TikToker Levi Penell: Als Kind von Pädokriminellen missbraucht

Hamburg/Berlin - Levi Penell (25) ist einer der erfolgreichsten TikToker Deutschlands. Doch in seiner Schulzeit wurde er gemobbt und geriet im Internet an die falschen Leute.

TikToker Levi Penell (25) wurde in der Schule gemobbt.  © Screenshot/Instagram/levipenell

In der aktuellen Folge vom Talk-Format "deep und deutlich" berichtete der TikToker von dieser Zeit in seinem Leben. In der Schule wurde er gemobbt, in der siebten Klasse von seinen Mitschülern zum "Hässlichsten aus dem Jahrgang" gewählt. "Das war ein Moment, wo für mich so eine Welt zerbrochen ist", erklärte der TikToker.

Von dem Zeitpunkt an habe er sich lange zurückgezogen. Für ihn war das damals ein Schock. Danach habe er sich in Computerspiele geflüchtet.

Dort fand er eine Gemeinschaft und fühlte sich zunächst sicher. "In den ganz schwierigen Zeiten war das ein wichtiger Anker für mich", so Levi.

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Zu der Zeit war er ungefähr zwischen 13 und 15 Jahre alt und viel auf Twitter unterwegs.

Dort gab es eine Community von älteren Männern, die ihn toll fanden, doch leider aus den falschen Gründen, wie sich später herausstellte.

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Anstatt Freunde zu finden, wurde der TikToker ausgenutzt

Im Internet geriet er an Männer, die ihn nur ausnutzen wollten.  © Screenshot/Instagram/levipenell

"Für mich waren das damals Menschen, die mich gemocht haben und die nett zu mir waren und das habe ich sonst nicht viel erlebt", sagte der 25-Jährige.

Zunächst waren sie nett, doch mit der Zeit kamen Anspielungen dazu und es wurden ihm "Dickpicks" zugeschickt. "Ich habe damals nicht gecheckt, dass sie vor allem an meinem Körper interessiert waren", erklärte der TikToker.

Das war für ihn das Einzige, was er in der Zeit hatte, dies wurde von den Männern ausgenutzt. "Ich habe im Austausch für ein Computerspiel zum Beispiel ein leicht bekleidetes Bild von mir geschickt."

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Dafür schämte Levi sich lange Zeit, doch er habe durch Therapie eingesehen, dass es nicht in seiner Verantwortung lag. "Dass das in der Situation Täter sind und ich war in der Situation das Opfer."

Levi sei es immer noch etwas unangenehm darüber in der Öffentlichkeit zu sprechen, aber es sei ihm wichtig, da das Thema noch immer schambehaftet sei.

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