Dortmund - Großeinsatz am späten Dienstagabend im Westen von Dortmund: In einem Mehrfamilienhaus stand eine Wohnung lichterloh in Flammen. Zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten an, mehrere Polizisten wurden im Krankenhaus behandelt.
Die Dortmunder Feuerwehr wurde gegen 23.16 Uhr in die Huckarder Allee im Stadtteil Huckarde alarmiert, nachdem Zeugen zuvor aus dem Gebäude dringenden Rauch bemerkt hatten.
Als die Kameraden am Brandort eintrafen, schlugen bereits Flammen aus dem Fenster der Wohnung im Obergeschoss. "Zu diesem Zeitpunkt war unklar, ob sich noch Personen in der Brandwohnung befanden", so ein Sprecher der Feuerwehr.
Mehrere Trupps betraten daraufhin unter Atemschutz das Haus, stellten nach kurzer Zeit aber glücklicherweise fest, dass sich niemand mehr in der brennenden Wohnung aufhielt und begannen mit den Löscharbeiten.
Die Bewohner anderer Wohnungen konnten über nicht verqualmte Bereiche des Treppenhauses nach draußen gebracht und dem Rettungsdienst übergeben werden. Eine Person wurde wegen einer Vorerkrankung medizinisch versorgt.
Schon vor Eintreffen der Feuerwehrleute waren Polizisten vor Ort, die ebenfalls sichergehen wollten, dass sich im oberen Bereich des Gebäudes niemand mehr aufhielt. Dabei atmeten sie laut Feuerwehr Rauchgase ein.
Wohnhaus in Dortmund-Huckarde nach Feuer unbewohnbar
"Nach Sichtung und ersten Untersuchungen durch den Rettungsdienst wurde entschieden, dass die betroffenen Polizeikräfte zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus gebracht werden", so der Sprecher.
Dort konnte offenbar Entwarnung gegeben werden, die Beamten haben ihren Dienst danach fortsetzen können.
Die Löschmaßnahmen gestalteten sich aufwendig, da sich die Flammen nicht nur im Haus, sondern auch auf die Fassade ausgebreitet hatten. So war die darüberliegende Wohnung ebenfalls betroffen.
In der Spitze waren bis zu 65 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. Auch ein Betreuungsbus kam zum Einsatz, um die betroffenen Bewohner vor der Kälte zu schützen.
Diese können jedoch vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück, das Haus ist aktuell nicht bewohnbar. Ihre Unterbringung werde in Abstimmung mit den Behörden organisiert.
Während der Nachlöscharbeiten seien immer wieder einzelne Glutnester aufgeflammt, weshalb der Einsatz erst gegen 5.30 Uhr am Mittwochmorgen beendet werden konnte.