USA - In den USA breitet sich gerade ein Virus rasant aus, gegen das es weder Medikamente noch einen Impfstoff gibt.
Wie Daily Mail berichtet, verbreitet sich das humane Metapneumovirus (HMPV) durch Husten oder Kontakt mit kontaminierten Oberflächen. Drei bis sechs Tage nach einer Ansteckung treten oft erkältungsähnliche Symptome wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Halsschmerzen auf.
In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung mild und klingt innerhalb weniger Tage von selbst ab.
Allerdings kann HMPV in manchen Fällen auch zu schweren Infektionen führen - problematisch, denn bislang gibt es weder Impfstoffe noch gezielte Medikamente gegen das Virus, so Ärzte.
Besonders gefährdet sind demnach Kinder, Jugendliche, ältere Menschen ab 65 Jahren sowie Personen mit Vorerkrankungen.
Auch in Deutschland wurde das Virus bereits nachgewiesen
Die CDC (Centers for Disease Control and Prevention) meldet, dass HMPV in der Woche bis zum 21. Februar für rund fünf Prozent aller Atemwegsinfektionen verantwortlich war.
Studien zeigen außerdem, dass bei erwachsenen Risikopatienten 51 Prozent der Infizierten ins Krankenhaus eingeliefert werden und 6,6 Prozent an der Krankheit sterben.
Abwasseranalysen weisen dabei auf besonders hohe Viruskonzentrationen in der San Francisco Bay Area, New York City und Chicago hin.
Dr. Matthew Binnicker, Leiter der klinischen Virologie an der Mayo Clinic, erklärte: "Im Spätwinter und Frühling kann HMPV fünf bis zehn Prozent aller Atemwegsinfektionen ausmachen, die wir in den USA diagnostizieren. Das Virus ist also definitiv präsent."
Um das Risiko einer Infektion zu senken, empfehlen die CDC regelmäßiges Händewaschen, das Vermeiden von engem Kontakt mit Erkrankten sowie die häufige Reinigung von Oberflächen.
Auch in Deutschland wurde das Virus nach Angaben des Robert Koch‑Instituts (RKI) bereits registriert, wenn auch bisher in deutlich geringerem Umfang.