Mann quält seine Katzen in TikTok-Videos: Das hat für ihn jetzt Folgen
Von Christian Schultz
Mainz - Wegen der Inhalte mehrerer auf der Plattform TikTok veröffentlichter Videos hat ein Katzenhalter seine Tiere abgeben müssen und bekommt sie nach einer Gerichtsentscheidung auch nicht wieder.
Das Verwaltungsgericht Mainz bestätigte eine entsprechende Maßnahme eines für den Tierschutz zuständigen Landkreises und lehnte einen Eilantrag des Halters dagegen ab, wie das Gericht mitteilte.
Auf den TikTok-Videos war dem Gericht zufolge zu sehen, wie der Halter eine Katze in einer Badewanne mit einem Rasierapparat schert, auf einem anderen habe er eine Katze auf dem Boden im Kreis gedreht.
Daraufhin seien beim zuständigen Veterinäramt zahlreiche Anzeigen wegen einer möglichen Misshandlung der Tiere eingegangen.
In der Folge nahm eine Amtstierärztin insgesamt fünf in der Wohnung gehaltene Katzen mit und brachte sie anderswo unter.
Katze 20 Mal sehr schnell auf dem Boden gedreht
Der Halter argumentierte in seinem Eilantrag, das Scheren habe der Pflege des Fells gedient, das Drehen auf dem Boden sei aus Unwissenheit erfolgt. Dem folgte das Verwaltungsgericht nicht.
Vorliegende Videos gäben konkrete Hinweise auf eine "schwere und wiederholte Misshandlung der Mutterkatze".
Er habe sie etwa 20 Mal sehr schnell auf dem Boden gedreht, dem Tier sei sichtlich schwindelig geworden, teilte das Gericht weiter mit.
Beim Scheren habe der Halter den Videos nach die Vibrissen der Katze, für deren Orientierung wichtige Schnurrhaare, mutmaßlich mit dem Rasierer gekürzt.
Insgesamt sei davon auszugehen, dass die Person ihre Katzen in tierschutzwidriger Weise gehalten und behandelt habe.
Titelfoto: Bild-Montage: Monika Skolimowska/dpa, Helena Dolderer/dpa

