Hunderte Urlauber auf Insel gestrandet: Flug wegen besoffener Crew gestrichen
Bridgetown/London - Über 300 Fluggäste warteten darauf, nach ihrem Urlaub auf der Karibikinsel Barbados in den Flieger zurück nach London zu steigen. Doch aus der Heimkehr wurde so schnell nichts. Der Flug musste gestrichen werden, weil die British-Airways-Crew am Abend zuvor zu tief ins Glas geschaut hatte.
Das Saufgelage ereignete sich laut der britischen "Sun" am Samstagabend in einem All-inclusive-Resort in Strandnähe. Mit reichlich Wodka und Bier sollen die Flugbegleiter ausgelassen gefeiert haben, ehe es am Sonntag wieder zurück nach London gehen sollte.
Dem Bericht zufolge sollen Urlauber, die am nächsten Tag in den Flieger steigen wollten, sogar Zeugen des Besäufnisses geworden sein und dieses gefilmt haben. Eines der Crew-Mitglieder habe ihnen daraufhin "Wir sind die Besatzung von British Airways - na und?" entgegengelallt.
Der Abend sei derart ausgeufert, dass sich eine Stewardess schließlich auf der Bar übergeben musste und einer ihrer Kollegen zusammenbrach und auf sein Zimmer gebracht werden musste.
Ihren Rausch hatte die Crew am Folgetag offenbar noch nicht ausgeschlafen, denn die Maschine, die planmäßig 16.25 Uhr in der Hauptstadt Bridgetown abheben sollte, blieb am Boden. Der Flug wurde wegen der nicht einsatzfähigen Besatzung schließlich ganz gestrichen.
Crew-Mitglieder nach Saufgelage suspendiert
Die Fluggesellschaft zeigte sich mehr als verärgert und zog umgehend Konsequenzen: Vier Besatzungsmitglieder wurden suspendiert. "Wir erwarten von unserer Crew höchste Standards und untersuchen diesen Vorfall mit Hochdruck", erklärte British Airways in einem Statement.
Der ausgefallene Flug könnte die Airline Hunderttausende Euro kosten. Die 336 Fluggäste saßen hingegen vorerst auf Barbados fest.
Titelfoto: Kin Cheung/AP/dpa
