Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Behörden melden dritten Verdachtsfall
London - Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem niederländischen Kreuzfahrtschiff haben die britischen Behörden einen dritten Verdachtsfall bei einem Briten bekannt bgegeben.
Wie die Gesundheitsbehörde UKHSA am Freitag mitteilte, wurde der Verdachtsfall auf der Insel Tristan da Cunha im Südatlantik gemeldet. Zur selben Inselgruppe, bei der es sich um ein britisches Überseegebiet handelt, gehört auch die Insel St. Helena, auf der Dutzende Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" von Bord gegangen waren.
Zwei weitere britische Staatsangehörige werden in Krankenhäusern in den Niederlanden und in Südafrika wegen Symptomen einer Hantavirus-Infektion behandelt.
Die britischen Staatsangehörigen, die sich noch an Bord des Kreuzfahrtschiffs befinden, haben nach Angaben der Behörde derzeit keine Symptome, werden aber "intensiv überwacht".
Das Schiff wird voraussichtlich am Sonntag Teneriffa erreichen. Die britische Regierung hat bereits Vorkehrungen für die Heimreise der Briten an Bord getroffen.
Das Außenministerium habe einen Rückführungsflug für britische Passagiere und Besatzungsmitglieder organisiert, erklärte die Gesundheitsbehörde.
Für die Betroffenen wird der Flug demnach kostenlos sein, nach ihrer Rückkehr müssen sie sich dann 45 Tage isolieren und sich von der Behörde testen und überwachen lassen.
Titelfoto: Foto von HANDOUT / ARGENTINE HEALTH MINISTRY / AFP
