Von Christian Ebner
Frankfurt am Main - Ein erster Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten ist am Donnerstagmorgen am Frankfurter Flughafen gelandet. Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat gestartet.
An Bord des Lufthansa-Airbus vom Typ A340-300 mit der Flugnummer LH345 befinden sich Menschen, die von der Bundesregierung ausgewählt worden sind.
Sie waren wie zehntausende andere infolge des US-Angriffs auf den Iran in der Golf-Region gestrandet und mussten nun über den Landweg nach Maskat gebracht werden.
Nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul (63, CDU) sollten besonders verwundbare Gruppen ausgewählt werden, wie Schwangere, Kranke oder Kinder. Die Maschine hat in der Konfiguration der Lufthansa 279 Passagiersitze. Weitere Evakuierungsflüge sind geplant.
Es handelt sich nicht um die erste Maschine, die seit Kriegsbeginn Deutschland erreicht: Bereits seit Dienstag hatten insbesondere Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einzelne Flüge angeboten.
Die übliche Flugzeit zwischen Maskat und Frankfurt beträgt zwischen sieben und acht Stunden. Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts sitzen in der Region weiterhin Zehntausende Menschen fest. Es gab zahlreiche Flugausfälle.
Erstmeldung vom 5. März, 7.58 Uhr, aktualisiert um 8.05 Uhr.