Flugzeugabsturz: Vier Männer sendeten nur Minuten zuvor Foto an Eltern

Carlinville (USA) - Eine Gruppe alter Uni-Freunde überlebte einen Flugzeugabsturz am vergangenen Sonntag in den USA nicht.

Daniel Shedd (37, v.l.n.r.), John Camilleri (39), Daniel Schlosser (39) und Pilot Joshua Daniel Sweers (35) in der Unglücks-Maschine.
Daniel Shedd (37, v.l.n.r.), John Camilleri (39), Daniel Schlosser (39) und Pilot Joshua Daniel Sweers (35) in der Unglücks-Maschine.  © privat/Charles Sweers

Vier Männer waren am Sonntagnachmittag auf dem Rückweg in den US-Bundesstaat Michigan von einem Wochenendausflug mit ihrer Piper PA28-Maschine.

Kurz vor dem Abflug um 15.20 Uhr vom Flughafen St. Louis Creve Coeur in Missouri sendeten Joshua Daniel Sweers (35) und seine Kumpel Daniel Shedd (37), Daniel Schlosser (39) sowie John Camilleri (39) ein Foto an die Eltern von Sweers.

Daniel Shedds Vater, Charles, verfolgte anhand der Flugzeug-Kennnummer die Maschine im Internet, weil er die vier vom Flughafen abholen wollte, berichtete das US-Nachrichtenportal Knewz.

Doch nach 25 Minuten verlor Charles Shedd scheinbar die Verbindung. Sein Handy zeigte immer denselben Standort des Propeller-Flugzeugs an.

Absturz live im Netz verfolgt

Solch ein Flugzeug vom Typ Piper PA28 flogen die vier Männer. (Symbolbild)
Solch ein Flugzeug vom Typ Piper PA28 flogen die vier Männer. (Symbolbild)  © 123RF/David Acosta Allely

Erst nach einer Stunde ohne Kontakt zu den Flugzeuginsassen fand Vater Shedd im Internet Hinweise auf einen Flugzeugabsturz im US-Bundesstaat Illinois - direkt auf der Route der vier Männer.

Kurze Zeit später klingelte das Telefon des Vaters. Die Polizei klärte Charles Shedd über das Unglück auf einem Feld bei Carlinville auf. 

Um 16.27 Uhr sollen die Männer von den Behörden vor Ort für Tod erklärt worden sein, berichtete Knewz weiter.

Ursache für Unglück noch unklar

An der Unglücksstelle waren Dutzende Einsatzkräfte tätig.
An der Unglücksstelle waren Dutzende Einsatzkräfte tätig.  © Macoupin County Sheriff's Office

Charles Shedd erklärte den US-Medien indes, dass sein Sohn noch nie zuvor mit den anderen Männern flog und er nicht wusste, ob die Gruppe jemals zuvor in so einer kleinen Maschine unterwegs war.

Nur von Daniel Shedd ist bekannt, dass er bei Boeing arbeitete und sich deshalb mit Flugzeugen auskannte.

Alle vier kannten sich bereits seit der Uni-Zeit, wo sie gemeinsam in einer Bruderschaft aktiv waren.

Was letztlich zum Absturz führte, ist bislang nicht bekannt. Das Wetter war gut und konnte laut ersten Angaben nicht für das Unglück verantwortlich gewesen sein.

Der Sheriff sowie die Bundesluftfahrtbehörde untersuchen den Vorfall nun genauer.

Titelfoto: 123RF/David Acosta Allely, privat/Sweers Charles

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