Zehn Millionen Euro Schaden! Feuerwehr verliert bei Brand eigene Wache und fünf Fahrzeuge

Unterensingen - Ein verheerender Brand hat am Montagabend das Feuerwehrhaus in Unterensingen (Kreis Esslingen) komplett zerstört. Rund 140 Einsatzkräfte kämpften stundenlang gegen die Flammen. Personen kamen nicht zu Schaden.

Die Feuerwehren aus mehreren Gemeinden und Städten waren stundenlang im Großeinsatz.  © 7aktuell.de | Alexander Hald

Das Unglück begann kurz nach 18.30 Uhr mit einem Brandmelde-Alarm im eigenen Haus, wie die Feuerwehr am späten Abend mitteilte. Bereits auf der Anfahrt erkannte Kommandant Jens Entzminger die kritische Situation und ließ weitere Einsatzkräfte aus den umliegenden Gemeinden nachalarmieren.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte kam es im Inneren des Gebäudes zu Explosionen. Aufgrund der massiven Rauch- und Flammenentwicklung war an einen Innenangriff erst nicht zu denken.

Die Feuerwehr konzentrierte sich stattdessen darauf, ein Übergreifen des Brandes auf die Nachbarschaft zu verhindern. Zwei Personen aus einem angrenzenden Getränkemarkt wurden vorsorglich evakuiert.

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Im weiteren Verlauf des Abends musste das Dach des im Jahr 2001 eingeweihten und erst 2018 erweiterten Feuerwehrhauses geöffnet werden. Insgesamt wurden neun Löschrohre eingesetzt, das Wasser wurde aus dem nahegelegenen Neckar gepumpt.

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Das Gebäude sowie fünf Einsatzfahrzeuge brannten vollständig aus.  © 7aktuell.de | Alexander Hald

Immenser Sachschaden nach Feuer in Unterensingen erwartet

Zur Unterstützung setzte die Polizei zudem eine Drohneneinheit ein. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Das Gebäude sowie fünf Fahrzeuge konnten nicht mehr gerettet werden. Das Feuerwehrhaus, das gesamte Inventar sowie die Einsatzkleidung sind ebenfalls den Flammen zum Opfer gefallen. An den umliegenden Gebäuden konnten größere Schäden verhindert werden.

Der Landrat Marcel Musolf, der sich persönlich ein Bild von der Lage machte, betonte: "Gemeinsam mit dem Kreisbrandmeister werden wir in den nächsten Tagen Lösungen für Unterensingen erarbeiten."

Laut dpa-Informationen von Montagabend wird die Höhe des Sachschadens derzeit auf etwa zehn Millionen Euro geschätzt.

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