Kleinflugzeug stürzt bei Landeanflug auf Parkplatz: Pilot schwer verletzt

Hamburg - Glück im Unglück! Ein Ultraleicht-Flugzeug ist am Donnerstag beim Landeanflug auf den Flugplatz Uetersen/Heist (Kreis Pinneberg) abgestürzt.

Das Ultraleicht-Flugzeug krachte auf einen Parkplatz.
Das Ultraleicht-Flugzeug krachte auf einen Parkplatz.  © JOTO

Der 48-jährige Pilot versuchte noch eine Notlandung, krachte aber auf einen nahe gelegenen Parkplatz und wurde schwer verletzt, wie ein Feuerwehr-Sprecher auf TAG24-Nachfrage erklärte.

Zeugen hatten gegen kurz vor 17 Uhr ein merkwürdiges Geräusch beim Anflug der Maschine vom Typ FK9 gehört.

Nach ersten Erkenntnissen habe es einen technischen Defekt beim Landeanflug gegeben. "Der Pilot konnte die Maschine nicht mehr halten und leitete eine Notlandung ein", sagte der Sprecher weiter.

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Bei der Bruchlandung verfehlte der 48-jährige Pilot die Landebahn und kam auf einem Parkplatz zum Stehen. Dabei touchierte er mit der Maschine zwei Autos und beschädigte diese stark.

Zeugen alarmierten umgehend die Rettungskräfte, leisteten Erste Hilfe und zogen den verunglückten Mann aus dem Wrack.

Vor Ort wurde er noch versorgt, anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Laut Feuerwehrsprecher habe er schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot am Flugplatz Uetersen/Heist vor Ort. Nun werden die genauen Umstände zu dem Unglück untersucht.

Update, 3. September, 15 Uhr: Ultraleicht-Flugzeug gewann nicht ausreichend an Höhe

Wie die Polizei Bad Segeberg am Freitag erklärte, gewann das Flugzeug aus bislang unbekannter Ursache unmittelbar nach dem Start nicht ausreichend an Höhe und stürzte nach Berührung mit zwei Baumkronen im Bereich des Flughafenparkplatzes ab. Dabei wurde ein parkendes Auto beschädigt.

Der schwerverletzte Pilot wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Lebensgefahr bestand nicht.

Nach ersten Schätzungen dürfte sich der Sachschaden am Flugzeug auf mindestens 60.000 Euro, am Pkw auf circa 15.000 Euro belaufen. In beiden Fällen dürfte es sich um einen wirtschaftlichen Totalschäden handeln.

Titelfoto: JOTO

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