Frau erhält Todesdiagnose im Urlaub: Fluggesellschaft bittet sie zur Kasse!

Neuseeland - Diese Reise wird für ein Paar aus den USA zu einem wahren Albtraum! Während des Urlaubs erfährt eine Frau, dass sie an Krebs erkrankt ist - doch die Fluggesellschaft reagiert alles andere als kulant.

Die Fluggesellschaft Air New Zealand berechnete einer krebskranken Frau hohe Umbuchungskosten.
Die Fluggesellschaft Air New Zealand berechnete einer krebskranken Frau hohe Umbuchungskosten.  © Udo Weitz/EPA/dpa

Ganze vier Monate wollten Patricia (75) und Todd (60) Kerekes aus New Hampshire in Neuseeland verbringen, doch ihre Reise nahm ein vorzeitiges Ende.

Während des Urlaubs erhielt die 75-Jährige plötzlich die niederschmetternde Diagnose Gallenblasenkrebs - im Endstadium.

Nach Rücksprache mit Patricias Arzt stand für das Paar schnell fest, dass es auf direktem Weg in den nächsten Flieger steigen und die Heimreise antreten werde. Doch die Umbuchung ihres Rückflugs stellte die beiden vor weitere Probleme.

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Ein Entgegenkommen der Fluggesellschaft Air New Zealand? Fehlanzeige!

"Gleich beim ersten Anruf sagte ich ihnen, dass meine Frau schwer krank ist und dass wir nach Hause müssen", erinnerte sich Todd Kerekes laut New York Post an das Gespräch mit der Airline. Nach vollen vier Stunden in der Warteschleife habe er schließlich eine Auskunft erhalten, die ihm jedoch die Sprache verschlug.

Das Paar sollte für die Umbuchung seiner Rückflüge 8000 Dollar (umgerechnet knapp 7400 Euro) Gebühr zahlen - zusätzlich zu den bereits gezahlten 23.000 Dollar (rund 21.000 Euro) für seine ursprünglich gebuchten Business-Class-Flüge.

Air New Zealand hat sich bei krebskranker Passagierin entschuldigt

Die Airline hat sich im Nachhinein bei der Frau entschuldigt.
Die Airline hat sich im Nachhinein bei der Frau entschuldigt.  © -/Air New Zealand/AP/dpa

"Ich war wirklich überrascht, dass sich die Leute nicht hilfsbereiter gezeigt haben", erzählte der Amerikaner. Auch wenn er mit einer Umbuchungsgebühr gerechnet habe, sei er über diesen Betrag "schockiert" gewesen.

Am Ende habe er die 8000 Dollar bezahlt - auch wenn er "kein Verständnis" dafür gehabt habe, so Kerekes.

Inzwischen hat auch die Airline auf den Vorfall reagiert und sich bei dem Paar für die Unannehmlichkeiten entschuldigt.

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"Es ist klar, dass wir hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind und unsere Politik des Mitgefühls in diesem Fall nicht befolgt wurde", erklärte eine Sprecherin der Fluggesellschaft. Man habe die Sache falsch gehandhabt und sei in Gedanken bei Frau Kerekes.

Doch das ist noch nicht alles: Zusätzlich zu ihrer Entschuldigung hat die Airline dem Paar mittlerweile auch den vollen Betrag für die Umbuchung der Flüge zurückerstattet.

Titelfoto: Udo Weitz/EPA/dpa

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