Dippoldiswalde/Rabenau - Am Samstag wird in der Dippoldiswalder Heide im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Katastrophenfall geprobt – mit heiklem Waldbrand-Szenario.
Wie die Stadtverwaltung Rabenau mitteilt, trainieren am 16. Mai der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, die Große Kreisstadt Dippoldiswalde und die Stadt Rabenau zwischen 8 und 14 Uhr in der Dippoldiswalder Heide den Ernstfall eines Waldbrandes unter erschwerten Bedingungen.
Denn in der Dippoldiswalder Heide werden seit Jahren immer wieder Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden gefunden, darunter Munition und Granaten.
"Die Beschaffenheit der Munitionskörper wird mit zunehmender Verweildauer im Erdboden schlechter, in Verbindung mit großer Hitze kann ein Gefahrenpotenzial nicht ausgeschlossen werden", so Rabenau-Bürgermeister Thomas Paul (CDU, 49).
Vorsichtshalber müssen im Falle eines Waldbrandes dann auch Einsatzkräfte einen Sicherheitsabstand von bis zu 1000 Metern zum Brandherd einhalten – ein Löscheinsatz aus unmittelbarer Nähe wäre dann kaum möglich.
"Genau dieses Szenario steht im Mittelpunkt der groß angelegten Waldbrandübung 'Heidefeuer'", so Paul – dabei wird auch ein echtes Feuer entfacht.
Im Umfeld der Übung kommt es zu Einschränkungen
Rund 250 Einsatzkräfte bekämpfen das Feuer dann unter Vorsichtsmaßnahmen mit Unterstützung moderner Drohnentechnik des Technischen Hilfswerks sowie mit größeren Mengen Löschwasser.
Versorgt werden die Kameraden dabei vom Deutschen Roten Kreuz.
"Bitte beachten Sie, dass ein echtes Feuer entzündet wird und es damit zu Rauchentwicklung und Nässe kommen kann", warnt Rabenau-Gemeindewehrleiter Armin Groß und fordert dazu auf, den Bereich weiträumig zu meiden.
Im Umfeld der Übung kommt es zu Einschränkungen. Gesperrt werden die Parkplätze gegenüber dem Romantikhotel Heidemühle, am ehemaligen Campingplatz, an der Dippoldhütte und im Bereich der Feuerwehr Karsdorf. Zudem kann es in der Dippoldiswalder Heide zu zeitweisen Straßensperrungen kommen.
Mit der Übung wollen die beteiligten Behörden ein deutliches Signal setzen: "Auf besondere Gefahrenlagen wird sich in der Region gezielt vorbereitet – auch unter Bedingungen, die im Ernstfall ein hohes Maß an Koordination und Umsicht erfordern", heißt es in der Pressemitteilung.