Leipzig - Großeinsatz am Leipziger Flughafen: Nach der Sichtung eines unbekannten Flugobjekts musste der Flugverkehr in der Nacht auf Mittwoch zeitweise komplett eingestellt werden. An einem weiteren verdächtigen Gegenstand soll unbestätigten Informationen zufolge indes ein Päckchen mit einem Zünder gefunden worden sein.
Es war kurz vor Mitternacht, als die mutmaßliche Drohne gesichtet worden war, berichtete Polizeisprecher Olaf Hoppe auf Anfrage von TAG24 am frühen Mittwochmorgen.
Daraufhin sei der Flugverkehr am Leipziger Flughafen vorübergehen komplett eingestellt worden. Das betraf seinen Angaben zufolge nur wenige Maschinen, darunter ein Passagierflugzeug. Dieses sei in der Folge nach Nürnberg umgeleitet worden.
Gegen 1.55 Uhr konnte der Betrieb über die Nordpiste wieder aufgenommen werden, läuft laut Hoppe seither normal. Allerdings sei die Start- und Landebahn Süd weiterhin gesperrt. Denn etwa zeitgleich zur mutmaßlichen Drohnensichtung habe man dort auch am Boden einen verdächtigen Gegenstand gefunden.
Wie die Bild nun berichtete, soll sich an einem der unbekannten Objekte eine Art Päckchen samt einem Zünder befunden haben. Demnach sei dieses als möglicher Sprengsatz eingestuft worden.
Die Leipziger Polizei konnte das bislang nicht bestätigen. "Die Untersuchungen laufen", so Sprecher Moritz Peters auf Nachfrage von TAG24. Die Südpiste sei daher auch weiterhin gesperrt.
Maßnahmen laufen am Vormittag immer noch
Nach TAG24-Informationen liege der Fundort in der Nähe einer geparkten Antonov-Maschine. Der Bereich wurde großräumig abgesperrt.
Die Bundespolizei begutachtete das Objekt, auch ein Sprengstoffroboter kam zum Einsatz. Die Maßnahmen vor Ort dauern auch am Vormittag noch an.
"Die Landespolizei hat die Ermittlungen zum Sachverhalt, in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei, aufgenommen", hieß es. Ein Krisenstab wurde eingerichtet.
Erstmeldung von 7.17 Uhr. Aktualisiert um 9.41 Uhr.