Leeds - Die Urlaubsstimmung war perfekt, die Vorfreude auf die Trauminsel Lanzarote riesig. Doch kurz nach dem Start erlebten die Passagiere an Bord einer Boeing 737 den absoluten Albtraum über den Wolken. Ein heftiger Blitzeinschlag riss die Urlauber jäh aus ihren Träumen und zwang den Piloten zur Kehrtwende.
Es passierte alles an einem ganz normalen Dienstag in dieser Woche. Die Maschine der Fluggesellschaft "Jet2" startete im britischen Leeds mit Kurs auf den Flughafen Arrecife auf Lanzarote.
Die Passagiere lehnten sich gerade entspannt zurück, als der Jet mitten im Steigflug von einer gewaltigen Naturgewalt getroffen wurde. Wie das "Mallorca Magazin" berichtet, schlug ein Blitz krachend in das Flugzeug ein!
In der Kabine herrschte sofort helle Aufregung, doch die Cockpit-Crew reagierte geistesgegenwärtig und absolut professionell.
Der Pilot brach den Steigflug sofort ab, behielt die Nerven und entschied sich für eine Sicherheitslandung auf dem nahe gelegenen Flughafen in Manchester.
Warum der Rumpf des Flugzeugs zur Lebensversicherung wurde
Auch wenn ein solcher Vorfall für die Passagiere extrem besorgniserregend ist – für das Flugzeug war es eine Belastungsprobe, für die es gebaut wurde. Der Rumpf moderner Maschinen wirkt nämlich wie ein sogenannter faradayscher Käfig.
Der Strom fließt dabei, ähnlich wie beim Auto, einfach über die Außenhaut ab und tritt an einer anderen Stelle, wie den Flügelspitzen oder dem Heck, wieder aus. Im Innenraum bleibt es sicher. Meistens merken die Fluggäste nur einen hellen Lichtblitz oder einen lauten Knall.
Für die Mallorca- und Spanien-Urlauber gab es trotz des Schocks ein Happy End. Die Airline organisierte schnell ein Ersatzflugzeug. Mit einer Verspätung von rund dreieinhalb Stunden kamen die Passagiere schließlich wohlbehalten an ihrem Zielort Lanzarote an.