Zwei Millionen Euro Schaden nach Großbrand in Aue: Feuer durch Schweißarbeiten ausgelöst?

Aue - Großeinsatz am Samstag in Aue (Erzgebirge). Am frühen Abend ist auf einem Firmengelände an der B101 ein Feuer ausgebrochen. Die Rauchwolke war kilometerweit zu sehen.

Ein Großaufgebot der Feuerwehren aus Aue und Umgebung ist im Einsatz.
Ein Großaufgebot der Feuerwehren aus Aue und Umgebung ist im Einsatz.  © Niko Mutschmann

Bereits aus der Ferne war gegen 17 Uhr in Aue eine große dunkle Rauchwolke zu sehen.

Wie die Stadt am Abend bestätigte, brannte es auf der Schwarzenberger Straße in vier als Abstellplatz und Werkstatt genutzten Lagerhallen hinter dem Möbelhaus Illing.

Wie Frank Georgi von der Feuerwehr Aue mitteilte, standen zwei der vier Hallen in Vollbrand. Dort waren unter anderem mehrere Fahrzeuge, auch Wohnmobile, abgestellt.

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Auch Gasflachen waren in den Lagerhallen gelagert, die zum Teile auch explodierten.

Insgesamt waren etwa 130 Einsatzkräfte der Feuerwehren Aue, Bad Schlema, Alberoda, Lößnitz, Lauter und Bernsbach vor Ort und nahmen umgehend unter Atemschutz die Brandbekämpfung von mehreren Seiten auf.

Gegen 18.45 Uhr dann die Entwarnung: Das Feuer war "unter Kontrolle" gebracht worden.

Eine große schwarze Wolke verbreitet sich über Aue.
Eine große schwarze Wolke verbreitet sich über Aue.  © Niko Mutschmann

B101 und S255 zwischenzeitlich voll gesperrt

Unter anderem fielen auch zahlreiche Fahrzeuge den Flammen zum Opfer.
Unter anderem fielen auch zahlreiche Fahrzeuge den Flammen zum Opfer.  © Niko Mutschmann

Die abschließenden Arbeiten werden sich dabei jedoch noch bis in die Nacht ziehen. Mittlerweile ist auch das Technische Hilfswerk (THW) vor Ort und überwacht den Brandort mittels einer Wärmebildkamera und Drohne, um mögliche Glutnester feststellen zu können.

Zwei Personen wurden durch das Feuer leicht verletzt und mussten mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst in das Krankenhaus gebracht werden.

Zur Sicherstellung der Wasserversorgung mussten die B101 sowie die S255 voll gesperrt werden. Die B101 ist mittlerweile wieder freigegeben, die S255 ist weiterhin in beide Richtungen gesperrt.

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Sobald die Löscharbeiten endgültig beendet sind, wird die Polizei die Brandstelle übernehmen und mit den Ermittlungen zur Brandursache beginnen.

TAG24 informiert Euch an dieser Stelle auch am Sonntag weiter über das Brandunglück.

Entstandener Schaden: Zwei Millionen Euro

Nach weiteren Ermittlungen ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Fahrlässigkeit bei Schweißarbeiten zu dem Feuer geführt hat. Das teilte die Polizei am Freitag mit.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa zwei Millionen Euro.

Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung laufen.

Erstmeldung: 25. Mai, 17.44 Uhr; letzte Aktualisierung: 7. Juni, 13.20 Uhr

Titelfoto: Niko Mutschmann

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