Wildpark" bei Messel in Südhessen aus.

Schon bei der Anfahrt konnten die Feuerwehrleute demnach von weitem eine starke Rauchentwicklung über dem Vereinsgelände sehen. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass der Schießstand in der Schießhalle lichterloh brannte.

Flammen schlugen aus dem Dach. Hinzu kam: "Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurden vermehrt Explosionsgeräusche aus dem Gebäude wahrgenommen."

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Für die Brandbekämpfer stellte sich die Situation deshalb zunächst als äußerst bedrohlich dar: Wie sie erfuhren, war in dem brennenden Gebäude scharfe Munition gelagert!

Aus diesem Grund wurden die Löscharbeiten zunächst nur von außen und "aus gewisser Entfernung und Deckung heraus" durchgeführt.

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Eine weithin sichtbare Rauchwolke stieg über dem brennenden Schießstand auf.  © 5VISION.NEWS

Brand beim Schützenclub "Wildpark": Knappes Löschwasser ist Problem für die Feuerwehr

Die Feuerwehrleute hatten zudem mit Außentemperaturen von rund 30 Grad zu kämpfen.  © 5VISION.NEWS

Erst im weiteren Verlauf der Löscharbeiten konnte Entwarnung gegeben werden. Wie sich zeigte, befanden sich die Munitionskisten im vorderen Bereich der Halle, die Flammen hatten sie nicht erreicht. Es gelang der Feuerwehr, sämtliche Munition aus dem Gebäude zu bergen.

Die vermeintlichen Explosionen wurden ebenfalls aufgeklärt: "Die Knallgeräusche kamen vom Dach, dort befinden sich nämlich Eternitplatten." Diese Platten seien durch die Hitze des Feuers geborsten.

Nach diesen Erkenntnissen konnten die Löschmaßnahmen beim Schützenclub "Wildpark" vollumfänglich in Angriff genommen werden. Allerdings hatten die Feuerwehrleute nun mit knappem Löschwasser und sommerlich anmutenden Außentemperaturen von rund 30 Grad zu kämpfen.

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Ein Pendelverkehr mit "Großtank-Löschfahrzeugen" wurde eingerichtet. Für die rund 60 Kräfte von Feuerwehr Rettungsdienst wurden zudem ausreichend Getränke und "Rückzugsmöglichkeiten im Schatten" bereitgestellt.

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