Asiatische Tigermücke breitet sich aus: Was jetzt zu beachten ist

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Von Mia Bucher

Berlin - Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus den Tropen, breitet sich aber zunehmend in Europa aus. Auch in Berlin werden regelmäßig Exemplare nachgewiesen. Wie die Lage in der Region aussieht – und was im Garten hilft.

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Europa immer weiter aus und ist auch in Berlin bereits nachgewiesen.
Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Europa immer weiter aus und ist auch in Berlin bereits nachgewiesen.  © Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

In diesem Jahr wurden nach Angaben von Mückenexpertin Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) bisher weder in Berlin noch in Brandenburg neue Tigermücken entdeckt. "Wir haben keine Tigermücken aus Brandenburg bekommen, aus Berlin auch nicht, obwohl wir dort ja etablierte Populationen haben", sagte sie.

Erfahrungsgemäß werden die ersten Tiere bei bestehenden Populationen ab Ende Mai oder Anfang Juni aktiv.

In Berlin wurden seit 2017 vereinzelt Tigermücken nachgewiesen. 2021 wurde in einer Kleingartenanlage in Treptow-Köpenick erstmals eine etablierte Population festgestellt, auch aus Neukölln gibt es Nachweise. Damit ist Berlin der nördlichste bekannte Standort einer stabilen Population in Deutschland. In Brandenburg sind bislang keine Populationen bekannt.

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Die Asiatische Tigermücke ist nur etwa 0,5 bis 1 Zentimeter groß und auffällig schwarz-weiß gestreift. Allerdings gibt es auch heimische Arten mit ähnlicher Zeichnung. Typisch für die Tigermücke ist zudem ihr aggressives Stechverhalten: Sie ist auch tagsüber aktiv und gilt als sehr hartnäckig.

Die Art kann theoretisch Krankheiten wie Dengue- oder Chikungunya-Viren übertragen. In Deutschland wurde bisher jedoch kein Fall dokumentiert, in dem eine heimische Tigermücke eine solche Krankheit übertragen hat. Experten halten das langfristig dennoch für möglich.

So können Brutstätten im eigenen Garten vermieden werden

Die Tigermücke ist klein, schwarz-weiß gestreift und kann Krankheitserreger übertragen – auch tagsüber ist sie aktiv.
Die Tigermücke ist klein, schwarz-weiß gestreift und kann Krankheitserreger übertragen – auch tagsüber ist sie aktiv.  © Uwe Anspach/dpa

Da die Tigermücke ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasseransammlungen ablegt, sollten diese konsequent vermieden werden. Dazu zählen leere Topfuntersetzer, Regentonnen, Gießkannen, Vogeltränken oder Planschbecken, die regelmäßig geleert oder abgedeckt werden sollten. Auch Autoreifen sollten trocken gelagert werden.

Das Brandenburger Gesundheitsministerium rät zudem, natürliche Feinde wie Libellen, Frösche, Vögel und Lurche zu unterstützen.

Neben der Tigermücke sind derzeit auch viele heimische Arten aktiv. Vor allem in Brandenburg mit seinen zahlreichen Seen kommt es aktuell zu einem starken Auftreten von Wald- und Wiesenmücken. Diese gelten ebenfalls als lästig und teilweise aggressiv, vermehren sich aber vor allem in Pfützen und Gräben.

Titelfoto: Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

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